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plattdeutsch

nhd. bis spez. · 9 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

plattdeutsch

plattdeutsch

platt Adj. ‘flach, eben’, übertragen ‘geistlos, nichtssagend’, ein nd. Wort, das zu Anfang des 17. Jhs. in die Literatursprache aufgenommen wird. Mnd. plat, nd. platt ‘flach, eben’ stammt aus gleichbed. mnl. nl. plat (woraus wohl auch vereinzeltes mhd. blatevuoʒ; nhd. Plattfuß erst 18. Jh.), das seinerseits eine Entlehnung von afrz. frz. plat ‘flach, eben’ darstellt. Das in der gesamten Romania Entsprechungen aufweisende Adjektiv setzt vlat. *plattus ‘flach’ (belegt erst im Mlat.) voraus, mit Konsonantendopplung entlehnt aus griech. platýs (πλατύς) ‘weit, breit, flach, eben’. – plattdeutsch Adj. Bezeichnung des (vor allem durch die zweite Lautverschiebung nicht oder kaum betroffenen) nördlichen Sprachstandes des Dt. (2. Hälfte 17. Jh.). Zuvor steht der Ausdruck als herabsetzende Bezeichnung für das im Unterschied zur hd. Schriftsprache als Mundart empfundene Nd. Es handelt sich um eine volkstümliche Entlehnung eines im Nl. aufgekommenen Sprachgebrauchs, vgl. nl. in goede platten duytsche (1. Hälfte 16. Jh.), d. h. ‘in vertrauter, verständlicher Sprache’, danach ‘volkssprachlich einfach und derb’ in Gegenüberstellung zu der mit Fremdwörtern verzierten höheren niederländischen Sprache. Zugrunde liegt nl. plat (s. oben), hier im Sinne von ‘einfach, deutlich, verständlich’, vgl. Wendungen wie nl. ik seggt uw plat, opt platte, wozu entsprechend nd. platt Adj. (17. Jh.) und substantiviert Platt n. Vgl. A. Lasch in: PBB 42 (1917) 134 ff. plätten Vb. ‘flach, platt, glatt machen, bügeln’ (18. Jh.), mnd. pletten, Faktitivum zum Adjektiv. Plätte f. ‘Bügeleisen’ und gleichbed. Plätteisen n. (beide 18. Jh.), älter (mundartlich) Platteisen.
1656 Zeichen · 61 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Plattdeutsch

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Plattdeutsch , adj. et adv. plattes Deutsch, Niederdeutsch; im Gegensatze des Hoch- und Oberdeutsch. Plattdeutsch reden.…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    plattdeutsch

    Goethe-Wörterbuch

    plattdeutsch umgangssprachl: niederdt; einmal im iGz ‘hochdeutsch’ feierliche oder merkwürdige Vorfälle besang er [ der …

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Plattdeutsch

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Plattdeutsch , Niederdeutsch , die Volkssprache Norddeutschlands vom Niederrhein bis Memel, Sprache der von den alten Fr…

  4. modern
    Dialekt
    Plattdeutsch

    Rheinisches Wb.

    Platt-deutsch (s. S.) Allg. nach dem Nhd. (meist dat Platt ): wie nhd. RA.: He kallt huəhdütsch met pl.ər Schnute, — Pl.…

  5. Spezial
    Plattdeutschn

    Dt.-Russ. phil. Termini

    Plattdeutsch , n язык , м , нижненемецкий

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Cotta, M. (2026). „plattdeutsch". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 11. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/plattdeutsch/pfeifer_etym
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Cotta, Marcel. „plattdeutsch". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/plattdeutsch/pfeifer_etym. Abgerufen 11. May 2026.
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Cotta, Marcel. „plattdeutsch". lautwandel.de. Zugegriffen 11. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/plattdeutsch/pfeifer_etym.
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