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Pfosten

nhd. bis spez. · 9 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
Anchors
11 in 9 Wb.
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Pfosten

Bd. 6, Sp. 789
Pfosten das Wort ist allg., u. zwar Rhfrk, Saar bis zur -št/st-L. pošdə(n), –ǫ-, n. davon -sd- Sg. u. Pl.; das Rip, Nfrk hat pǫs(t) [uSieg, LRip pǫzs, pǫus, ps; SNfrk --], Pl. -- [pzs, –y-, –-; Berg pstə]; Klevld pǫst, Pl. --; Demin. pešdχə, –ę-, psχə, pskə (setze die Umlaute ein!) m.: 1. dicker, schwerer, vierkantiger, jedenfalls bearbeiteter Pf. (im Gegens. zum unbearbeiteten, meist runden, leichtern Pohl) zu bestimmten Zwecken; im Geb. des Fachbaues der senkrecht stehende Pf. (in Bo auch oprechte P. genannt, während die schrägen Pf. schräge (scheve) P. genannt werden), durch Riegel mit dem andern Pf. verbunden (die Eckpfosten Schächt), Dür-, Fenster-, Dach-, Eckp. [im Geb. des Steinbaues ist das Wort P. aus der Sprache ziemlich verschwunden, so kennt das Steinhaus der WEif nur den Steil ‘Türpf. aus Stein’ u. ‘freier, nicht tragender Balken in der Scheune’ u. nur noch den Trapenp.; in der Selfk. nur Trappenp. u. Dürp. dieser aus Stein, u. auch die Holzverschalung wird so genannt, ausserdem P. ‘Querstrebe gegen die Eckpfosten des Zaunes·]; ausserdem sonst jeder in die Erde eingelassener starker Pf., z. B. als Eckpf. des Zaunes, des Gartentores; Treppen-, Bett-, Spinnradpf.; dat Hus hät Pöste, Balken un Rigel un Schwellen; den P. in de Schwell ensetten; dat Dingen an de Pöste schmiten; der P. steht faste in de Eərd OBerg, Allg. (s. o.). RA.: Die hat e Paar Ben wie e Paar Pös so dick Heinsb-Dremmen, MGladb, Erk. So fast wie en P. Barm. He schlöppt (schläft) wie ene P. Mörs, Ess, Mettm, Sol, Barm. Et es gen P. am Dengen, den he nit sur verdent hät uWupp. Wenn de Öss (Ochsen) fahren, motte seeh de Pös wahren Mörs, Rees, Klev, Geld, Kref, Kemp, MGladb. Bi ink (euch) stinken de Pöste no gebroənen Erpeln ihr esst immer gebratene Kartoffeln Gummb-Berghsn. Bes still, de Pöste hant hi Ohren! man könnte lauschen ebd. P. halde Stand halten; Jong, halt P. bös Äscher-Mettwoch Morge! im Fastnachtld. Grevbr. Den nemmt Böm on Pös met der Ungestüme Dinsl-Hiesf. Se secken (seichen) öm mär (nur) de Pöste ful das Freien ist nicht ernst gemeint Elbf. Dat hängt an de Pösten liegt in der Art, ist vererbt MülhRh. He hengt an de Pöste borgt leicht in allen Geschäften Lennep-Radevormwald. Treck am P., tr. de ganze Weək (Woche) am P., tr. am P.; tr. de P. net ut! Fastnachtld. MGladb. Kräck, sät den Ester (Elster) on schet (schiss) op de P. Mörs-Veen. Op den P. lofen die Haustüre geschlossen finden uWupp. Benner den Pösten bliwen das Haus hüten OBerg. Sek enen binner de Pöste schödden einen trinken Gummb-Berghsn. Lop tegen (gegen ) de Pöst, dann köj et (kannst du) fühle! gesagt, wenn einer etwas nicht glauben will Klev, Ess; ech hauen ow, dat gei t. de Pös tummelt! Mörs-Xanten; ech lef (liefe) doch lever gen en P., eher ech mer dat sa (sagen) mösst lossen Gummb-Nümbrecht. He seckt alles langes de Pöste er versäuft Hab u. Gut Wermelsk. Ech hän esu vill Geld, dat ech et net all töscher (zwischen ) de Pöusten halen kann Sieg-Leuschd. Peder von Saarbrecke, hat e Sack voll Mecke, schleht se widder e P., P. kracht, Peder fellt en Ohmacht! Rhfrk, WMosfrk. Et ging e Männche iwer de Bröck, et hatt e Säckelche of em Röck, schlog et widder de P., der P. kracht, et M. lacht; tripp, trapp, Polversack, mut, tut, aus! Abzählr. May, Trier-Olewig. Et wor emol en M., dat schloug op den P., P. kracht, M. lacht Gummb-Wiehl. — Pöske Klickersp., wobei die Knaben ihre Klicker gegen einen Pf. werfen; trifft einer mit seinem zurückschnellenden Kl. einen der daliegenden, so hat er alle gewonnen Geld-Straelen; Pöske tälle (zähle) Versteck spielen Kemp-Dilkr. — 2. übertr. a. sachl. α. ne Pos =  Ellen Tuch Aach-Stdt. — β. scherzh. verächtl. menschl. Kothaufen; änem en P. vor de Hausdir setzen Saarl, Verbr.; Pöste setten Berg. — γ. Pöste verächtl. starke Beine; die het en Paar öntleche P. am Drithus Elbf. — b. persönl. verächtl. drecklich Pöske unsauberer Mensch MGladb-Rheind. — Die aus dem Nhd. entnommene Bed. s. bei Posten.
4001 Zeichen · 126 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Pfostenm.

    Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

    Pfosten m. ‘Stützpfeiler’, ahd. phosto (Hs. 12. Jh.), mhd. phost(e), post(e) ‘Stütze, Balken, Pfosten’, mnd. mnl. nl. ae…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Pfosten

    Goethe-Wörterbuch

    Pfosten ein aufrechtstehendes, etwas stützendes, tragendes starkes Holz; auch für: Türpfosten [ Hütte des Fährmanns ] di…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Pfosten

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Pfosten , s. Brett .

  4. modern
    Dialekt
    Pfosten

    Bayerisches Wörterbuch · +6 Parallelbelege

    Pfosten Band 2, Spalte 2,676

  5. Spezial
    Pfosten

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Pfos|ten m. (-s,-) corona (-nes) f. , seva (seves) f. , pe (pa) m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit pfosten

18 Bildungen · 8 Erstglied · 9 Zweitglied · 1 Ableitungen

pfosten‑ als Erstglied (8 von 8)

Pfostenaxt

PfWB

pfosten·axt

 Pfosten-axt f. : ' schmale Axt, mit der man in die runden Zaunpfähle Vertiefungen für die Querlatten einhaut ', Poschdeax [PennsDeitsch-Ec…

Pfostenstück

RhWB

pfosten·stueck

Pfosten-stück Ess n.: Fleischstück von der inneren Seite des Hinterschenkels der geschlachteten Kuh.

pfosten als Zweitglied (9 von 9)

Leidpfosten

Wander

leid·pfosten

Leidpfosten Leidpöste statt am längesten (oder: stat am fastesten). ( Westf. ) Dem Sinne nach = Hoffetod stirbt nicht.

Schandpfosten

DRW

schand·pfosten

Schandpfosten, m. wie Pranger, Pfahl (I 2) bdv.: Pfost (II) wer kohl, obst und kraut aus andern gaͤrten ... wegstiehlet, der soll am schand …

Ableitungen von pfosten (1 von 1)

bepfosten

DWB

bepfosten , postibus firmare, mit pfosten stützen.