Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
pflanza
Anfang des 9. Jh.s, Zeit des Gl.eintrags unbe-
kannt); 3,572,15 (2. Hälfte des 9. Jh.s, alem.)
und zahlreiche weitere Gl., häufig im SH, in
Nps und Npw: ‚Schössling, Setzreis, Pflanze;
cepa, dizia [lingua ignota, Hildeg.], novella,
planta, plantarium, propago, rusticatio, vitu-
lamen‘ <〈Var.: pl-, ph-, fl->〉. Das Wort ist bereits
vor der 2. Lautverschiebung aus lat. planta f.
‚Setzling, Pfropfreis, Schössling, Pflänzling‘
(s. u.) entlehnt. Die Ableitungen pflanzari ‚Gärt-
ner‘ (s. d.) und pflanzunga ‚Anpflanzung‘ (s. d.)
im Abr und pflanzôn ‚pflanzen‘ (s. d.) in Rb
sind früher bezeugt als ihre Basis. Der Akk.
Pl. flánza in Nps flektiert nach den st. ō-Stäm-
men. – Mhd. pflanze st./sw.f. ‚Pflanze, Pflan-
zung‘, frühnhd. pflanze f. ‚Gewächs, Pflanze,
Setzling‘, nhd. Pflanze f. ‚aus Wurzeln, Stiel
und Blättern bestehender Organismus, der i.
Allg. mithilfe des Sonnenlichts eine organische
Substanz aus anorganischen Stoffen aufbaut‘,
übertr. ‚eigenartiger Mensch‘.