Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
pesken
Hss. des 10. und 11. Jh.s, Zeit der Gl.einträ-
ge unbekannt, bair.[-alem.]): ‚anködern, an-
locken; inescare‘ <〈Var.: -sc->〉. Das Wort ist
denominal zu pasc ‚Weide‘ (s. d.) gebildet (an-
ders Bailey 1997: 1, 289 f., der eine Entleh-
nung aus lat. inescāre ‚anködern, anlocken‘ an-
nimmt. Dabei muss er eine Verschreibung an-
nehmen, da sonst das wurzelanlautende p un-
erklärt bleibt). – Frühnhd. päschen sw.v. ‚(Tie-
re) durch Auslegen eines Köders anlocken‘,
nhd. mdartl. rhein. päschen sw.v. ‚gut füttern,
durch Leckereien verzärteln‘, einpäschen ‚jmdn.
überfüttern, bes. Kinder‘, südhess. päschen, pa-
schen, päzen sw.v. ‚Wild mit einem Köder an-
locken, ein Kind oder Tier an sich locken und
zutraulich machen‘, ohess. pfêschen sw.v. ‚dss.‘,
hess.-nassau. pfäschen sw.v. ‚anlocken, gefü-
gig machen, gut behandeln‘, kurhess. pfêschen,
päschen sw.v. ‚Wild, Fische durch Lockspei-
se anlocken‘.