Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
partéken f. n.
partéke , partéken , f. n. ein von Luther in die schriftsprache eingeführtes und im 16 . und 17. jahrh. von protestanten ( auch in Oberdeutschland ) oft gebrauchtes wort, das aber, wie sich aus partekenfresser ergibt, schon im 15. jahrh. üblich gewesen ist. es ist wohl nichts anderes als das von part gebildete niederdeutsche deminutiv párteke ( s. 2), párteken mit versetzter betonung und mit anlehnung an den bettelruf partem ( s. unten ); keinesfalls ist es eine umstellung von lat. practica, wie H. Rückert ( zeitschr. f. deutsche phil. 3, 17 8), auch keine entlehnung aus mlat. particum ( das D…