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örtlich

nhd. bis spez. · 6 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
6 in 6 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

örtlich

örtlich

Ort m. ‘Stelle, Platz, Punkt, Gegend, Ortschaft’, ahd. ort ‘Spitze, Endpunkt, Ecke’ (8. Jh.), mhd. ort ‘äußerster Punkt nach Raum und Zeit, Anfang, Ende, Spitze (besonders einer Waffe, eines Werkzeugs), Ecke, Rand, Himmelsgegend, Platz, Stelle’, asächs. ord ‘Spitze’, mnd. ort, mnl. ort, oort ‘Punkt, Kante, Rand, Ecke’, nl. oord ‘Gegend, Land, Stelle, Platz’, aengl. ord, anord. oddr ‘Spitze, Speer, Anführer’, schwed. udd ‘Spitze’ führen auf eine Bildung mit Dentalsuffix germ. *uzda- ‘Spitze’. Weitere Herkunft ungewiß. Man versucht, aind. vas- ‘spalten, schneiden, töten, stechen’, alban. usht ‘Ähre’, lit. usnìs ‘Distel’, lett. usne ‘Acker-, Saudistel’, air. fennaid (aus *u̯esnāti) ‘schindet’ heranzuziehen, und erschließt eine Wurzel ie. *u̯es- ‘stechen’. Die alte Bedeutung ‘Spitze’ ist noch landschaftlich in Ort ‘Schusterahle, Pfriem’ erhalten, im Sinne von ‘äußerstes Ende, Ecke’ in Ortsbezeichnungen wie Darßer Ort, Ruhrort und in der Bergmannssprache vor Ort ‘an der Spitze, am Ende eines Grubengangs’. – orten Vb. ‘die augenblickliche Position (eines Flugzeugs, Schiffes) bestimmen’ (20. Jh.), älter (auch mit Umlaut örten) ‘sich erstrecken, auslaufen, zu Ende gehen’ (18. Jh.), bergmännisch ‘unter einem spitzen Winkel aufeinandertreffen (von Gängen, Klüften)’ (16. Jh.); vgl. ahd. ortōn ‘einer Sache Ecken geben, sie begrenzen’ (um 1000). örtlich Adj. ‘auf eine bestimmte Stelle beschränkt, einen bestimmten Ort betreffend, zu ihm gehörend, lokal’ (Anfang 18. Jh.); Örtlichkeit f. ‘Gelände, Gegend, bestimmter Platz’ (18. Jh.). Ortschaft f. ‘Siedlung, Dorf, Gemeinde’ (18. Jh.). Das Deminutivum Örtchen n. steht verhüllend für ‘Abtritt’ (17. Jh.), wie zuvor vereinzelt auch Ort (15. Jh.).
1704 Zeichen · 50 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Örtlich

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Örtlich , adj. et adv. welches von einigen Neuern eingeführet worden, das Latein. localis auszudrucken. 1) Einen Ort hab…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    örtlich

    Goethe-Wörterbuch

    örtlich 1 regional, lokal, auch: mit einem Ort od einer Ortschaft verbunden; je einmal ‘ö. deuten’: aufgrund der Lage er…

  3. Spezial
    örtlichadj

    Dt.-Russ. phil. Termini · +1 Parallelbeleg

    örtlich , adj местный , п

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit oertlich

4 Bildungen · 1 Erstglied · 2 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von oertlich

ort + -lich

oertlich leitet sich vom Lemma ort ab mit Suffix -lich, mit Umlaut-Wechsel.

oertlich‑ als Erstglied (1 von 1)

örtlichkeit

DWB

oertlich·keit

örtlichkeit , f. lage und beschaffenheit eines ortes; ein gewisser raum, räumlichkeit, localität: San Onofrio, welches .. in solchen lagen d…

oertlich als Zweitglied (2 von 2)

sprichwörtlich

DWB

sprichwort·lich

sprichwörtlich , adj. nach art, in der form eines sprichworts: sprichwörtlich, einem sprichwort ähnlich. Adelung ; sprichwörtliche redensart…

wortwörtlich

DWB

wort·woertlich

wortwörtlich , adj. , verstärktes wörtlich in verschiedenen anwendungen dieses wortes, wohl seit dem frühen 19. jh. 1) namentlich zu wörtlic…

Ableitungen von oertlich (1 von 1)

unörtlich

DWB

unörtlich , adv. , dem orte nicht angemessen Göthe II 6, 123, 27 W.; 32, 325 W. unüblich.