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ȫpenen

mnd. bis Dial. · 2 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

MNWB
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2 in 2 Wb.
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Eintrag · Mittelniederdeutsches Wb.

ȫpenen swv.

Bd. 2-1, Sp. 1150
ōpenen āpenen, ȫpenen, öppenen (uppenen [Zerbster Chr. 67]), ōpen, ȫpen, swv. (3. Sing. Präs. ōpent, Plur. °ōpenen *öppet [Hammerbr. []R. 190]; Prät. ōpende; Part. Prät. [ge]ōpenet -ōpent), öffnen, 1. (konkret:) (verschlossenen Durchlaß, Raum, Behälter) aufschließen, de dȫre, dat dōr, dat vinster ō., de strâte, de gatze ō. die Straße, Gasse freimachen, de stat, dat hûs, dat slot ō. Zutritt zur Stadt gewähren, Burg für Notzeiten offen halten, ênen sak ō. einen Sack auftun; (Körperteil) auftun, a) zum Öfffnen bestimmt: de ôgen ō., auch bildl. ēre ôgen wōrden geōpent (nach Gen. 3, 7), sîne ôren wōrden geōpent er erhielt sein Gehör wieder, ōpene mîne lippen ‚labea mea aperi', löse mir die Zunge (Nd. Studien 282; B. C. Nr. 469, nach Ps. 50, 17, sonst dô up), dû ōpenst dîn hant ‚aperis manum tuam', du tust deine Hand auf (Veghe? Wyng. 44 und 315, nach Ps. 144, 16), b) künstlich geöffnet: de âderen ō. die Venen anstechen, de slû ō. die Fruchtblase (des Embryo) sprengen, de wunde ō. die Wunde aufstechen, de sîde ō. von Jesu Seitenwunde, Sprw. ōlde wunden ōpen sik wedder lichtvērdich (SL: Tunnicius 89); *ellipt. (den Darm) freimachen, abführen (Chytraeus); — (Schriftstück) aufmachen, brêve ō. Briefe erbrechen, testament/ ȫrkünde ō. Testament eröffnen, ‚testamentum manifestare'. — 2. (bildlich:) (den inneren Zugang) aufschließen, den inganc ō. den Zugang eröffnen, ênem den hēmel ō. (dem Menschen) den Himmel auftun, sînes herten grunt ō. sein Innerstes enthüllen, ichteswat ō. irgendetwas mitteilen (SL), Part. Prät. geōpent Var. zu ōpenbâr 1 (biblisch, Bugenhagen nach Luther nur ōpenbâr); erklären, verständlich machen, den sin, de rēde ō. — 3. (rechtl.:) eröffnen, ên gerichte, ên dinc ō. eine Gerichtssitzung anberaumen, êne sāke ō. eine Rechtssache anhängig machen, rechtlich behandeln; rechtlich freigeben (SL).
1843 Zeichen · 49 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    ȫpenenswv.

    Mittelniederdeutsches Wb.

    ōpenen , āpenen , ȫpenen , öppenen ( uppenen [Zerbster Chr. 67]), ōpen, ȫpen, swv. (3. Sing. Präs. ōpent, Plur. ° ōpenen…

  2. modern
    Dialekt
    öpenen

    Mecklenburgisches Wb.

    öpenen öffnen: 'de Kemerheren schölen also balde de Slachböme toschluten und nich öpenen laten' (1573) Ro Feuerord.; 'al…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit oepenen

4 Bildungen · 0 Erstglied · 2 Zweitglied · 2 Ableitungen

Zerlegung von oepenen 2 Komponenten

op+enen

oepenen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

oepenen als Zweitglied (2 von 2)

erȫpenen

MNWB

ero·penen

erȫpenen , erȫpen , erōpenen , swv. , eröffnen; jem. etw. eröffnen, verkünden, ȫrdê(i)l e.

Ableitungen von oepenen (2 von 2)

entȫpenen

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entȫpenen , -ȫpen , swv. , eröffnen, klarstellen , entdecken.

erȫpenen

MNWB

erȫpenen , erȫpen , erōpenen , swv. , eröffnen; jem. etw. eröffnen, verkünden, ȫrdê(i)l e.