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nüster

mnd. bis spez. · 9 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
9 in 9 Wb.
Sprachstufen
4 von 16
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4
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5

Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

nüster f.

Bd. 13, Sp. 1011
nüster, f. , gewöhnlich im plur. die nüstern, das nasloch, besonders das schnaubende; aufgenommen aus nd. nuster (nuster, plur. nustern brem. wb. 3, 253, mnd. nuster, noster, nusteren Schiller - Lübben 3, 209b, altfries. nosteren, nostern Richthofen 956a), das wol unmittelbar aus nuse (ablautsform zu nase, s. nuseln) abgeleitet ist, während das gleichbedeutende englische nostrils der ags. zusammensetzung nas-þyrl (nasloch) entspricht, s. Leo 602, 42. Kluge wb. 242b. 11) eigentlich. 1@aa) beim menschen (vgl. Winkelmann 4, 143. 177 bei nusz II, 3): eine schöne .. mit einer kleinen stirne! mit aufgestülpten nüstern! Wieland 14, 24 (vorher aufgestülpte nase); kaum hält er mit gewalt der düfte reitz zurück, die so verführerisch um seine nüstern weben. 18, 83; mir strömt ein geruch in die nüstern. Voss ged. 2, 259, vgl. 131; nun knirscht die zähne, schwellt die nüstern auf! Schlegel Heinrich V. 3, 1; das haar (des erwürgten) gesträubt, die nüstern weit vom ringen. Heinrich VI. zweiter theil 3, 2; so bläst mein narr die nüstern auf. Geibel juniusl. (1883) 269; schweiz. die nüster, nüstern, die nase oder nasenlöcher Stalder 2, 247. 1@bb) beim thiere, besonders beim pferde: seine (des pferdes) fleischfarbenen nüstern. Arnim 2, 291; weit auf das ross die nüstern reiszt. Lenau (1880) 1, 170; (die rosse) wiehern sturm aus aufgeriszner nüster. 2, 78; den rauch des blutes in den heiszen nüstern (des tigers). 2, 267; die müden rosse schnoben ängstlich mit den nüstern. Freytag ahnen 1, 280; ein herrenpferd blies ... den dampf aus den nüstern. 3, 36. 1@cc) auf ross und reiter bezogen: ihr dächtet, ross und reiter werde von éiner seele belebt; sie wiehern beide nach streit, und werfen die nüstern empor und stampfen verächtlich die erde. Wieland der neue Amadis 15, 30. 22) uneigentlich, die nüstern oder pfeifen, die beiden öffnungen in einem siele (hölzerne schleuse). Benzler 1, 280, niederd. die nusteren brem. wb. 3, 253.
1979 Zeichen · 47 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    nüsterf.

    Mittelniederdeutsches Wb.

    nüster , f. , meist Plur. nüsteren, Nasenlöcher des Menschen, ‚nares'. (Alle Bibeln vermeiden es, dafür nēse, nēsehol ).

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    NüsterDie

    Campe (1807–1813) · +2 Parallelbelege

    † Die Nüster ,

  3. modern
    Dialekt
    Nüster

    Elsässisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Nuster , Nüster [Nìtər O. bis Bf. ; Nètər Hindish. ; Nùtər S.; also nur O. ] n. (m. Ruf. Horbg. Ingersh. ) 1. Rosenkr…

  4. Spezial
    Nüster

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Nüs|ter f. (-,-n) ‹anat› narisc f. , büsc dl nes m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit nuester

5 Bildungen · 4 Erstglied · 1 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von nuester

nuest + -er

nuester leitet sich vom Lemma nuest ab mit Suffix -er.

Zerlegung von nuester 2 Komponenten

nue+ster

nuester setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

nuester‑ als Erstglied (4 von 4)

nüsterbleik

MeckWB

nuester·bleik

nüsterbleik blaß, bleich aussehend, eig. bleich um die Nase; meist nur in der Verbindung nüsterbleik utseihn Mantz. Ruh. 4, 58; Niem. Idiot.…

Nüstergat

Campe

nuester·gat

Das Nüstergat , — es, Mz. — e , auf den Schiffen, die unten an allen Bauchwegern gemachten viereckigen Einschnitte, durch welche das Wasser …

nüsterig

RhWB

nuest·e·rig

nüsterig -y- Geld , Klev-Goch Adj.: 1. voller Aststellen, knorrig; n. Holt. — 2. übertr. widerspenstig, unwillig.

nuester als Zweitglied (1 von 1)

Schaultornüster

MeckWBN

schaul·tornuester

Wossidia Schaultornüster m. Tornister: Schaultornüster gew dat jo früher nich, wi müßten uns' Schaulbäuker (Bibel un Gesangbauk un Katekismu…