Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
nothtaufen verb.
nothtaufen , verb. die nothtaufe ertheilen: uf ein mal was einem buren ein kind worden, das muost man notteiffen, das teifft er selber. wan wen ein man da ist, so sol es kein fraw teiffen, wan ein geweichter da ist oder ein priester, so sol es der selb teuffen. Pauli 111 Öst.; dasz eine hebamme bekannt habe, dasz sie .. etliche kindlein in der noth nothgetaufet habe. Luther br. 5, 393 ; dergleich man von eim bauren find, dem got eins mals beschert ein kind, das schwaches leibs, nit zeitig war, durft mit der tauff nit lenger harr, dieweil dan sonsten hie niemand, hat ers nottauft mit eigner han…