Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
neizen
des 9. Jh.s in Gl., B, GB, Nps, Npg und Npw:
‚quälen, plagen, bestrafen, vernichten, zer-
stören; afficere, affligere, atterere, conficere,
conterere, damnare, interficere, torrēre‘, part.
prät. gineizit ‚erschöpft, geschwächt; confec-
tus‘ <〈Var.: -zz->〉. – Mhd. neizen, auch neisen
sw.v. ‚bedrängen, plagen, beschädigen, ver-
derben‘, frühnhd. neisen ‚dss.‘, nhd. mdartl.
bad. neisen sw.v. ‚nörgeln, quengeln, mürrisch
sein‘, vorarlb. †neissen sw.v. ‚bedrängen, pla-
gen‘, südhess. neizen sw.v. ‚immerfort quälend
bitten oder fordern (bes. von Kindern)‘, osächs.
neisen tr. ‚jmdn. necken, plagen, quälen‘, intr.
‚nörgeln, mäkeln‘, schles. neisen ‚nicht achten,
necken, quälen, belästigen‘, mit l-Suffix in in-
tensiv-iterativer Funktion rhein. neizeln sw.v.
‚krangeln, unzufrieden, ungeduldig sich äu-
ßern‘, neiseln sw.v. ‚nörgeln, kritteln‘, südhess.
neißeln sw.v. ‚immerfort quälend bitten oder
fordern (bes. von Kindern), unzufrieden nör-
geln‘; vgl. schweiz. geneizgen sw.v. ‚zanken,
mit Worten streiten‘.