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Namenstag

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RhWB
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Namenstag

Bd. 6, Sp. 73
Namens-tag (s. S.) Allg. bei Katholiken [γənārnsdāx Klev, Rees] m.: der Tag, auf den im Kalender das Fest des N.patrons fällt; der N. es sengen Dag; ech han höck (heute) N.; N. fire; häste och jet op dengen N. krege (beste och gebonde wuərde)? Rip, Allg. Früher wurde das N.tagskind gebunden, ein Bildchen wurde ihm auf den Arm gebunden, auf dem der N.patron gemalt war, oder das Geschenk (ein Brötchen) wurde ihm an den Arm gebunden; daher heute noch: he wiərd gebonden; he es düchtig g. wuərde hat viele Geschenke erhalten (einen bestecke Geld); aus dem Ausdr. einen binden ‘ihn gratulieren u. beschenken’ ist dann der Brauch entstanden, das Kind mit einem Strohband oder einer Schnur an einen Stuhl festzubinden, den dann die Gespielen in die Höhe heben, sprechend: heə soll huəhch leəvə! Geilk. Alt u. noch geübt ist der Brauch, das N.tagskind fest an einem Körperteil zu reiben, am Kopfe zu knuzen (Jül-Inden), Kopp stüsse (Erft), sich bummeln (Saarbr-Pflugschd), zwischen die Gesässbacken zu furren ‘furchen’ (Sieg). In Köln ging das Kind an seinem N. zu den Paten, Verwandten, Bekannten, einen Apfel in der Hand, in den jeder als Angebinde einen Stüber steckte. Erwachsenen stellt man einen Strauss mit Papierrosen, farbigen Taschentüchern vor das Haus Trier-Braunshsn; die Überreichung eines Blumenstrausses oder Bl.topfes (N.dagsstrauss, –blum) ist allg., wie auch der N.dagskaffe mit N.dagskuchen, –platz. — Sprüche beim Überreichen der Geschenke: Ech huərt e Klöckelchen lüggen (läuten), ech wosst nit, wat sall et bedüggen (bedeuten); on als ech mech rech bedach, do wor jo dingen N.; vill Glöck! Rip, Nfrk. Ich koəm ens no jen Kriəm (Krämerstrasse) eraf, du juəg (jagte) mich do et Höttchen (Hut) af; ich dat (dachte), wat sall dat bedüjə, dat mi H. sall för mich flüje (fliegen), en wie ich mich ens reət (recht) bedat, du wor et der NN. singe N.! Aach-Stdt. Ich kom de Trapp eraf en werp mi Käppche af; da denk ich e minge Senn, ich schött der Vadder e Dröppche (Schnaps) en! Aach-Walh. Vüəl Glöck op de N.; longk leəve, selig sterven on den Himel erve (oder scherzh. on vüəl tem beste geəve)! Kemp, Verbr. Ek stoəhn op mi Stöck on wönsch öch vüəl Glöck! Kemp. Ich wönsche der vell Gl., op jede Hand en Bröck (Butterbrot), em Bett en got Scha(r)z, em Hemmel en got Plaz! Bergh-Blatzh. Ich wönsche üch Gl. op ühre N. met em Klöppel (Weissbrötchen) odder ach (acht) on en gode Kaffe bovve drop, dann es der Honger on Duərsch gestopp! Dür. Güdde Dag; ech als gude Frönd, get ens Acht, wat he erenkömmt; ech kumm öch gratulere mit Freud un gut Maneere; ech hätt öch och jet Wing (Wein) metbracht, nu verstoht mich ens wahl: ech kom bem Bur on sprok von ze borge, do sät de: kommt morge; dröm breng öch ävver als jet, et heischt e net Bukett; ihr mot net drüvver knorre, et es von Karote un Röve un Mohre, un wenn ihr öch satt hat dran geroke, dann dörft ihr öch en Zupp dovon koke. Nun wönsch ech öch noch hongertdusent Johr gesund von Herzensgrund; wenn ihr ävver noch länger sollt levve, dann würd et in de Akte geschrevve; jetz wille mer ens juchele, dat de Finstere bevve: Vivat, der NN. soll levve! Düss-Rating. Hei, dau Schauss, do hos de en Strauss, stel se op de Schaf (Schrank), dan Af; huəl se erof, dau Schof (Schaf)! Trier-Schleidw. Ich ben e kle Stömpche on eiss ge re Klömpche; ihr mott mich net uslache, könftig Johr well ich et besser mache! von Kindern Rip, Verbr. Et es min niet te duhn öm Geschenke en Gawe, mar öm ons Hälske te lave. Onsen Bur, den hitt (heisst) Jann, hej sall wäll grippe nor de Kann. Kristus es de Winstock, en wej sin de Ranke, en wenn gej ons traktiert, dann wej ow bedanke. En es et ok mar en Glas Branndewin, dann wej op owe N. pläsiereg sin! Klev. — RA.: De es esu domm, de fiərt op onscholdige Kinderdag N. Ahrw-OWinter. De fiərt jeden Dag N. feiert immer u. arbeitet nicht Gummb. Hat de N., dat de dem gebonge häs? scherzh. beim Anblick eines gebundenen (geflickten) Gegenstandes Kref-Fischeln. Ech haue dech, dat de mans (meinst), morge wär deine N.! May, Koch, Zell, Bernk, Merz-Wadern. De hot N. von einem, der aus dem zerrissenen Hosenboden den Hemdzipfel heraushängen hat Wittl, Daun, MGladb-Viersen. Den Deiwel hot N. wenn es bei Sonnenschein regnet Saarbg, Trier, Düss. Op em Puckel (einer mit einem Höcker) sinne N. unbestimmte Zeitangabe Düss-Stdt. — Scherzfr. Wann han de Andive (Endivien) N.? Wann se gebonge (gebunden) werde Schleid-Scheven.
4458 Zeichen · 73 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    NamenstagDer

    Campe (1807–1813) · +2 Parallelbelege

    Der Namenstag , — es, Mz. — e , derjenige Tag, bei welchem im Kalender derselbe Name stehet, welchen man führet. Seinen …

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Namenstag

    Goethe-Wörterbuch

    Namenstag mehrfach Nahmens-; einmal pl -täge; abgekürzt ‘Nahmenst.’ T1,68,11 Gedenktag eines/einer Heiligen, nach dem/de…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Namenstag

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Namenstag , der Tag, der dem Andenken desjenigen Heiligen gewidmet ist, dessen Namen man trägt (des Namenspatronen ), wi…

  4. modern
    Dialekt
    Namenstag

    Bayerisches Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    Namenstag Band 3, Spalte 3,1059f.

  5. Spezial
    Namenstag

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Na|mens|tag m. (-[e]s,-e) santinom (-s) m. ▬ alles Gute zum Namenstag ! döt le bun por le santinom!

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit namenstag

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Zerlegung von namenstag 2 Komponenten

namen+stag

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Cotta, M. (2026). „namenstag". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 19. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/namenstag/rhwb
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Cotta, Marcel. „namenstag". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/namenstag/rhwb. Abgerufen 19. May 2026.
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Cotta, Marcel. „namenstag". lautwandel.de. Zugegriffen 19. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/namenstag/rhwb.
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