Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
nadelöhr n.
nadelöhr , n. das loch einer nähnadel, durch das der faden gezogen wird, besonders vergleichend und bildlich gebraucht: mhd. ir ( der vipper ) aftertrühel ist sô eng als ein nadelœr ( foramen acus ). Megenberg 285, 33 ; nâldenœre Br. Berthold 1, 460, 10. 11 ; nhd. es ist leichter, das ein kamel durch ein nadelöhre ( goth. thairkô nêthlôs) gehe, denn das ein reicher ins reich gottes kome. Matth. 19, 24 . Marc. 10, 25 . Luc. 18, 25 (durch der nadel öre bibel v. j. 1483 479 a ); es ist leichter, das ein camêl ein nadelör durchschleiche, den das eingê des reichen sêl in gottes himelreiche. meister…