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mündlich

nhd. bis spez. · 11 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
12 in 11 Wb.
Sprachstufen
4 von 16
Verweise rein
5
Verweise raus
6

Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

mündlich

mündlich

1Mund m. die durch die Lippen verschließbare Öffnung in der unteren Gesichtshälfte. Die etymologische Zuordnung von ahd. mund (8. Jh.), mhd. mnd. munt, asächs. mund, mnl. mont, nl. mond, anord. munnr, schwed. mun, got. munþs und (mit Nasalausfall und nachfolgender Dehnung des Stammvokals) asächs. mūð, afries. mūth, aengl. mūþ, engl. mouth (germ. *munþa-) ist nicht sicher bestimmbar. Möglich ist Verwandtschaft mit griech. masā́sthai (μασᾶσθαι, aus *μαθ-) ‘kauen, beißen’ und lat. (nasaliert) mandere ‘kauen’ und Annahme von ie. *menth- bzw. schwundstufig *mṇth- ‘kauen, Gebiß, Mund’, so daß Mund als ‘Kauer, Beißer’ gedeutet werden könnte. Wahrscheinlicher ist jedoch eine Verbindung mit kymr. mant ‘Kinnlade, Mund’ und lat. mentum ‘Kinn, Gebäudevorsprung’; dies würde auf eine Verbalwurzel ie. *men- ‘emporragen’ führen, deren in Nominalableitungen auftretende schwundstufige Erweiterung ie. *mṇt- eine Bedeutungsentwicklung von ‘Kinn’ über ‘Kiefer’ zu ‘Mund’ zeigt. – munden Vb. ‘gut schmecken’ (16. Jh.). münden Vb. ‘sich ergießen, hineinfließen, enden’ (19. Jh.), wohl aus Mündung rückgebildet; doch vgl. ahd. munden ‘zusammenfließen’ (um 1000) sowie das Kollektivum ahd. gimundi n. ‘Mund, Flußmündung’ (9./10. Jh.), aengl. gemȳþe n. ‘Flußmündung’, in Ortsnamen ahd. Lechsgimundi, mhd. Gemünde, nhd. Gemünd(en), Schwäbisch Gmünd, Neckargemünd und Travemünde. Mündung f. ‘das Hinein-, Zusammenfließen, der Ort des Zusammenflusses’ (18. Jh.), häufig in technischer Verwendung anschließend an Mund im Sinne von ‘Öffnung’, vgl. Mündung eines Geschützes (18. Jh.). mündlich Adj. ‘durch den Mund geäußert, nicht schriftlich, nur in gesprochener Rede’ (16. Jh.), älter muntliche(n) Adv. (15. Jh.). Mundart f. natürlich entstandene Form der vorwiegend gesprochenen Sprache einer geographisch bestimmbaren Sprachgemeinschaft (17. Jh.), Ersatzwort für Dialekt (s. d.). mundfaul Adj. ‘wortkarg, redefaul’ (19. Jh.), oft für gröberes maulfaul. Mundraub m. ‘Entwendung von Lebensmitteln in kleiner Menge zum sofortigen Verbrauch’ (18. Jh.). Mundwerk n. ‘Rede, gute Redegabe’ (16. Jh.), anschließend an Mund als Organ zur Hervorbringung sprachlicher Laute, besonders großes, flinkes Mundwerk in bezug auf die Neigung zu anhaltendem, unüberlegtem, respektlosem Sprechen.
2262 Zeichen · 81 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Mündlich

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Mündlich , adj. et adv. mit dem Munde, doch nur so fern der Mund der Sitz der Sprachwerkzeuge ist, und zum Unterschiede …

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    mündlich

    Goethe-Wörterbuch

    mündlich -lig B3,224,9 , abgekürzt ‘mündl.’ B50,91,12 , vereinzelt subst neutr (auch in Kleinschr); überwiegend in Br in…

  3. modern
    Dialekt
    mündlich

    Elsässisches Wb. · +3 Parallelbelege

    mündlich [mìntlik Osenb. Bf. ; mìntli Ndhsn. Str. ; mntli K. ; mentli Z. Han. Betschd. ; mentliχ Wörth ] Adj. und Adv. …

  4. Spezial
    mündlichadj

    Dt.-Russ. phil. Termini · +1 Parallelbeleg

    mündlich , adj устный , п [gesprochen]

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit muendlich

4 Bildungen · 4 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von muendlich

mund + -lich

muendlich leitet sich vom Lemma mund ab mit Suffix -lich, mit Umlaut-Wechsel.

muendlich‑ als Erstglied (4 von 4)

mündlichrot

MeckWB

muendlich·rot

mündlichrot Adj. rotmundig: de Jungfer mündlichrot (die Sonne im Rätsel vom Schnee) Wo. V. 1, 99 d.

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „muendlich". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 8. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/muendlich/pfeifer_etym
MLA
Cotta, Marcel. „muendlich". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/muendlich/pfeifer_etym. Abgerufen 8. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „muendlich". lautwandel.de. Zugegriffen 8. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/muendlich/pfeifer_etym.
BibTeX
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