Miste, Mistem, Misten das Rhfrk, Mosfrk (
s. bei Mist die Verbr.) haben
die mist f. für ‘Misthaufen’ u. ‘Mist 1’, während das Geb.
mist m. für Mist 1, 2 dasselbe Wort haben (
s. bei Mist 2); doch am O- u. WRande dieses Geb. gilt für Mist 2
miste f., u. zwar
mesdə Siegld, Altk (zur Sieg hin);
mestə, –i- OSieg, Waldbr, Wippf, Gummb, Lennep, Mettm, Sol, Ruhr (
-i-) [
mest rip. Sol, Düss-Ld], Pl.
-stən; u. am WRande in Prüm, Malm, Schleid, SMonsch (
meistə)
mest u.
mestən, Pl.
-stən [
mestər Sg. Schleid-Ripsd;
mestə Dat. Sg.
m. Daun-Dockw]; dann in unmittelbarer Folge in Monsch, Eup-Ld, Aach-Ld, vereinzelt noch in Bergh-Hüchelhv
mezs, meis, mēs, Pl.
-stə; u. im Anschluss daran in Aach-Merkst, Geilk, Heinsb, Kemp-Lobberich
mestə, –i-, –ē- Sg. u. Pl. [
mestə u.
mestəm eigentl.
Misttum)
m., Demin.
-stəmkə Heinsb-Breberen Tüddern;
-i- Millen Saeffelen;
mēs f., Pl.
-stə Kref-Strümp]: 1. Misthaufen auf dem Hofe, Düngergrube;
ihr hat en ördliche Meste Altk, Allg. [
die Ferkesmes Wühlplatz der Schweine Kref-Strümp]. RA.:
Du löfs de Meste(n) no von Bekannten zu B., um bewirtet zu werden Aach-Ld.
Mer ment (meint),
dat hätts de op der Meste fonnen dieses schmutzige Tuch Altk-NFischb, Siegld.
Dat es net op oser M. gewasse das rührt nicht von uns her Siegld.
De hädde ech och lewer of der M. we am Desch ebd. De mott auk ümmer op de Miste sitten von einer Frau, die nicht aus dem Hause kommt Ruhr.
Wann deng Vadder der (Jungen)
noch möh hät, kann her dech op de Meste setzen sehr klug bist du nicht Altk-Betzd Wissen Fischbacherhütte.
Du (der du das nicht essen magst)
kanns jo op Hengstenbergs (Hotel H.)
Miste gohn Gummb-Wiehl.
Komm du es langs ous Meste, dann sas de ens siəhn! Gummb, Siegld;
kömmste an use Meste langs, da zack (hetze)
ech der de Kitzhahn an! Sol-Pattschd.
E schrift, wie en Hahn op der Meste schärrt Wippf-Hardt.
Op minner Miste kratzen nich so Klucke (Hennen) sagt der Bauer, wenn er eine geputzte Dame sieht Gummb-Stromb.
Der Hahn es frech op sinner Mesten Sol, Allg. (
s. Hahn).
Der es nich widder (weiter)
kummen as van der Husdüər bis op de Meste Gummb.
Der Bur darf gei Geild en der Kasten on geinen Mest en der Mesten han beides muss verwandt werden Sol. — 2.a.
mestə scherzh. Halde, Ablagerungsstelle, Spreite, in der Bergmspr. Altk, Siegld. — b. übertr.
mestən träge Person Schleid-Hellenth.