Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
mios
Viertel des 9. Jh.s, Zeit des Gl.eintrags un-
bekannt, bair.). 484,49 (9. oder 10. Jh., alem.);
4,248,1 (Hs. 1. Viertel des 9. Jh.s, Zeit des
Gl.eintrags unbekannt, bair.) und weitere Gl.:
‚Moos, mufa [= muscus ?], muscus, tuscus [=
muscus]; Alge, alga, herba maritima; Flaum
(von Pflanzen, Tieren), lana terrae, lanugo‘
<〈Var.: -eo-, -ie-, mis>〉. – Mhd. mies st.n./m.
‚Moos‘, frühnhd. mies n. ‚Moos (als Pflanze
und Füllstoff), Moosflechte‘, übertr. ‚Haut-
schorf, Grind, moosähnlicher Hautauswuchs‘,
auch ‚sumpfiges Gelände‘, nhd. dial. schweiz.
mies m./n. ‚Moos, eingetrockneter Schleim in
den Augenwinkeln‘, els. mies, mis f. ‚Sumpf,
Moor, Moos‘, bad. mies n. (älter auch m.)
‚Moos, ein Unterwassergewächs‘, schwäb. mies
n. ‚Moos, unterseeisches Armleuchtergewächs,
Moor‘, vorarlb. mies n. ‚Moos, Sumpfboden‘,
bair. mies m./n. ‚Moos‘, kärnt. mies m. ‚Moos,
Baummoos‘, tirol. mies n. ‚Moos‘, steir. in
miesling m. Name eines essbaren Pilzes, der im
Moos wächst, hochspr. noch in Miesmuschel f.
‚längliche, blauschwarze Muschel, besonders
im Atlantik vorkommende Muschel, die sich an
Steinen oder Pfählen festsetzt‘.