Eintrag · Frühneuhochdeutsches Wb. (FWB)
merung
merung
- ›Gedeihen, positive Entwicklung; Förderung, Hebung, Steigung, Steigerung von Gegebenheiten sozialer, moralischer, psychischer Art‹; merung 1 erscheint dabei teils als Entwicklung aus einer inneren Anl
- ›Förderung eines Herrschafts-, Verwaltungs- oder Sozialraumes durch die Obrigkeit‹; resultativ: ›Wohlfahrt, Gedeihen des betroffenen Raumes‹
- ›Verstärkung, Zunahme eines negativ bewerteten Zustandes oder einer entsprechenden Handlung‹, eher als nomen acti wie als nomen actionis lesbar
- ›rechtlich zulässige, aber den Ablauf des Verfahrens störende Ergänzung eines Textes bzw. der im Text festgelegten Inhalte‹
- ›Vermehrung, Fortpflanzung (von Menschen, menschenähnlich gedachten Wesen und Tieren gesagt)‹; als Metonymie auch: ›Fortpflanzungsfähigkeit‹; s. die Belegkommentare zu Mayer (s. u.) und Baptist-Hlawat
- s. 1meren 7.
- ›Ausdehnung, Vergrößerung e. S. in der Horizontalen, in der Vertikalen (der Höhe, in dieser Dimension auch ütr.), in der Masse wie im Umfang‹; je nach Bezugsgröße im einzelnen z. B. ›Erweiterung e. S.
- ›Vervielfachung (von konkreten wie abstrakten Bezugsgrößen gesagt)‹; im einzelnen auch: ›Aufhäufung‹; ›Wiederholung‹
- ›Mehrheit (der Stimmen einer Versammlung)‹; generell: ›Mehrzahl (der Menschen einer im Rahmen des Textinhaltes relevanten Gruppe)‹
- s. mer (Adj.) 18.