Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
mauscheln
mauscheln
mauscheln Vb. ‘undeutlich reden, Heimlichkeiten treiben, zweifelhafte und undurchsichtige Geschäfte machen, betrügen’. Das Verb, im 17. Jh. zuerst bezeugt, dürfte aus dem Rotw. stammen und aus verschiedenen Vorstufen zusammengeflossen sein. Heranzuziehen sind rotw. mauscheln ‘betrügen’, mundartliches muscheln ‘undeutlich reden (um von anderen nicht verstanden zu werden), heimlich tun, betrügen (besonders beim Kartenspiel)’, vgl. Mauscheln ‘Kartenglücksspiel’ (um 1900). Daneben steht rotw. mauscheln ‘in jüdischer Sprechweise reden’, abgeleitet von rotw. Mauschel ‘armer Jude’, Koseform zu Mausche, der aschkenas. Form von hebr. Mōšē, d. i. Moses.