lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

Mann II

nur Dial. · 1 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
Anchors
1 in 1 Wb.
Sprachstufen
1 von 16
Verweise rein
3
Verweise raus
6

Eintrag · Rheinisches Wb.

Mann II

Bd. 5, Sp. 818
Mann II die verbreitetste Form ist man; doch -ā- Trier, Wittl, Bitb, Prüm (hier nicht allg.), Malm, auch Schleid hier u. da bis zur oAhr (Liers); dann -ā- n. u. w. einschl. Mörs-Friemersh Rumeln Kaldenhsn Vennikel Capellen Niep Vluyn Neunk bis einschl. Mörs-Binsh Vierbaum Rheinkamp Niephsnf Rayen im N.; Siegld [mān OAltk (Sieg)]; manə (absol.) Eup, Selfk; im sndfrk Trübungsgeb. mǫn; n. einschl. Erk-OKrüchten Tetelr Merbeck, Kemp-Leloh Fischeln Hehler Dohr Hausen, MGladb-Beberich Helenabrunn Hamm Donk bis Geld-Niederd Herongen Wankum Wachtendonk Gelinter, Kemp-Schmalbr Broich SHubert Orbr Hüls, Kref-Traar, Mörs-Kaldenhsn Hohenbudbg --; der Pl. męnər, im Geb. der Schärfung -ę·n.- [zum Sg. mān in der WEif mēnər, –E-; im Rip, aber vielfach veralt., mę·n.dər; Eup, Aach, Selfk -a-, ma·n.tsl ȳ:, verächtl. mę·n.; zu mā, Pl. męnər Siegld; in Bitb-Ehlenz Hütting, Prüm der Pl. mę·n. in der Verb. gut (deck) Männ sen gute Freunde sein; in Prüm auch mę·n. in der Bed. ‘Kerle’, su en Männ wie mir; dir sid mir M. (sonst mę·n.ər); in Schleid, oAhr (Liers) allg. mę·n.; Monsch-Witzerath Pl. man u. mę·n.; Eusk, Rheinb mę·n. nur in wegwerfendem Sinne, de Männ dugen dem Düvel em Arsch net; de M. machen de ganze Efel onsicher; im mān, –- Geb. des SNfrk u. Mörs Sg. u. Pl.; NWErk Pl. mę·n., aber meist ma·n.tsly; de Mę·n. te Kävele Schützengilde zu Kevelaer; im kollekt. Sinne steht meist Mannsleut, u. manche MA. verwenden auch im Sinne von 1 a α nur diesen Pl., so dass hier ein besonderer Pl. von Mann fehlt] [Besonderheiten zum Pl. s. bei den einzelnen Bed.; die Demin.formen s. bei 2] m.: 1. die nicht verkleinerte Form. a. erwachsener männl. Mensch. α. der M. für sich, mit all seinen körperlichen u. geistigen Artmerkmalen, bes. unter Betonung seiner körperl. Kraft, seiner Willensstärke, Zielsicherheit, Zuverlässigkeit; dat es (doch) noch ene M. ene ganze M. auf den man sich verlassen kann; du bös doch (ene) M.; du wells ene M. sen! das Leid wird dich doch nicht so niederdrücken, dass du verzagst, jammerst; sech als M. zege; dat es kene M. ohne Charakterstärke; der es menge M. mit dem kann ich gehen, er ist, wie ich ihn wünsche; ech kenne menge M. er hält, was er verspricht; ech sen der M. derfür (derno) ich kann das leisten, besorgen, stehe dafür ein, bürge dafür; senge M. stelle, stohn leisten, was ein M. kann, seine Pflicht tun, sich behaupten; de fingk (findet, hat gefunge) singe M. der ihm gewachsen ist, der ihn bewältigen, zurechtweisen kann; M. gege M. Rip, Allg.; de mecht sech de M. bei emmes tut sich hervor, um sich einzuschmeicheln, sich in ein vorteilhaftes Licht zu stellen, brüstet sich Prüm; et es Nut an (am) M.; den ös on den onrechte (richtigen, seinen) M. komm hat einen überlegenen Gegner gefunden Trier, Allg.; de könnt och op sinne M. dass. Erk-Bellinghv; de sall och wahl noch ens op senge M. lofe! Schleid-Reifferschd. — Manns genog für jet sen selber stark, mutig, geschickt genug zu einer Tat (Arbeit) sein; ech sen des Manns May, Rip, Erk; de es meahr Manns äs du stärker Elbf; jet Manns sen welle den grossen M. spielen wollen Schleid-Hellenth; dat es des Manns z. B. ein däftiges Butterbrot Gummb (im übrigen s. bei manns, das als Präd. u. Attrib. gilt). — RA.: E M., e Wort! Allg.; e W. e M.; e M., e W.! Köln-Stdt; ä M., ä M.; ä W., ä W. oder en Hondsfott! Bitb-Mettend. Ene M. (geht, es) ene Weg Rip, Berg, Ruhr. Dat es genge M. wie enen angere M., söns wür et at (schon) lang enen angere M. er hat seine besonderen Eigenheiten Aach-Stdt. Selfs es der M.! Rip. Der M. self ös beəter we der Bott (Boten) twelf MGladb. Wenn de Tit (Zeit) dor es, mott de M. dor sin Mörs-Xanten. Wie der M., so de Bocks (Hose) man behandelt den M. nach seinem Auftreten Mörs; wie de M., su (briet ‘brät’ mer im) de Wuərsch (Wurst) Rip, Sol, SNfrk, Mörs, Rees, Ess. Fresse un saufe, dat steht uns wohl an; hommer de Ponz voll, do simmer ä M. Saarbr-Herrensohr. Schwer se drohn es fir e Mannes Mon (Magen) Merz-Keuching. Eins Manns es eines Senns Köln-Stdt. He es ene M. bei (van) der Spräuz (Spritz ‘Brandspritze’) immer auf dem Fleck, wenn es gilt, hilfsbereit Köln, Elbf. Wann de Nut an de M. geht; do es och N. an M. in höchster Notwehr, wo es hoch nötig ist Rip, Allg. Der starke Wein geht an den M. Wittl-Osann. — Der M. dorbowen Gott Mörs-Xanten. — Die Artmerkmale des M. im Gegensatz zu denen der Frau (u. anderer) schlechthin (ohne den Nebensinn des Verheiratetseins). RA.: Ne M. es esu alt, we he sich föhlt, en Frau esu alt, we se ussüht Köln-Stdt. Der M. kuckt weit, die Fr. kuckt dief (tief) Trier. Die Fr. un die Katz gehere in't Haus, de M. un de Hund enaus Simm, Goar, Koch, Altk, Waldbr; de M. on den H. motte in't Rond (Runde) (lope rond), de Fr. on de Mis (Katze) bliwe in't Hüs Klev, Rees. En al Fr., en al Koh, de lihre nicks mih zo; nen ale M., en alt Perd sin immer noch jet wert Rip, Verbr. E M. ewie eng Maus regiert (zwingt) eng Fr. ewie en Haus WBitb, Mosfrk, Sieg-Rhönd. Wo kene M. es, es kene Rot (Rat); wo ken Fr. es, es kene Stoot (Staat) Monsch, Allg. (s. Frau). Wo ke M. am (im) Haus as, do as ke Gerichs on ke Geschlichs kein Richten u. Schlichten Trier-Mehring, Der Alen Rot, der Jungen Dot (Tat), der Männer Hut steht nöt immer gut Trier-Schleidw. Et es kene M. esu got, of he hät ne Wolfszangk (-zahn) onger dem Hot Bergh, Dür, Jül; jeder M. hot sei Wolfszänncher, meine M. hot en ganz Schness voll Bernk, Trier; de Männer send all gout, häbben ävver all en Schell (Schelm MGladb) onger den Hout Kref. Der M. kann von allem esse, brauch awwer nit von allem ze wessen Saarl-Niedaltorf De Männer schidden de Kaffich och net on (in) de Schuhn sagen die des Kaffeetrinkens wegen geneckten Frauen Prüm-Ihren. Je alder der M., je stiver der Senn Aach-Gressenich. — Im übrigen können die besonderen Eigenschaften durch Attrib. betont werden; ene starke, ferme, düchtige, kloke, schlaue, gode (schlechte) M. usf. mit jeder Eigenschaft; ene siəkere M. vorsichtig Kemp-Dülken RA.: De löt (lässt) Gott ene gode M. sen er lässt alles mit Gemütsruhe an sich herankommen Rip, Allg. Gut M. sen mot enem gut Freund sein Prüm. Dat geht zum welle (wilden) M. nimmt ein schlimmes Ende Prüm-Ihren. Ne M. wie en Örgelche ein gemütlicher M. Schleid-Hellenth. — β. Der verheiratete M., Ehemann (dies Wort fehlt); die Frau nennt ihren M. menge M. (Rip auch menge Ühm) oder der menge oder he(r), herə (er) (her es net do) oder auch (bei Kindervorhandensein) use Vatter (Papp); sie ruft ihn selten: Mann (Ühm), komm es her, meist mit Vornamen (bei älteren Frauen hört man noch den Anruf mit dem FN des Mannes, so Sieg-Ittenb, Trier-Stdt veralt); vertraulicher neuzeitl. Vatter (Papp), komm es her! Rip, Allg.; die sen M. on Frau metenander; die gehüre beiənen wie M. on Fr. Rip, Allg. [ist der M. der Tochter, der Schwiegersohn, im Hause des Schwiegervaters ansässig, so heisst er (ese) M., der Schwiegervater (ese) Papp Bitb, Prüm]. RA.: En M. mutt en Fr. han, en Fr. mutt Kenger han; die send nöədiger för en Fr. as en M.; sös weren se em Lewen nich tefrieən Gummb-Berghsn. Wits du (wie du) M. bes wörde, ben ich Fr. woərde erwidert die Fr., wenn der M. sich ihr gegenüber etwas herausnehmen will Aach, Allg. M. on Wif is en Lif (Leib) Rip, Nfrk, — ävver nit einen Därm Köln-Stdt, — un wat de Fr. frett, üs de M. quit Meiderich; M. on Fr. sein a Leib, awwer nöt an Treip (Darm) Trier, — as e Gespann WEif, — es e Getau (Webstuhl) Geld, — sin en, mar as se sich schlohn, sin et der twee Klev, Rees. De M. es et Haup (Höt, de Kopp, Her) em Hus, ävver de Fr. es de Krun (Mötz) drop Rip, Nfrk. Ein Fr. es kein twei gut Männer wert Sol. Ne, min M. dankt! sagt die Frau, wenn man ihrem M. in der Wirtschaft noch ein Glas Bier bringen will; geflügeltes Wort = ich will nicht Gummb. M., schaff; Fr., fress! so heisst es für den M., wenn er verheiratet ist, Wahlspr. der faulen, gefrässigen Fr. Eusk-Billig, Sieg, Berg. Dat kann de M. esse, wenn de Fr. krank es gesagt, wenn eine Speise gut geraten ist Koch. Hät der M. der Röcke gewandt, dann hät de Fr. der Pott (Kochtopf) en der Hangk (Hand) Dür-Girbelsd. Der M. verdennt (verdient), de Fr. vertehrt Sol. En Fr. kann mih em Schützel (Schürze, Schlepp) erusdrage, äls ene M. möt ener Perdskar eren ka brenge Köln-Poulh, Allg. (s. Var. bei Frau, Schürze); en M. kon long krotzen, ih he et uteren (auseinander) hät, wenn de Fr. te Hop (Haufen) schert Kemp-SPeter; männiche M. kann an der Porz nit esu vill erenschleife, als de Fr. am Dörchen (Törchen) erusdräht Köln-Stdt. Em M. senger Schürendür, en der Fr.ən ihr Mul geht alles eren die Fr. kann nicht wirtschaften MülhRh-Overath. Schiəreschliff (Scherenschleifer), wat der M. verdengt (-dient), versüft et Wif! Aach-Stdt. Wenn de Männer suffe (saufen) gonnt, dann schwarde de Wiver Mule schimpfen sie MGladb. Wenn der M. Ber en Schnaps dränkt en de Fr. ne Spien (Span) en drei Deil dellt (teilt), da könne se noch neit ganz verderve Eup, Selfk. Wo en Wif, die bitt (beisst), wo en Henn, die kritt (kräht), wo en Diər (Mädchen), die flött (flötet), wo en Get (Ziege), die blöckt, wo de M. hät ene Penn (nicht recht bei Trost), en dat Hus es der Deuvel dren Kref. Wenn et Huhn krähjt för den Hahn on et Wif spreckt för den M., dann soll men et H. koppen on et W. kloppen Rees-Ringenbg. Het de M. en Ämpke (Amt), spellt de Fr. Madämmke Kemp-SHubert. Laufe de Mannder övver Dag de Kapellekere (Wirtshäuser) noə, des Ovends könnt jedderenge wörm (wiederum) geər e sing Farrkerich Aach-Stdt. Korze Geil (Gäule) on lang Renner (Rinder), vill Weiwer on wennig Kenner get reiche Männer Goar-Morshsn. Doə fällt jet, sät de M., duə feil (fiel) öm et Wif von et Bett Kemp. Wann et och alt (schon) ens donnert, sät de Fr., mer hät doch ene M. em Hus Köln-Stdt. Dat steiht dem M. nit nett, wann de Fr. de Botz (Hose) anhät ebd.; se es M. em Hus Rip, Allg.; die hät de M. an't Täuke (Tau, Seil) Mörs-Veen; Steck en M. ze glicher Zitt siə im Hause herrschen, von der Fr. Aach-Stdt. Wenn us Herrgott en Narr hon will, lesst er em alde M. de Fr. sterwe der Witmann kommt noch auf merkwürdige Heiratsgedanken Rhfrk. Van Hireson (Hörensagen) soll ke M. seng Fr. schlohn WEif (s. schlagen). Och, hätt ech doch noch minge leve M. noch; de verdent jeden Dag noch für en Knopploch schwarz Gar noch! Neuw-Mendt. Wat ne gode M. han ich, hät mich Pastuər gegevve, e stoucht et Für, e kouch der Thee, ich moss en selver drenke; wat ne gode M. han ich, e dräht der Sack no Möll on es der Esel selver! Dür-Stdt, — eich moss en selwer lowen, hen tast de Hohner, hen streicht (melkt) de Keh, he mecht mer och dack (oft) de Botter! Bitb-Betting. Menge M., de pif (raucht) net; m. M., de schnuf (priest) net; m. M., de drönkt och kene Branndeweng! Schleid. Minne M., m. M., m. Bockseknopp, de wollt ech emol verkofe, do schlog ech öm met de Pann op em Kopp, do ging dat Oos (Aas) mech lofe! Düss-Stdt. — En Fr kann us nem M. ne Engel mache odder och ne Düvel Dür-Gürzenich. Op dem Hau (Klev-Hau) schlöppt de M. bej de Fr.; op de Palz ok, in Goch ok noch Neckspr. Klev. Et es so kolt, et friest (friert) tösse M. on Fr. Rees, Nfrk, Rip. — Manns Muər (Schwiegermutter) es Frauen Deuvel Mettm, Mörs, — Düvels Underfoder (-futter) Köln-Stdt. — Scherzfr. Wat für ene M. hät ken Fr.? der Quallmann (Pellkartoffel) Köln-Schwadrf. Wann es de M. Herr em Haus? Wann de Fr. fort es Birkf-KirnSulzb. — Der M. vor der Verheiratung; ene M. krige, nenn (nehmen); seng Dochter an de M. brenge Rip, Allg. RA.: Danke, du sas ok en guden M. han! zu einem Mädchen Gummb-Berghsn. Leiven Her (Gott), gef mich enne Peər (Peter) en mi Söster (Schwester) enne Jann, dann ho be ver alle twee (zwei) enne M.! Heinsb Millen. O, du liewen Eisenmann (liewen, schwarzen M.), dir fehlt Holz un mir e M.! muss das Mädchen beim Pfändersp., den Ofen umarmend, sagen Trier-Schleidw, Zell-Irmenach, Prüm. All Mädcher kren en M., wenn se och en Buckel han! Daun-Tettschd, Allg. Fasselowend kömmt heran, alle Weiter (Wichter, Mädchen) kriegen nen M., ech on auch min Söster! Mettm. Dat Mädche moss ene M. han, on wanne us Strüh es Rip, Verbr. Wenn sei keinen andere krige kann, dann werd der Herr Jesus ehre M. dann geht sie ins Kloster Köln-Stdt; wenn me angersch net mih kann, nemmp me de H. J. zom M. Dür-Gürzenich, Weə ene Jong nömmt för singe M., moss lije (leiden), wat heə kann erhebliche Verschiedenheit des Alters hat gewöhnlich unangenehme Begleiterscheinungen Aach-Stdt. Alles küt an der M., sät et Mädche, nor ich nit Köln-Stdt. En schönen M., en netten M., sett en op den Düsch (Tisch) un ett (iss) dervan! Warnung an ein Mädchen, das einen hübschen Leichtfuss heiraten will Gummb, Ess. Et sen ken Männer, we et Freier sen MülhRh-BGladb. — Wer sech nit makt nat (nass), krit nen M., der spart Sol. Wenn et Water kokt tu lang, krisde sieve Johr gene M. Geilk, Verbr. (u. a. Regeln). — Dat Mädchen hät kene M. on doch en Kend, hät en K. ohne M. unehelich Rip, Allg. Ach Gottchen, sprach Lottchen, siewe Keannercher on kane M.; de K. han Leis-che (Läuse) on et Lottche kan Kamm! May-Trimbs, Neuw-Dierd, Birkf. — Waröm krit en Frau ihər ene M. als ene M. en Fr.? De Fr. höllt sech ene M. ut der Nas (d. h. ene Wolf ‘Nasenpopel’), ene M. ävver ken Fr. Grevbr-Hochneuk. — Volksbr. An jede Station des Kreuzweges zum Limberg bei Saarl-Dilling legen die jungen Mädchen Hölzchen hin, damit sie einen guten M. bekommen. — γ. Der Mann nach seiner sozialen Stellung; ene riche, arme M. Rip, Allg.; dat es en gemackten M. er steht sich sehr gut NBerg, Allg.; der klene (gerenge) M. einer aus der ärmeren, unteren Volksklasse; der gemene M. = der Bürgerschmann; e g.ə M. ein Hochgestellter, der nicht vornehm tut u. sich leutselig gibt Allg.; deck Männ reiche Leute; bei de Männ gohn sich an die Behörden wenden Schleid, Prüm. RA.: Rike Manns Känger (Kinder) on ärme M.s Hot (Holz) weərde gau (schnell) gruət Heinsb. Riche M.s Plane en arme M.s Höt (Haupt) es, as wenn en Möusch (Spatz) wie en Nachtigall flöt Monsch-Rohren. Dat es en armer M., der kän Maus ernähre kann Saarl-Niedaltorf. Wenn en a. M. ebbes hot, will et nit Dag weren Kreuzn. Wen usem Herrgott en a. M. schellig (schuldig) os, muss him en och gen die Armut ergeben tragen Prüm, Bitb, Malm, Köln. Wann der ä. M. zo nicks kumme soll, dann verlert (-liert) he et Brut us dem Sack Köln, Allg. Hean dimpt (qualmt, raucht so stark) wie en orme M., dea becht (bäckt) Bitb-Rittersd, WMosfrk. En klenen M. maken einen Bittgang, bes. zu Vorgesetzten machen Barm. Den gerenge M. mott ömmer ondersteke (-stecken) wird unterdrückt Mörs-Wallach. — δ. der M., nach seiner Beschäftigung, bes. der Arbeitsmann, der nicht im festen Lohnverhältnis steht, der gelegentlich aushilft; ech han noch ene M. zer Arbet nüdig; noch ene M. derbeihole; ech han noch ene M. engestallt Rip, Allg.; s. auch Arbeits-, Ackersch-, Berg-, Dreck-, Handwerks-, Handels-, Lumpen-, Milch-, Orgels-, Schiff-, Spielm.; der Pl. hierzu mit hinzugefügtem Zahlbegriff ist Mann, wievill M. häste en Ärbet; zwei M. fähle mer noch [an der uErft, Köln-Ld, Bergh sind die Manner Tagelöhner, hauptsächl. im Winter mit Dreschen, im Sommermit Mähen u. Gartenarbeit beschäftigt im Tagelohn = Ärbeitslöck, im Gegensatz zu den Peərdsknechte; der Pl. zu M. 1 a α β γ lautet dagegen Männer]. RA.: Wer et Mehl lett (lässt) ale (alt werden) on et Brut lett kale (kalt werden), de kann op et Johr ene M. miəh hale Aach-Eschw. Der geht sinne M. söke der Faulenzer Aach-Eschw. De hät der M. an dem tut mit ihm, was er will, ist immer hinter ihm Dür-Winden. Ek kenn M. en Perd kenne die Urheber der Geschichte Klev-Warbeyen. So M., so P. das eine stimmt genau zum andern, Anspielung auf die Wirtschaft eines Hofes Kref, Geld, Mörs, Rees. Du sos (sollst) M. on Perd nömen (nennen)! rücke mit der Sprache heraus Elbf. — Bes. ist der Lenker des Pferdegespannes der M., u. danach wird die rechte oder linke Seite des Gespannes genannt: vande(r)mann(s) rechts, u. so auch de Vande(r)mannssitt(-seite), et V.Perd; node(r)mann(s) links, u. so de Node(r)mannssitt, et N.Perd; ech han mech vandemann de Böss (Radbüchse) los gefahre; et Perd hat en Lähmp am Vamanns ödderben rechten Vorderbeine Verbr. ist diese Anwendung von der Ahr an [vāmanns, n:manns Aden-Hümmel, Schleid-Scheven, MüEif; vannəmanns Bo, Eup-Stdt)], in Eusk, Rheinb, Bo, Dür, Jül, Eup, Monsch, Erk-Doveren (vadərmanns) Rath Körrenz (vandərmanns u. usdərm.), Heinsb-Breberen Dremmen Erpen Karken Lümb Millen Saeffelen, Kemp-Waldniel (nonnəmannste Si); Andərmannsseck linke Seite Dür-Stdt, de Beimannsit, et B.perd Malm-Hünning; sonst gelten die gleichen Verb. mit Hand (s. d.); Nomannsvügel Schneegänse Wippf-Biesf Kürten Lindlar; Perd onger'm M. (unter dem M.) Sattelpferd Bergh, Grevbr. — Auch das Mitglied irgendeiner gleichartigen Gruppe wird M. genannt, so bei den Soldaten, in Vereinen, Arbeitsgemeinschaften, Schulklassen usf.; mer konnen kenen M. mih bei us bruchen; dat deht op de M. (pro M.) zehn Mark; bes op de letzte M. Rip, Allg.; beim Kartensp. dat es min M. Helfer beim Solosp.; ek han en guden M. tropen (getroffen); vie hant op den M. drei Schlag gemakt; der letzte M. das Kartensp. ‘schwarzer Peter’ Gummb; im Betriebe kommt nach dem Meister, auch der iərschte M. genannt, der tweide M., dann der dritte M., dann der Lehrjunge Berg; ek sin butermanns (ausser-) nehme am Spiel nicht teil, sehe bloss zu Gummb. — Der Pl. mit vorangestelltem Zahlbegriff ist Mann; mer sen en usem Verein zwanzig M.; wievill M. van üch sen blive (gefallen)? Rip, Allg.; auch wenn sich zufällig mehrere an einem Orte zusammenfanden, sagt einer: mer woren zo zehn M. do; et woren nur en paar M. hinkunn; sogar Frauen können sagen: mer sen (ze) drei M. hingegangen; met zwei M. hammer dat gemach Rip, Allg. [soll aber nach Geschlechtern unterschieden werden, dann heisst es auch bei vorgesetztem Zahlbegriff: et woren drei Frauen on zehn Männer do]; daher die Wend.: He es so voll (bezecht) wie hondert (dausend) M.; he friss für zwei (hondert) M.; ech sen hongerig wie zehn (hondert, dausend) M.; ech han Honger wie hondert M. Rip, Allg.; wer Ausdauer besitzt, hilt (hält) de letzte M. aus Simm-Laub; et as beim lezde M. von einem Gegenstand (bes. Porzellan), der in Gefahr kommt, zerbrochen zu werden Trier-Mehring; M. für M. alle Allg.; Jann on (alle) M. alle SNfrk, Klevld, Sieg-Odollend; mät M. en Mog (Verwandter) Mörs, Klev; met M. on Mus versupe NBerg, Allg. RA.: Et es der M. wie de Mensche jeder erhält den gleichen Anteil Aach-Stdt; der M. wie de Minsche alle gleich behandeln Erk-Körrenz. Möt Gewalt könne twei M. en Get (Ziege) twenge MGladb. De denkt nich an den hingersten (hintersten) M. nimmt keine Rücksicht Gummb. De fönfte M. hört onger den Desch Sol. Se sen en M.; se stonten do wie en M. alle wie die Mauer Rip; alles op enen M. driwen beim Spiel, der eine bezahlt alles Gummb. Verschiedene Stoffe sind gemischt, se sen ä M.; die Kartoffeln, zu Brei gekocht, sen ä (ein einziger) M. Bernk-Wintrich. Schritt fer Schr., M. fer M., wer den Schr. nit halle kann, es en dummer Eselsmann Abzählr. Bernk-Malborn. M. för M. en Vugel, dem Pittermann (als dem Kleinsten) en Blutfink! beim Verteilen scherzh. gesagt Gummb-Berghsn. — Erschter, zwäder, ... letschter M. in der Reihenfolge der Klickerspieler Verbr. Ottw, Saarbr, Wend, Birkf; he es Mannahn (-an) erster im Spiel MGladb. — ε. die Anrede an einen fremden M. ist M., lever M., mehr scherzh. u. ablehnend M. Goddes, wenn man einen besser Gekleideten nicht mit Her anredet oder sich allg. nicht mit du, ühr begnügt; M. (du M. do), komm es her; nä, lever M., dat kann ech der net son (l. um das Nichtkönnen etwas zu entschuldigen); nä, M. Goddes, dat es doch ze vill verlangk! Rip, Allg. — ζ. schon die Bed. 1 a γ, δ, ε, haben den Nebensinn ‘irgendeiner, alle’, u. so hat M. Sg. t. einen verallgemeinernden, kollektiven Sinn angenommen, wofür auch einer (Mensch, Kerl), Pl. all (Leute, Kerls) stehen kann (s. auch andermanns); dat kann doch jeder M.; et es kenem M. gesät (gesagt), dat et em emmer got geht (usf.) Rip, Allg.; dat es net aines (ainer) M.s Arwet Siegld. RA.: He kallt, we't der M. han well hängt den Mantel nach dem Winde Wermelsk. Wie der M., so dät Geschörr Siegld. De M. sohch de Ül (Eule) an, un de Ü. sohch de M. an sahen sich beide unverwandt an Rip, Nfrk. Den Bei (Bienenschwarm) lesst de M., wie en äs was der Bienenhalter in einem guten Jahr gewinnt, das büsst er in einem schlechten wieder ein Malm-Bütgenb. Dat leəgt der M. open Röck macht ihn schlapp Aach. Bruk (bewander, kik ... an, handele möt ...) de M. on lof (lobe, s. d.) en dann! Nfrk. Dem gohende M. nemmt mer ke Peərd af Dür. Dat Glöck sökt (sucht) den M. Wermelsk, Verbr. (s. Glück). Et Kleid, dat mät der M.; wer et hät, de deiht et an Köln-Stdt, Verbr. Et es ken Hängelschen (Handel) so kleng (klein), odder et ernährt sinnen M. Elbf. Der hondertste M. kennt et Klompemake net Nfrk. Jet an de M. brenge loswerden, ans Licht bringen, verraten Rip, Allg. Na de M. mott men de Bocks (Hose) make Mörs-Rheinbg. We nit ower de Katt (Katze) dögt (taugt), d. ok nit ower de M. wenn einer Tiere nicht gut behandelt, so ist er auch gegen die Menschen unfriedsam Geld. Wenn den Drank (Fusel) ös en de M., dann ös de Verstand (Wisheit) en de Kann Klevld, NBerg. Geht et Koəre (Roggen) iəver der M., gift et wenneg en der Wann Heinsb. Platz vor e M., 's kummt e Mick! spottweise, wenn ein kleiner M. daherkommt Saarbr. (u. so viele a. RA.) — Bes. auch im Kinderld. u. Rätsel. Et wor ens en M., der krup (kroch) in de Kann; do kr. he wiər drut; nu es de Geschichte ut! Gummb. Et wor emol en M., de hess (hiess) Bomba; B. hess e, decke Fürze less (liess) e Siegld. Et wor enne M., et wor enne M. van Sänte (Xanten), denn satt (sass) bej't Für on rührde de Papp (Brei) on litt (liess) sin Fräuke danze Mörs-Veen. Es war einmal ein kleiner M., hei, juchheidi, er nahm sich eine grosse Frau, hm, hm, hm usf. Verbr. Do kömmt ene M. van Viəsche (Viersen), de hat de Bocks voll Kiəsche! MGladb-Neersen. Fräuke, mackt de Dör es los en kickt es, wej dor es! Dor es ene M. met Klompe, den hät min utgeschompe; dor es ene M. met Schuhn, den well min wat duhn! Klev-Goch. Et kom en M. van Hüppentüpp, de ha en Kled van dusend Stück usf. der Hahn Gummb (mit Var. allg.). Höck (heute, am 30. XII.) küt ene M., de het esu vill Köpp, wie Dag em Johr sen? Bergh-Buir. Dri Köpp on tiehn Ben; wat es dat? Enne M. met twee Perd Geld (u. so vielfach in Rätseln). — Wer war das? Antw.: En M. möt zwei Bein Altk-NFischb, Verbr., — mit de Nas för de Kopp Ruhr, — met de vier Nase Aden-Virnebg —, er krommer Nos (Nase) Saarbg. NZerf, — met en ongekockte Nas för de Kopp Mörs-Alpen, — met de kromme Bein on der Jüddenas Ahrw-Löhnd, — met en blechene Jacken un ner porzellainene Bocks Trier-Olk, — mot dem Hot (Hut) Altk-Herdrf, — mit dem Hutmann Kreuzn-Kirn; der M., der de Häpestill mächt May-Polch, — de vun deheim fort is Goar, — den ebbes käft (kauft) Wittl-Salmrohr; dem annere M. sei Bu (Bub, Jung) Hunsr, May-Pillig, Daun, Wittl, Saarbg; de M. va Kerschoət Malm-Burg Reuland; de M. us Küətelsjann, de alles süht on alles kann MGladb-Rheind; ne M. van Wehr, scheck em en Bref, dann küt e bos her Aden-Virnebg; der M. vom Zwehr, steht en Kölle on seht bes her Altk-Willr; de M. von Wehr, die Fra von Zesse (Zissen), dat anner brauchste net ze wesse! Kobl-Mülh. — Mit bezeichnenden Beiwörtern. Ne kleine M. un e gross Hetz (Herz) Köln-Stdt. Ein gruate M. üs en Ledder (Leiter) im Hus MühlRuhr. Mer kann keinem nacke M. en de Täsch kacke ebd. Den dicken M. schiwen (scheiben) einen Hügel, zusammengekauert, hinabrollen, im Spiel Elbf; decker M. ein Knabensp., wobei eine Spielerkette um den Flügelmann gewickelt wird Altk-Bachenbg. Kleiner M. kosend, Knabe Allg. En jonge M. muss viermol verderwen, ih hen haushalen kann Eif (o. O.). Al Männer fangen ken Funken meh sind der Liebe nicht mehr zugänglich Gummb-Berghsn. En aulen (alter) M. es en M. van enem Dag er kann bald sterben Elbf. Ovve (Ofen), Bett un Kann sin got dem ale M. Köln-Stdt. He geht durch et Wedder, on wonn et al Männer rent (regnet) Prüm-Ihren. Stellt Misgawele uf, et rent (regnet) alde Männer! Simm-Horn. Zent Jann (28. VII.) wellt ne dude M. Rip. (s. Johann). Em hose (schneller) M. ös kene Esel bedient Prüm. Liever för en Hongsfott (Hundegesäss, Feigling) derduərgoəhn, als för ene iəhrlek M. duət blive Kemp-Amern SAnton (u. so viele RA.). — b. mehr oder weniger übertr. α. der hellege M. der hl. Nikolaus u. das Geschenk an seinem Tage, in der Kinderspr., aus den Städten auch aufs Land vordringend u. hier Klos bedrängend; der h. M. rit (reitet) bringt Geschenke Aach-Stdt. Wer der h. M. kennt, dem brängke nicks mih Köln-Stdt. Der h. M.s Hof (Haufen) os ze gruəss man hat des Guten zuviel Schleid-Hellenth. — β. der M. em Mond (s. d.), der eine Schanze auf dem Rücken trägt Allg.; der M. met der Holzkipe Siegld-Würgend, — met enem Besen Dür-GrHau, — met ener Bürd Röbe (Rüben, s. d.) Rheinb-Queckenbg, — met dem Grenzsten Malm-Grüffl, — mat dem ruden (roten) Licht Trier-Minden; der besoffene M. Vollmond Trier-Crettnach. — γ. do köt de M. mät de gruəsse Mul der Wind, wenn er bläst Sieg-Odollend. — δ. einem Mädchen, von dem sich nach einem langen Verhältnis der Bursche trennte und der dann ein anderes heiratet, wird an dessen Hochzeitstage en M. (Strohmann) op et Dach (op de Bom) gesatt Eif, Rip, SNfrk. — ε. Vogelscheuche auf dem Felde Allg. — ζ. Nikolausgebäck, in M.form Daun-Dreis. — η. der M. ein Hüpfsp., wobei es gilt in die Abteilungen einer auf den Boden gezeichneten Figur (in M.form) einen Stein zu stossen Neuw. — θ. der schwarze M. der Teufel, Schreckgespenst (beliebtes Kindersp.: wer fürchtet sich vor dem schw. M.? (auch Männche üvver de Bröck Köln-Stadt) Allg., in der Kinderspr.; der glöhnige M. dass. u. umgehender Geist dessen, der den Grenzstein versetzte Rip; der bise (böse) M. Bernk; et gro Männche Wend; der M. ohne Kopp Schreckgestalt Monsch, Rheinb; de M., der de Aən (Augen) of em Teller leien hat Merz, Ottw; der M. met de glehnige Zänn (Zähnen), — met dem Sack Koch, — met dat ruə (roten) Garn e jen Zengt (Zeine) Monsch, — der Blechnos (-nase), Wittl. — Der M. kreit enen man wird schläferig, in der Bergmspr. Altk, Siegld. — ι. alder M. abgebautes u. mit Bergen zugesetztes Feld im Kohlenbergwerk; mer hon en a. M. erschlahn wir sind beim Arbeiten im Gestein auf einen a. M. gestossen Saargeb., Wurmgeb., Altk, Siegld; doder M. Ruhr. — κ. den alde M. die letzte Garbe, der letzte Kartoffelstrauch, dem Besitzer überreicht: Dor kümmp den olde grise M., den will gern begote (begossen) sinn met Water un met Fuselkann! Dinsl-Walsum. Hier steht den alde grise M., den nimmer gohn of stohn mehr kann; hei hät so lang gefrüt (gewühlt) in de Erd en wett ge (wisst ihr), wat de M. begährt? Hej hät ene nackse, kahle Kopp en hätt ock gern en Natten (Nassen) drop! Klev-Donsbrüggen. Hier üs den olde grise M., den de Koste (Krusten) niet mehr bite kann, den het se langk krumm gelege un üs verhungert un verdorst (verdurstet); gej sollt so gut sin un nätten (nässen) üm en bitje! Ruhr, Verbr. in Klev, Rees, Ruhr. — λ. ale Männer un ale Wiwer Art breiter Zuckererbsen Gummb. — μ. langen M. Mittelfinger, im F.märchen Wittl-Greimerath; grosser M. Simm-Ellern, Zell-Raversbeuren; klener M. kleiner F. Bitb-Fliessem. — ν. der ärme M. Schulterknochen des geschlachteten Schweines Dür-Drove, Aach-Breinig. — j. glöhnige Mänder eine Pflanze Rheinb-GrBüllesh. — ο. ne klene M. em Uhr han bezecht sein Bo-Stdt. — π. kene M. han keine Lust Grevbr-Weckhv. — 2. die verkleinerte Form męnχə, mę·n.χə(n) [m. Malm-Dürler], mę·n.əkə, –ntjə a. neben Mann stehend. α. ein kleiner Mann, auch en klen (Männ Kemp-Dülken) M.; M. wird oft an FN bei kleinen Personen angehängt, z. B. et Kulemännche (er hatte sein Haus in der Kul (Vertiefung) Sieg-Ägid, et Konne-, Krinemänneke Erk-Elmpt u. so Allg. RA.: He es en ege (eigenartiger) M., wat e emol dren hat, schleht em kene drut MGladb-Korschenbr. He es so feste wie dät M. am Owe Siegen. Ech hau dech, dat de net wess, of de e M. odder e Wifche bös! Rip, Allg. Doll M., mach mech doll! singen die Kinder, indem sie sich im Kreise drehen Koch-Lutzerath. Krig en M.! Hetzruf an den Hund Bergh, Dür, Jül, Geilk. Ech han M.cher em Bauch Magenkollern Trier-OBillig. Ene zom klene M. make so lange prügeln, bis er sich zusammenduckt MGladb-Rheind. — Gern im Kinderld. u. Rätsel. Et wor emol e M., dat kroch en e Kännche; do kom et widder erus, do wor et Verzällche (Stöckske) us Rip, Allg. Et gäht e M. iwer de Breck, dräht en Sack of dem Reck, släht et widder de Posten, der P. kracht, un et M. lacht, dau bas ab! Abzählr. Trier-Olewig, May. Et ging e M. üwwer en Bröck, lag sech en de Pohl (Pfuhl), de P., de krach, dat M. lach, pi, pa, en de Bach! Neuw-Leubsd. Et wor en M., dat wor nit wis (weiss), dat bauden sech en Hüsken op et Is, on äs dat H. ferdeg wor, da woll hei ock gern wat drin höbben; du woss hei nit, wie dat hiten (heissen) sall usf. Mörs. Twie Männekes Water holen, tw. M. pompen, da kickt et Pastörken tum Fenster herut on säggt: ühr twi si Lompen! Fingersp. Kemp-Kaldenk. Ech ha en klen M., dat sturf mir af; do kret ech et mir am Benchen un schleppt et in et Gräfchen; de Schliche, die sungen, die Frösche, die sprungen usf. Gummb-Wiehl. Doll M., d. M., wat häste en dem Kännche? Rude Wing (Wein) on weisse W., morge soll de Huchzeit sen! Ahrw-Sinzig. Satt (sass) en M. in et Holt, hatt en rot Röckske an en (und) en schwart Mötzke op met Tömpkes dran? Hagebutte Geld. Dor satt en M. in et Holt en hej es so stolt, en niemes spreckt öm tege (gegen)? der Prediger auf dem Predigtstuhl Geld. Ich wäss e Heis-che, an dem H. sen finf Männercher, jere M. hot sei eige H.? Apfelkerne Bernk-Wederath (u. so viele andere). — Im Kindersp., z. B. isere M.; M. üvver de Bröck; M.əs om Bähnche; blanne (blind) M. spielen (s. d. W.) — Caseler Määncher Neckn. für die von Trier-Casel, die das ä lang hinziehen. — β. kosende Anrede zu kleinen Jungen, lef M. Allg. [Männ Kosen. für Mann u. Knabe Köln-Stdt, Eusk-Lechenich, MGladb-Rheydt], gern verb. mit den Rufn., wie Pitter-, Juppe-, Heinemännchen. — γ. drohender Anruf (auch zu Kindern u. Frauen!); M., M., M., dat wird dir oprötsche! das musst du büssen; wart M., ech sall dech lihre! Rip, Allg.; mi M., wie künnste mech für! Grevbr-Wickr; M., wenn ich dich krig! Aach, Allg.; wat (was), M., wie schmeck de Ber (Birne)! diese Ohrfeige Köln-Stdt (auch wa, M.) — δ. der M. im Monde. RA.: Es jet am Mönche, dann es och jet am M. Aach-Eschw Warden. — ε. Vogelscheuche Allg. — ζ. Schreckgespenst, Spuk, z. B. das gro M. im dörige (dornigen) Schlag Saarbr-Feching; dat gro M. Wend; et weisse M. Siegld.; dat Ohfelder M. Kobl-Horchh. — Männkes Zwerge = Erdmännkes NWErk. — η. Gebildweck zu St. Nikolaus, Weihnachten Kreuzn-Weinsh, Geld. — θ. klen Männeke kleiner Finger, im F.märchen Geld. — ι. e M. (Luh), e Luhm. Bürde Lohe, ½ Zentner wiegend Wittl-Binsf. — κ. glöhnige Männcher Pl. eine Blume Rheinb-GrBüllesh. — b. nur das Demin. u. mehr oder weniger übertr. α. persönl. αα. das M. der kleinern Tiere (Vögel, u. da, wo für das M. kein besonderer Name vorhanden ist), im Gegens. zum Weibchen [MülhRuhr mę·n.šə, gegenüber sonst męnəkə]. M. Bufink leichtsinniger Bursche Kreuzn. De levve wie de Kanaljevüget, do schleiht et M. scherzh. von einer Ehe, in der der Mann die Frau prügelt Köln-Stdt. Wie kammer kenne, of en Fleg (Fliege) e M. odder e Wifche ös? Wammer se dörch de Zänn (Zähne) züg (zieht) on de Klöte (Hoden) bliven enem en de Z. hange, ös et e M. Rheinb-Meckenh. — Mannche (ohne Umlaut) Lockr. für den Kanarienvogel Sieg; Manntje für Geflügel, bes. Taube Selfk; Männ Rufn. für eine Kuh, ein Kalb Saarbg-Schoden, Mörs-Hombg; für ein pferd May-Hatzenport, Kobl-Moselweiss; für einen Hund Düss-Mündelh. — ββ. et es e M. dren eine Made, Wurmstich im Obste Merz-Schweml, Schleid-Üdelhv (man), Dür-Merken, MGladb-Neersen, Kemp-Tönnisbg. — γγ. M., M., fleg emol, fl. mer net ze huh, dann beisst dech och kain Fluh! zum Maikäfer Kobl-Stdt. — δδ. Mannekes scherzh. Kopfläuse Mörs, Klev. — β. sachl. αα. dat geəve Männkes möt Schnorritzkes (Schnurrbärten) preussische Taler, so sagt der Bauer, wenn er etwas gut verkauft hat Kemp. — ββ. will Männeke Kornrade Klev-Nütterden. — γγ. Bildchen jeder Art, wie Kinder sie malen, oder aus Ton oder Teig geformt Allg. [jedes Bildchen Kemp, Barm, hier auch Männschesbogen ‘Bilderbogen’]. Pinkelche (Punkt), P., P., Komma, Strich, ferdig is des Angesicht, het e rot Röckelche an, Bän wie e Seschter, Arm wie e Kräckser, Hor stehn in de Luft, ferdig is der kleine Schuft! sagt das Kind, wenn es M. malt Meis-Medard. — M.cher (-kes) henner enen machen Fratzen schneiden Allg.; enge (einen) Männsjere moəle (mache) einem etwas vorschreiben, ihn aufschwänzen Aach-Merkst. — δδ. Nasenpopel Saarl-OEsch, Bergh-Elsd, Erk, MGladb, Grevbr. — εε. scherzh. Penis Rip, Düss-Stdt; Pimännchen OBerg. — ζζ. Pupille des Auges, auch Ogem. MüEif. — ηη. mēnχən m. Verbindungsstange zwischen dem Grindel u. Kopf des Pfluges, am Pfl. vorn in den Vorderarmen (Firkels) hin- u. hergehender schleuderartiger Teil, an dessen obersten, vordersten Ende der Eisenhaken sich befindet, in dem das Rienschelt mit einem Eisenringe eingehängt wird, wenn der Pfl. vom Vieh soll fortgezogen werden Saarbg-Rommelfang, Bitb, SPrüm.; Männchen Verbindungsstange zwischen Trittbrett u. Spule am Spinnrad Kreuzn-Waldböckelh, Trier-Eitelsb Minden, Bitb-Messerich, Prüm-Lambertsbg (m.), Schleid-Wollseifen, Klev-Hülm. — θθ. Hafergarbe, je eine oder zu drei auf dem Felde aufgestellt Monsch, Malm. — ιι. Ruderschaft Rheinschiff. — κκ. klein M. kleinster Klicker Prüm-Rommersh. — λλ. M. em Mantel mit Teig umbackener Apfel Sieg-Siegbg. — μμ. Männcher un Frachen (Fräuchen) Haken u. Ösen am Kleide Merz-Stdt, Trier-Euren Stdt, Prüm-Pronsf, — un Weibche Saarbr, Meis-Raumb, Goar-Boppard. — νν. scherzh. Ohrfeige; ek gef dek glik en M.! Elbf, Barm; en Wamännche Köln-Stdt. — jj. Protokoll, Strafbefehl Eusk-Euenh. — οο. Der Hase mach M.ər vom Spielen der Hasen u. Kaninchen, Hunden; vom Zugvieh, bocken, sich in die Höhe richten; übertr. lächerliche Gesten machen, Dummheiten, Possen machen; durch allerlei Ausflüchte eine Sache ablehnen oder verzögern, widerspenstig sein; mach (mer) kein (gecke) M.chər für; mach net lang M.chər; he mat net lang M.chər; loss deng M.chər sen! Rip, Allg.; mak dich märr gen Männekes! SNfrk [in NWErk, Kemp auch męnskəs], Klevld; der macht M.ər wie e Aff Ottw-Heiligenwald; der Narr hät sebbe M. on sechs Stöhlche em Kopp Bo; he werde korte (kurze) M.chər gemat kurzen Prozess Sieg-Rheidt; er macht's M. er prahlt, ist ein Windbeutel Kreuzn; et M. an enem han; ene för et M. halde zum Besten, Narren halten MGladb, Erk. — ππ. er sieht (de) Männercher er phantasiert, ist völlig bezecht, hat das Delirium, redet oder macht Unsinn, ist nicht ganz normal Trier, Bitb, Prüm; er hot de M.ərcher dass. Simm-Rheinböllen; e hät M. Neuw-Linz, Sieg-ODollend — die Männ Sieg-Königswinter, MGladb-Kleinenbr — de Männ(e)kes SNfrk, Klevld; he hot die M.ərcher kriet das Delirium Zell-Sohren; he krit de Männkes üble Launen MGladb, — de M.chər Albdruck Bo-Stdt.
35464 Zeichen · 1054 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. modern
    Dialekt
    Mann II

    Rheinisches Wb.

    Mann II die verbreitetste Form ist man ; doch -ā- Trier , Wittl , Bitb , Prüm (hier nicht allg.), Malm , auch Schleid hi…

Verweisungsnetz

9 Knoten, 9 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Anchor 1 Kompositum 8

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit mannii

0 Bildungen · 0 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Keine Komposita gefunden — mannii kommt in keinem anderen Lemma als Erst- oder Zweitglied vor.

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „mannii". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 9. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/mannii/rhwb
MLA
Cotta, Marcel. „mannii". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/mannii/rhwb. Abgerufen 9. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „mannii". lautwandel.de. Zugegriffen 9. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/mannii/rhwb.
BibTeX
@misc{lautwandel_mannii_2026,
  author       = {Cotta, Marcel},
  title        = {„mannii"},
  year         = {2026},
  howpublished = {lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern},
  url          = {https://lautwandel.de/lemma/mannii/rhwb},
  urldate      = {2026-05-09},
}