Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
luoen
weiteren Gl.:
‚brüllen, brummen, schnauben,, im Part.
schreien; ingemere, mugire, rudere‘
Präs.
‚bombosus‘〈Var.: hl-; -oi-, -ua-, -ui-〉.
Im Voc ist altes anl. h- bewahrt. In der 3.Sg.
lohit in Gl. 4,332,32 (Cbm. Cat. 14/3, Hs.
9. Jh., Zeit des Gl.eintrags unbekannt, bair.)
ist, wie öfters bei den Verba pura, -h- ein-
geschoben, beim Inf. luogin in Gl. 2,679,60
(Schlettstadt, Ms. 7, 1. Viertel des 12. Jh.s,
alem.) -g- (vgl. Braune-Reiffenstein 2004:
§ 359 Anm. 4). – Mhd. lüejen, lüegen, lüe-
wen, lüen, md. lûjen, lûwen sw.v.
‚brüllen‘,
nhd. mdartl. schweiz. lüejen sw.v.
‚brüllen,, schwäb. lüen
laut schreien‘
‚schreien, brül-, vorarlb. lüen
len‘
‚brüllen, weinen, schrei-, kärnt. lüen
en‘
‚muhen, brüllen‘, tirol. liejen,
lienen
‚leise plärren, brüllen, heulen‘; vgl.
steir. luieren
‚jammern, klagen, schreien‘
und mit dem Fortsetzer des Suffixes urgerm.
*-iti̯a- luletzen
‚almerisch [wie auf der Alm.
üblich] singen‘