liebevoll ‘liebvoll’ GWB8,336; in Bed 1 pointierend Getrenntschr GWB39,418 sowie Großschr GWBB6,323,21; gelegentlich (im Vers) unflekt 1 im vollen Wortsinn: von Liebe erfüllt, liebend; auch mit sinnlich-erotischer Komponente davon [von dem Gedicht ‘Harzreise im Winter’] mögen denn .. Strophen .. hier Platz finden, weil sie mehr als viele Worte den damaligen l-en Zustand meines Innern auszusprechen geeignet sind GWB33,217,16 Camp [Pedro, sich aus dem Garten von Villa Bella losreißend:] Lebet wohl, geliebte Bäume, | Wachset in der Himmels-Luft: | Tausend l-e Träume | Schlingen sich durch euern Duft .... [Claudine:] In dem stillen Mondenscheine | Wandl’ ich schmachtend und alleine. | Dieses Herz ist l., | Wie es gern gestehen soll .. [Rugantino:] In dem stillen Mondenscheine | Singt ein Liebchen! Wohl das meine? | Ach so süß, so l., | Wie die Cither locken soll GWB11,229u230 Claud2 II 630u644u648 Wie keusch sie [die Geliebte] mir, mit l-em Fügen, | Des süßen Körpers Fülleform gewährte! GWB52,347 Das Tagebuch 91 Wie mit innigstem Behagen, | Lied, empfind’ ich deinen Sinn! | L. du scheinst zu sagen: | Daß ich ihm zur Seite bin GWB6,194 Div Suleika. Wie mit innigstem Behagen 3 [Marianne/G] [Weislingen stirbt; Marie:] Erbarmer, erbarme dich seiner. Nur einen l-en Blick [Blick deiner Liebe GWB8,163,5 Götz2 V] in sein Herz dass es sich zum Trost öffne .. GWB39,178,6 Götz1 V GWB39,183,3 Götz1 V GWB4,97 Warum gabst du uns [14.4.76 an ChStein] 15 GWB10,274 NatT 584 GWB39,418 Götz1 II Var uö kontextbedingt iSv durch Liebe bestimmt, geleitet [Lerse zu Marie, die für Götz ihren Bittgang zu Weislingen antreten will:] Fühlt euch stark, zum großen l-en Zweck GWB132,338 Götz3 V 16 Var [anspielend auf Winckelmanns homoerotische Neigung] Die leidenschaftliche Erfüllung l-er Pflichten .. die Hingebung eines für den andern .. setzen uns bei Verbindung zweier Jünglinge in Erstaunen GWB46,27,7 Winckelm Freundsch 2 zum Ausdruck inniger Zuneigung, Zuwendung, herzlicher Anteilnahme a zärtlich-vertraut, mitfühlend-besorgt, fürsorglich, gütig; öfter in Charakterisierung einer warmen menschlichen Ausstrahlung, gelegentlich als Wesenseigenschaft [Eugenie:] So hob ich mich vor kurzem aus der Nacht | Des Todes an des Tages Licht herauf .. fand | In meines Vaters l-em Blick, | An seinem Ton mein Leben wieder GWB10,334 NatT 1883 Ich besuchte .. Fridericke Brion; finde sie wenig verändert, noch so gut, l., zutraulich wie sonst GWB36,230,14 BiogrEinzh [der Oheim zur schönen Seele:] Sie, liebe Nichte, haben .. Ihr sittliches Wesen, Ihre tiefe l-e Natur mit sich selbst und mit dem höchsten Wesen übereinstimmend zu machen gesucht GWB22,333,9 Lj VI [Eugenie:] Denn, wenn ein Wunder auf der Welt geschieht; | Geschieht’s durch l-e treue Herzen GWB10,378 NatT 2855 [Faust, mBez auf Gretchens Charakter:] Ach, daß die Einfalt, daß die Unschuld nie | Sich selbst und ihren heil’gen Werth erkennt! | Daß Demuth, Niedrigkeit, die höchsten Gaben | Der l. austheilenden [Liebaustheilenden GWB39,280 Urfaust 957] Natur — GWB14,155 Faust I 3105 GWB20,169,16 u 170,15 Wv I 16 GWBB6,286,28 ChStein 5.6.84 GWB28,286,21 DuW 14 GWBB36,61,18 Gf Reinhard 10.6.22 uö auch iSv wohlwollend, nachsichtig od milde, sanft Als der Herzog mich in dieser heftigen Leidenschaft sah, wendete er sich auf eine gelinde und l-e Weise zu mir GWB44,180,1 Cell IV 4 so ist es uns in spätern Tagen höchst erwünscht, wenn irgend eine Theilnahme uns .. zu einer neuen Thätigkeit l. bestimmen mag GWB26,6,2 DuW Vorw GWB29,131,23 DuW 19 GWB3,131 Vs 12 Zu meinen Handzeichnungen I b von lebhafter Neigung, Sympathie od dem Gefühl tiefer Verbundenheit erfüllt, jdm von Herzen zugetan, große Gunst entgegenbringend; mehrfach ‘l. gegen jdn (gesinnt) sein’, auch ‘jdm l. sein’; einmal mit mystischem Einschlag Den Zustand der Fürstin [Gallitzin], nahe gesehen, konnte man nicht anders als l. betrachten .. GWB33,231,18 Camp [über das Verhältnis zu Jacobi] Als wir uns [nach Jahren der Trennung] wiederfanden, zeigte sich das unbedingte l-e Vertrauen in seiner ganzen Klarheit und Reinheit .. Allein .. wir liebten uns, ohne uns zu verstehen .. In diesem Gefühl begnügten wir uns den alten Bund treulich und l. zu bekräftigen GWB36,268,2u15 BiogrEinzh [Schiller las den Schluß der ‘Lehrjahre’ im Ms] Helfen Sie mir nun, da wir so weit sind, durch Ihre l-e Theilnahme bis ans Ende GWBB11,324,4 Schiller [7.7.96] Var [die Ilme, wohl anspielend auf Goethes Aufenthalt in Bad Berka:] Er muß sich jetzt zur Einsamkeit bequemen; | Doch ist sein Herz Euch treu und l. GWB16,277 Maskenz 1818 Festz 442 [Wilhelm an Natalie:] Ich kann mir sie [Makarie] nur immer als eine Flamme denken, deren Gipfel unaufhaltsam nach oben strebt, indem sie sich in l-er Gemeinschaft herunter senkend, erleuchtend und belebend wirkt GWB252,60 Wj I 10 Var GWB20,126,9 Wv I 11 GWBB32,62,2 LeseGes Mainz 10.10.19 GWBB24,147,22 Willemer 13.2.14 GWBB3,98,16 ChStein 29.8.76 GWB28,268,26 DuW 14 uö einem Höhergestellten gegenüber zum Ausdruck besonderer, außerordentlicher Wertschätzung, Verehrung, auch Bewunderung [die Liebe, mBez auf die Rückkehr Carl Augusts aus den Befreiungskriegen:] Begrüßet Ihn mit l-en Blicken, | Der liebevoll bei seinem Volk verweilt GWB16,377 Epimen 887 [Cellini zum Papst:] So verloren Ew. Heiligkeit .. [durch üble Nachrede in Cellini] einen treuen und l-en Diener GWB43,204,1 Cell II 2 Ihr [Raffaels Sixtinischer Madonna, Dresden] beugt ein Mann, mit l-em Grauen, | Ein Weib die Knie, in Demuth still entzückt GWB2,152 Einer hohen Reisenden 13 GWBB45,244,11 Mylius [21.4.29] K uö(selten) in der Fügung ‘ein l. Gedränge’ für: harmonisch, einvernehmlich [Minnesinger:] Ihr saht vor euch ein l. Gedränge, | Gestalten vor’ger Zeit, vorüber fliehn GWB16,226 Maskenz Romant Poesie 203 c mit Hingabe, auch mit besonderer Aufmerksamkeit, Sorgfalt, Mühe auf etw gerichtet, einer Sache emotional stark, innig verbunden [vierter Teil des Chors:] Dort [auf dem Weinberg] läßt die Leidenschaft des Winzers | Uns des l-sten Fleißes zweifelhaft Gelingen sehn GWB151,242 Faust II 10014 Zu einem l-en Studium der Sprache scheint der Niederdeutsche [JHVoß] den eigentlichsten Anlaß zu finden GWB40,278,6 Üb:Voß,Ged [G/Voß dJ] [über philos-ästhet Fragen, angeregt durch Lessings ‘Laokoon’] Da beschäftigen sich die, welchen mit solcher Nahrung gedient ist, l. ganze Epochen ihres Lebens damit GWB27,165,26 DuW 8 [über Schiller] Ganz reflectirendes Genie, lyrischem Träumen hingegeben, erfaßt er irgend eine Idee l.; lange betet er sie an in der Abstraction .. GWB412,342,11 Anz:Soumet,Elisabeth GWB16,148 KünstlersErdew 64 GWBB44,137,16 Carlyle 15.6.28 GWBB23,242,7 Zelter 15.1.13 GWB35,198,26 TuJ 1805 uö prägnant zur Bezeichnung einer besonderen (geistigen) Affinität od Zugewandtheit zu best Gegenständen (der Betrachtung, Vorstellung); im Anschluß an Bed 1 Höchst schätzenswerth ist .. ihre [der persischen Dichter] Aufmerksamkeit auf’s Einzelne, der scharfe l-e Blick der einem bedeutenden Gegenstand sein Eigenthümlichstes abzugewinnen sucht GWB7,74,26 DivNot so blieb das Resultat von allem meinem Sinnen und Trachten jener alte Vorsatz, die innere und äußere Natur zu erforschen, und in l-er Nachahmung sie eben selbst walten zu lassen .... Ich suchte mich innerlich von allem Fremden zu entbinden, das Äußere l. zu betrachten, und alle Wesen .. jedes in seiner Art auf mich wirken zu lassen GWB28,149,5u24 DuW 12 Ich sah [als Zeichner] die Welt mit l-en Blicken | Und Welt und ich wir schwelgten im Entzücken GWB3,131 Vs 1 Zu meinen Handzeichnungen I Bin ich nicht noch eben derselbe, der ehemals in aller Fülle der Empfindung herumschwebte .. der ein Herz hatte, eine ganze Welt l. zu umfassen AA103,24 Werth1 II~Werth2 wer kann denn zuletzt sagen, daß er wissenschaftlich in der höchsten Region des Bewußtseins immer wandele .... Fromme Wünsche jedoch dürfen wir hegen, l-es Annähern an das Unerreichbare zu versuchen, ist nicht untersagt GWBN11,20,7 GlücklEreign GWBN3,277,23 FlH V Cartesius GWB2,189 Monolog dLiebhabers 5 GWB47,80,11 Nachahmg,Manier,Stil GWB27,319,5 DuW 10 GWB37,162,23 BriefPastors [1773] uö vereinzelt mit personifiziertem Sachsubj [Dichter zur Huri:] Sieh der Lebens-Wunden Tüke, | Sieh der Liebes-Wunden Lust. | Und doch sang ich gläub’ger Weise: | Daß mir die Geliebte treu, | Daß die Welt, wie sie auch kreise, | L. und dankbar sei GWB6,254 Div Einlaß 24 [Pater profundus:] Ist um mich her ein wildes Brausen, | Als wogte Wald und Felsengrund, | Und doch stürzt, l. im Sausen, | Die Wasserfülle sich zum Schlund, | Berufen gleich das Thal zu wässern GWB151,328 Faust II 11876 GWB37,341,3 PhysiognFragm uö(selten) 3 iSv (liebens)wert, teuer [Weislingen zu den Hofleuten:] Lebt wohl! entfernt euch! Eure Gegenwart ist eine l-e | Bürde unter deren Last ich erliegen müßte GWB132,300,30 Götz3 V 2 Var Nikolaus Lohse N.L.