Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
leisetritt m.
leisetritt , m. 1 1) vorsichtiger tritt; bildlich für einen schlauen vorschlag: da wolt jhr hinaus, lieben herrn, ists nicht war, der heimlich rathschlag zu Meinz, da ich nicht bei sein kundt, derselbige leisetrit gieng auf dieser ban? Luther 5, 89 b . 2 2) der da vorsichtig auftritt, leisetreter; im eigentlichen sinne, von einem schleichenden greise: aber was fehlet diesem alten leisentritt? kunst üb. alle künste 116, 16; von der katze: ( eine maus und ihr töchterlein ) welche einen rauschenden hahn und schleichende katze sahen und sich über dem leise-tritt hart verwunderten, hüte dich, sagt …