Hauptquelle · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Leimrute
Leim m. ‘Klebstoff’, ahd. (9. Jh.), mhd. asächs. mnd. aengl. anord. līm, mnl. nl. lijm, engl. lime, schwed. lim führt auf germ. *leima- und im Sinne von ‘klebrige Erdmasse’ mit ablautendem Lehm (s. d.) auf die dort genannte Wurzel ie. *lei- ‘schleimig, durch Nässe glitschiger Boden, ausgleiten, worüber hinschleifen oder -streichen, schmieren’. Mhd. līm ist vor allem der ‘Vogelleim’; auf die mit Leim bestrichene Rute des Vogelstellers beziehen sich Wendungen wie jmdm. auf den Leim gehen, kriechen ‘auf jmdn. hereinfallen’, jmdn. auf den Leim führen, locken ‘jmdn. betrügen, anführen’. Vgl. ferner…