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Leilach

mhd. bis Dial. · 4 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
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4 in 4 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Leilach

Leilach

Laken n. ‘Bettuch’. Asächs. lakan ‘Laken, Decke, Tuch, Vorhang, Obergewand’, mnd. mnl. lāken, nl. laken, aengl. lacen (‘Mantel’) haben neben sich die verschobene Form ahd. lahhan (9. Jh.), mhd. frühnhd. lachen ‘Tuch, Gewand, Mantel, Vorhang’, die nur in obd. Mundart fortlebt sowie in Leilach(en) n. ‘Bettuch, Leintuch’, ahd. līhlahhan, meist līlahhan (10. Jh.), aus ahd. līh ‘Körper, Leib, Leichnam’ (s. Leiche) und lahhan, mhd. līchlachen, līlach(en). Die Umdeutung zu ‘Lein(en)tuch’ durch Anlehnung an ahd. mhd. līn (s. Lein) setzt schon früh ein, ahd. līnlahhan (Hs. 12. Jh.), mhd. līnlachen, frühnhd. Leinlach. Vergleicht man mnd. lak ‘schlaff, lose’, asächs. mnd. slak ‘schlaff, schwach’ und weitere unter 1schlackern (s. d.) aufgeführte germ. Formen sowie außergerm. air. lacc ‘schlaff, schwach’, lat. laxus ‘schlaff, locker’ (s. lax), languēre ‘schlaff, matt sein’, griech. láganon (λάγανον) ‘dünner, breiter Kuchen’, lḗgein (λήγειν) ‘auflösen, ablassen, zu Ende gehen’ (beide griech. Formen wohl ursprünglich mit anlautendem s), so ist eine Zuordnung zur Wurzel ie. *(s)lē̌g- ‘schlaff, matt sein’ wahrscheinlich. Nd. Laken dringt in der Bedeutung ‘Bettuch, leinene Decke’ im 15./16. Jh. mit dem westfälischen Leinenhandel auf hd. Gebiet vor, bleibt den obd. Mundarten jedoch fremd. – Bettlaken n. ‘Bettuch’, mnd. beddelāken, verdeutlichende Zusammensetzung; gelegentlich unter Einfluß von obd. lachen auch mhd. bettelachen, frühnhd. bethlachen (md. 15. Jh.), bettlach (alem. 16. Jh.).
1493 Zeichen · 64 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    leilach

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer)

    leilach s. lînlachen.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Leilach

    Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

    Laken n. ‘Bettuch’. Asächs. lakan ‘Laken, Decke, Tuch, Vorhang, Obergewand’, mnd. mnl. lāken, nl. laken, aengl. lacen (‘…

  3. modern
    Dialekt
    Leilach

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Lei-lach s. Leinlach .

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit leilach

6 Bildungen · 6 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von leilach 2 Komponenten

lei+lach

leilach setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

leilach‑ als Erstglied (6 von 6)

leilach(en)

FWB

1. ›leinenes Bettzeug‹; im einzelnen nicht erschließbar, um welches Tuch es sich handelt, in der Regel ›Bettlaken, Bettuch (auf dem man lieg…

leilachen

DWB

lei·lachen

leilachen , leilach , n. betttuch, leintuch. im ahd. stehen zwei ausdrücke für dasselbe gerät neben einander: lînlahhan linteamen und lîhlah…

leilachfochter

DWB

leilachfochter , f. fächervorrichtung mit leilachen im bergwesen: leilachfochtern unter bergwerksgeräten Garg. 187 a . vergl. dazu fochern t…

leilachgienig

DWB

leilachgienig , adj. nach dem leilach, d. h. dem liegen auf ihm im bette gähnend: so bald er auf stund, und noch leilachgienig und federstib…

leilachohr

DWB

leilach·ohr

leilachohr , m. für einen, der sich in das ohr wie in ein leilach einwickeln kann: leut, wie Megasten, Solin, Frank und Munster inn jhren co…

leilachzipfel

DWB

leilach·zipfel

leilachzipfel , m. zipfel eines betttuches: sauget am leilachzipfel, verbarg sich im wasser vor dem regen ( kinderstreiche ). Garg. 129 a .