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Lehde

nhd. bis Lex. · 5 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Adelung
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Lehde

Bd. 2, Sp. 1973
Die Lehde, plur. die -n, in der Landwirthschaft, ein wüstes ungebauetes Stück Landes, welches keinen Nutzen bringet; zum Unterschiede so wohl von einem Acker, als auch von einer Wiese. Lehden aufreißen und tragbar machen. Von den beackerten Feldern etwas zur Schafhüthung als Lehde liegen lassen. Auch Äcker, welche man unbesäet liegen lässet, Brachäcker, werden in einigen Gegenden Lehden genannt, welche in einigen Gegenden Meißens vollständiger Ledigen heißen. Anm. Im gemeinen Leben, wo es auch zuweilen Laite lautet, wird das e in der ersten Sylbe bald hell, bald dunkel gesprochen, und von vielen auch Leede, Läde geschrieben. Im mittlern Lat. lautet es Leda und Lauda. Im Schwed. ist lät ungebauet, und im Griech. λιτη ein ungebauetes Land. Man hat von diesem Worte allerley seltsame Abstammungen angegeben; allein wer siehet nicht, daß es zu Ledig und dessen ganzem Geschlechte gehöret? daher man es auch Lede schreiben könnte, siehe Ledig. Es ist sehr wahrscheinlich, daß Land, in der Bedeutung einer ungebaueten Gegend, durch Einschiebung des n nieselnder Mundarten aus diesem Lehde gebildet worden. Siehe Land. 3. 4).
1129 Zeichen · 17 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Lehde

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Die Lehde , plur. die -n, in der Landwirthschaft, ein wüstes ungebauetes Stück Landes, welches keinen Nutzen bringet; zu…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Lehde

    Goethe-Wörterbuch

    Lehde brachliegendes, ungenutztes Land In diesen Gegenden [ um Plauen ] sieht man keine Futterkräuter, aber auch keine L…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Lehde

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09) · +1 Parallelbeleg

    Lehde , Land, das von jeher sich selbst überlassen war. S. auch Fruchtfolge .

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