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Labmagen

nhd. bis spez. · 8 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Labmagen

Labmagen

Lab n. ‘Milchgerinnungsmittel, Ferment zur Käseherstellung’, eine nur auf dem dt.-nl. Sprachgebiet belegte Bezeichnung, ahd. lab (9./10. Jh.), mhd. lap, mnd. laf, (mit Umlaut) mnl. lebbe, nl. leb ‘Mittel zum Gerinnenmachen’. Daneben begegnet eine i-Form in mnl. libbe, die sich mit mhd. liberen, mnd. leveren, nhd. (md. 16. bis 18. Jh.) liefern und geliefern ‘gerinnen (machen)’ verbinden läßt. Eine schwundstufige u-Form liegt vor in ahd. kāsilubbi (9./10. Jh.), mhd. kæseluppe, noch nhd. vereinzelt Lup (18. Jh.), aengl. cȳslybb ‘Gerinnungsmittel für die Käsebereitung’. Wahrscheinlich ist in dem Grundwort des Kompositums ahd. lubbi ‘Salbe, Gift, Zauberei’ (8. Jh.), asächs. lubbi ‘Saft, Gift’, aengl. lybb ‘Gift, Zauber’, anord. lyf ‘Heil-, Zaubermittel’ zu sehen, da die Germanen die von den Römern übernommenen Mittel zur schnelleren Gerinnung zunächst als Gift- bzw. Zaubersäfte betrachten. Jedoch bleibt diese Anknüpfungsmöglichkeit fraglich, und die Beziehungen der drei -a-, -i- oder -u- enthaltenden Wortgruppen sind trotz ihrer semantischen und lautlichen Nähe nicht befriedigend zu klären. Vielleicht darf mit de Vries Nl. 387 vermutet werden, daß bei einem derartigen Stoff des täglichen Gebrauchs affektische Lautveränderungen aufgetreten sind. – Labkraut n. Pflanze, deren Saft Milch gerinnen läßt (16. Jh.). Labmagen m. mit Labdrüsen ausgestatteter Magenteil der Wiederkäuer, sogenannter vierter Magen (17. Jh.).
1429 Zeichen · 50 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Labmagen

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Der Labmagen , des -s, plur. die -mägen, S. Adelung Lab .

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Labmagen

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Labmagen ( Abomasus ), die vierte Abteilung des Magens der Wiederkäuer (s. d.).

  3. modern
    Dialekt
    Labmagenm.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Lab-magen m. : 'einer der vier Magen des Rindviehs', Labma'e, -maa, -maache, -mage, s. Magen [verbr.], Läbmaage [ PS-Hel…

  4. Spezial
    Labmagen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Lab|ma|gen m. (-s,-/...mägen) magun da conadl m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit labmagen

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Zerlegung von labmagen 2 Komponenten

lab+magen

labmagen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

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Cotta, M. (2026). „labmagen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 14. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/labmagen/pfeifer_etym
MLA
Cotta, Marcel. „labmagen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/labmagen/pfeifer_etym. Abgerufen 14. May 2026.
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Cotta, Marcel. „labmagen". lautwandel.de. Zugegriffen 14. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/labmagen/pfeifer_etym.
BibTeX
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