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küchel

mhd. bis spez. · 5 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
6 in 5 Wb.
Sprachstufen
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4

Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

küchel m. n.

Bd. 11, Sp. 2494
küchel, m. n. genau küechel, kleiner kuchen, in demselben gebiete wie das vorige; mhd. chüechel tortillus Schmeller 3, 691, 'chuchel coliphia' sumerl. 26, 29, im voc. inc. teut. kuchel tortula n 8a. 11) bair. der küechel (kiechl), aber nicht als unmittelbares dem. zu kuechen, es heiszt so eine in schmalz gebackene, erhobene und lockere masse von feinerem teige, s. Schmeller 2, 279, es gibt da apfelküechel, semmelküechel, haubete (Schönsleder g 8a) oder haubenküechel, nach der gelegenheit abdreschküechel, dem gesinde gespendet wenn abgedroschen ist, einheuküechel wenn das heu eingebracht ist, in Tegernsee 16. jahrh. milchküechl, prannte küechel, einzogen k. Germ. 9, 201, und viele andere, pl. küechel. ebenso als m. in Tirol Schöpf 350, Wolfs zeitschr. f. mythol. 1, 288 (pl. küchel); wirstu dich nit von dann machen, ich wirt dir kchel auf dem nack bachen! Pichler drama des ma. in Tirol 146, s. kücheln 2, c. 22) als neutr. dagegen kärnt. bei Lexer 168 küechl, in schmalz gebackene mehlspeise, wie schles. küchel n. (auch brustküchel zuckerplätzchen u. ä.) Weinh. 48b. auch unteröstr. 'die kiachln, eine art kleiner kuchen' Castelli 132 ist wol n., nach östr. art mit schwachem pl., doch vgl. kiechel pl. bei Abr. a S. Clara unter kücheln 2, a. 33) ein alem. pl. küecheln ist anders zu beurtheilen: kcheln reicht man in manchem hus, do wäger wer, man blib darusz. Brant narr. 110b, 21, in dem cap. fasnachtnarren, es sind die fasnachtkuechlein oder krapfen, die man sich bei dem mummenschanz in den häusern holte, s. Zarnckes anm. s. 465, wo es das kchle holen, krapfen holen heiszt. das steht für kchelen oder kchlen, sing. kchle Maaler 254d (s. Weinhold al. gr. s. 236) und stimmt zu dem altrhein. cûchelen crispelle (küchlein pl.) gl. Jun. 285, wie rhein. krepfeln, kreppeln, das doch auch sg. ist, s. unter kräpfel, vgl.kübel 2, b. Schönsleder g 7a mischt die alem. form mit der bair.: küechle, placenta, collyra, aber küechel machen, placentam fingere, haubete küechel pileatae placentae. s. weiter küchlein, auch kücheln.
2074 Zeichen · 70 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    küchelstf.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)

    küchel stf. küche. culina chuchil sumerl. 36,63. vgl. H. zeitschr. 5,282.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    küchelm. n.

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +1 Parallelbeleg

    küchel , m. n. genau küechel, kleiner kuchen, in demselben gebiete wie das vorige; mhd. chüechel tortillus Schmeller 3, …

  3. modern
    Dialekt
    Küchel

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Küchel , Küchelchen s. Kuchen .

  4. Spezial
    Küchel

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Kü|chel n. (-s,-) ‹gastron› (Mehlspeise) cütla (-les) f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit kuechel

19 Bildungen · 17 Erstglied · 1 Zweitglied · 1 Ableitungen

kuechel‑ als Erstglied (17 von 17)

küchelbacher

DWB

kuechel·bacher

küchelbacher , m. der küchel bäckt, von oberd. bachen backen: kuchlpacher, cupedinarius. Aventinus gramm. bei Schm. 2, 279 , noch bair. küec…

küchelbad

DWB

kuechel·bad

küchelbad , n. : an etlichen orten vertrinkt man die kinder, helt kindschenken, kindbetthöf, küchelbad. S. Frank weltb. 129 a ; die kindtauf…

küchelbäcker

DWB

kuechel·baecker

küchelbäcker , m. dasselbe in mehr md. form, nicht selten als name. das fem. kchelbeckerin bei Mathesius Sar. 10 a .

küchelbeck

DWB

kuechel·beck

küchelbeck , m. küchelbäcker in älterer form: kuchelpeck, krapfenpeck oder pastillenpeck, pastillarius. voc. theut. 1482 r 7 a .

Küchelbecker

Wander

kuechel·becker

Küchelbecker Wo es viel Küchelbecker hat, da isset man desto mehr Kuchen. – Lehmann, 807, 19.

küchelbret

DWB

kuechel·bret

küchelbret , n. kuchenbret: kuchelbrette, plathanus ( Hesych. ) Aler 1248 b , küechelbret Schönsleder g 7 a .

küchelchen

DWB

kuechel·chen

küchelchen , n. kleine küche: der windofen wird in der kinderstube ( in der neuen amtswohnung ) in wenigen stunden stehen und das küchelchen…

küchelhütte

DWB

kuechel·huette

küchelhütte , f. hütte, bude wo küchel gebacken und verkauft werden, bair. 17. jh., s. Schm. 2, 279 .

küchelig

RhWB

küchelig = edelfaul s. bei Küken;

kücheln I

RhWB

kücheln I = kauern s. bei kauchen II.

kücheln II

RhWB

kücheln II -øx- Mörs-Rheinbg , Emmerich schw.: Purzelbaum schlagen; ower de Kopp k.; öwerk.; hei reul (rollte) de Berg heronder, dat hei köc…

küchelspitz

DWB

kuechel·spitz

küchelspitz , m. eisen, womit die gebackenen küchel aus dem siedenden schmalze geholt werden. Schmeller 2, 279 . auch küechelspiesz Birlinge…

kuechel als Zweitglied (1 von 1)

Nestküchel

Wander

nest·kuechel

Nestküchel 1. Er ist ein Nestküchel. – Frischbier 2 , 2772. Von einem schwächlichen verweichlichten Menschen. 2. He is 't lêv Nestküken. – K…

Ableitungen von kuechel (1 von 1)

Küchel(e)

ElsWB

Küchel(e) [‘ X iələ Roppenzw. ; Khiχl Str. ; Khìχl U. ] n. 1. kleine Küche. 2. Räucherkammer Roppenzw. — Schweiz. 3, 129. Bayer. 1, 1221.