Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
kritzeln
kritzeln
kritzeln Vb. ‘flüchtig, undeutlich, schlecht zeichnen, schreiben’ (16. Jh.), älter (heute noch landschaftlich) ‘kratzen, kitzeln’ (15. Jh.) gehört als Iterativum zu ahd. krizzōn ‘einritzen’ (Hs. 13. Jh.), mhd. kritzen ‘kratzen, ritzen’, nhd. (besonders landschaftlich) kritzen ‘schnitzen, kratzen, ein kratzendes Geräusch machen, flüchtig oder mühsam schreiben’, verwandt mit schwed. (mundartlich) kreta, norw. krita ‘schnitzen’. Das Verb ist wohl als Nebenform mit expressivem i-Vokalismus von kratzen (s. d.) anzusehen.