Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
krittel m.
krittel , m. 1 1) grilliges, kleinliches mäkeln: nur mit entsetzen wach ich morgens auf, ich möchte bittre thränen weinen, den tag ( das tageslicht ) zu sehn ... der selbst die ahnung jeder lust mit eigensinnigem krittel mindert u. s. w. Göthe 12, 80 . erst diese Fauststelle hat das wort in die literatur eingeführt: die strenge, der argwohn, der krittel gegen sich und die welt ( wie bei Lavater ) musz zuletzt eine religiose hypochondrie hervorrufen. Gervinus nat. lit. (1844) 5, 285 ; der krittel der zweiflerschaft kommt meistentheils aus unmännlichen herzen. Jahn merke zum d. volksth. 328 , hy…