kraufen
diese Entsprechung für das
nhd., rhfrk., mosfrk.
kriechen ist
n. einschl. der Süd-Grenze von Monsch, Schleid-Bereschd Wollseifen Dreiborn Dahlem Lückerath Dottel Wollenbg, die Ahr entlang, rrhn.
n. Altk-Steeg Weiershg, der berg. Süd-Grenze entlang, Siegld die herrschende Form [in dem südl. Teil, wo
-uxən steht, herrschen beide Entsprechungen nebeneinander], u. zwar zunächst
-ufə(n) bis zur Benr-L. [
-ūf- NMonsch, Aach, uWupp, Sol (rip.), Wippf-Biesf Kürten, Gummb-Nümbrecht Homburgisch Bellingr Drinsahl NBreidenb, Waldbr-Bladersb, Sieg-Rheidt Wahlschd;
-u- Siegld]; diese rip. Form reicht im OBerg ins Schwarzenbergische, auch nach Grevbr (Hochneuk Gustorf Noithsn Neuenhsn Orken Schaan Weckhv), MGladb-Odenk, Neuss, Düss-Stdt hinein; hier u. da
-uv- Waldbr-Ziegenhardt, MülhRh-Katterb Heumar Flittard, Dür-Nörvenich, Jül-Boslar, Aach-Vorweiden Würseln Dorff (
-o-);
-ūv- Sol-Opladen;
-uw- Gummb-Drabenderhöhe;
dū –yfs, hE –yf [Siegld
-i-]; Prät.
-of, -ǫ-, Conj.
-ø-, –- [Aach-Stdt Prät.
-ūfət],
Part. jəkrǫfə [uSieg, LRip auch
-ǫvf-, –ǫf-, –f-]; über das
-uxən-Geb. hinaus steht neben den Formen von
-uf- auch
dū kryχs, hE kryχ, Prät.
-ox, –ǫ-, Part. jəkrǫxə [
--, –ǫu-]; SNfrk
-ūp- [Erk-Kuckum Kleinenbr
-up-; Geilk-Lindern
-uk-],
dū –yps, hE –yp(t), Prät.
-əp, -ōə-, –ūə-, [Selfk bei Kindern
-updə], Conj.
-ə-, –ə-, –ȳə-, Part. jəkrəpə, –ōə-; OBerg
n. Benr-L.
-ūp- [
-u- Wippf, Sol-Höhschd],
dū –ȳps [
-y-, –ø-], Prät.
-ōp, –ōə-, Part. jəkropən, –u-; NBerg
-ūp-, dū –yps, hE –ypt, Prät.
-p, Part. xəkrpən [Wermelsk zu
-ūp- Part. jəkrǫfən]; Klevld
-up- [
-y- Klev-Donsbrüggen Keeken],
γe –upt, he –ypt, Prät.
-p, Part. γəkrpə(n) st.: wie
nhd. kriechen. 1.a. von kriechenden Tieren. RA.:
Alles geht, bloss en Schleck (Schnecke)
krüppt damit spornt man den Langsamen zur Eile an Kref, —
mor Piere (Würmer)
en Ruppe, die kr. Emmerich.
Hei hört de Pieren en de Grond kr. der Überschlaue Mörs-Sonsbeck.
Moder, Prumme (Pflaumen),
kr. die? Ne, Jung. Goddohm, dann häbb ek en Schleck freten! Rees-Wesel.
Me mott ömmer siehn, wat krüpp, nit wat flüg man soll nicht immer auf solche sehen, die es besser haben als wir Mörs. — Von kurzbeinigen Tieren. RA.:
Dem es en Lus (
e Müs-che Dür)
üvver de Levver gekroffe es ist ihm etwas Ärgerliches vorgekommen, er ist sehr schlecht gelaunt Rip, Allg.
Wenn de Bär Lehmess für Meddag sitt (sieht)
senge Scheng (Schein, Schatten),
krüff e noch vierzig Dag eren Eusk-OGartzem, Verbr. (
s. Lichtmess).
Lot mar kr., et ös mar en Wiffken! Mörs-Schwafh. — b. von Menschen u. Tieren, schleichen, rutschen, sich in (durch) engen Raum hineinzwängen;
laupe kann minne Jong noch niet, ävvel all (schon)
kr.; de krüpp op Häng (Händen)
on Füt (Füssen)
(op Hand on Fot) Nfrk, Allg.;
de krüff ävver geht sehr langsam, träge, schlendernd, schleichend;
he küt (heran)gekroffe; he krüff heröm schlendert faul umher Rip, Allg.;
he kann kum kr. ist schlecht auf den Beinen, ist sehr schwach, kränkelt;
he krüppt alt so doröm, — krüppt och ömmer eröm Berg, Allg. RA.:
Den krüppt nett as en Schleck Klev, Allg., —
en Schneck üvver der Broch (Brache) Rip, —
en Ruppsch (Raupe) Selfk.
De küt gekroffe, als wenn e Geld am söke wör Düss-Bilk.
Wen ni gohn kann, mutt kr. MülhRuhr.
Ich senn (sehe)
alt (schon)
der Geist derva kr. ich ahne es Eup. — Absol. schmeicheln;
he es widder am kr. Rip, Allg. —
Derdurch-, dren-, drus-, derlangs-, beienein-, usernein-, heraf-, herop-, herus-, heren-, zesammen-, fort-, wegkr. Allg. RA.:
Den wörd gut drinkr. sich gut verheiraten Mörs.
Diep drinkr. sich fest einwickeln Klev, Allg.
De krüff einem der Röggen erop er schmeichelt Rip.
Do kas mej den Pockel heropkr.! du kannst mir gestohlen werden Mörs, Allg.
Ich han Honger, dat ich de Wängk (Wände)
eropkr. Dür-Derichsw, —
de Wänd heropkr. kos Klev-Calcar.
De krüff der Sonn no we de mager Ferke derjenige, der die Wärme liebt Köln-Stdt.
Den kann me in en dörne (dornen)
Schanz benden, on hei krüpp noch herut von dem, der sich schliesslich aus jeder Unannehmlichkeit herauszuwinden weiss, stets eine gute Ausrede bereit hat Mörs-Neuk.
Beiənenkr. sich zusammentun, sich verheiraten Kref, Allg.
Wat kalt es, krüppt doner (näher)
bejenen; on wat sich lief hät, düht et noch ens so gern Mörs-Rheinbg.
He lit (liegt)
enengekruppen krumm, mit angezogenen Beinen Wippf.
De krüff zesamme wie ene Igel vor Alter, Beschwerden Rip, Allg. —
Stöll (still)
eiter (
achter )
et Öffke kr. Kemp, Nfrk;
de krüppt bate genen Ovend Eup.
Enen an der Kehl kr. ihn angreifen Aach-Merkst.
Krup a jen Erd kleines Kind Heinsb-Lümb.
Du bös eəves iərsch ut dem Ei gekroəpe zu vorlauten Kindern MGladb, Allg.
Hen es ut de Hell gekrope, du (da)
den Düwel schliep (schlief) der geriebene Schelm Klevld, SNfrk, Aach.
Beter dor de Hell gefloge as gekrope besser, die Frau bekommt die Kinder schnell aufeinander, als dass es lange Jahre dauert Nfrk.
Heə es dörch en eng Löuchelche gekroufe ist mit heiler Haut davongekommen Aach, Selfk;
die kann durch et Schlöttellok kr. so klein ist sie Sol.
Eim dur den Arsch kr. zu untertänig sein Sol.
Ech hei (hätte)
en de Erd (
en't Muslok Elbf)
könne kr.! vor Scham Selfk, Allg.
Enem en den Arsch (et Hengersch, de Fott, de Kont) kr. zu untertänig sein, schmeicheln Allg.
En et Bett (
et Nes udgl.)
kr. zu Bett gehen Allg.
Hen hät en Stemm, för enne Pött (Brunnen)
te kr. Geld-Hinsbeck.
We teletzt en den Sack krüppt, kr. am earschten herut Elbf.
Lans de Schull kr. die Schule schwänzen MGladb-Viersen;
langs den Stille (Türpfosten)
kr. verschiedene Geschäfte, wo man borgte, überschlagen u. im entferntern einkaufen Aach-Ld.
No je Bett erekr. zu Bett gehen Aach.
Hei krüpet met der Nase üəwer de Ere (Erde) geht gebückt Gummb-Lantenb.
De moss ze Krütz (Kreuz)
kr. nachgeben Köln-Stdt. — Im Kinderld.
Annemarie hei (hatte)
Mus gestoəhle in Pastuər sinne Gart; P. wor no Kölle gefahre, A. verklage; A. wor bang, die krop in de Kann; de K. wor heit (heiss),
du krop se in de Weit (Weizen);
de W. wor düər (teuer),
du krop se in de Schüər; de Sch. wor tu (zu),
du krop se in de Kuh; de K. wor fett, du krop se in et Bett; et B. wor kalt, du krop se in et Holt (Holz);
et H. wor nat (nass),
du krop se in et Fat (Fass);
on als se herutkom, hei se sonne lange Sickenbart! Geld-Straelen. Im Brückensp. ‘
zom kruffdedorch, krupdedorch’ wird gesungen:
Krup, Männeke, dur de Bösch (wir wollen Rehlein jagen), jo, M., jo, M., der letzte mott betahle! MGladb;
der Wilhelmbaum, der W., mit Gold un Silwer beschlage, da krup mal dadurch (zweimal),
der letzte muss bezahlen. — Imperat. Wortformen;
Krupp dör den Tünn Gundelrebe, glechoma hederacea Geld, Mörs;
Kruff langsam scherzh. Laus Düss-Stdt. — 2. mit sachl. u. unpersönl. Subj. RA.:
Dem es jet üvver de Leəver gekroəpe er ist schlecht gelaunt MGladb, Allg.
Neid krüff nit en leddige Schöre (Scheunen) Köln-Stdt.
De Wöərt kr. dech der Masdörm erop du zotest Aach-Merkst.
Wenn de Sonn (beim Untergange)
en ene Sock (Sack)
krüppt, göft et Regen Kemp.
Dech kr. se wahl! du hast nicht alle Sinne zusammen Kemp-Brüggen.
Dat sütt (sieht)
dem wie ut de Mul gekropen das passt ganz zu ihm Erk-Immigr.
Et flüg drop on krüppt dervon von der Krankheit gesagt Kemp.
Et krüppt mir doch alt (schon)
äs Lüs on Flüah iskault dur de Röckstrang bei Kälteempfindung Mettm-Neviges.
Et krüppt mech üvver et Lif (Leib) gesagt, wenn jmd. angegriffen wird, wenn man etwas Schreckliches hört MGladb, Allg.
Et krüppt öm er ist verrückt Kemp. — Abl.:
die Krufferei (Kruperei), dat Gekruffs (Gekrup(s)) das lästige Kriechen, Gedränge, Gewimmel.