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kopel

mhd. bis mnd. · 4 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

MWB
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5 in 4 Wb.
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Eintrag · Mittelhochdeutsches Wb. (MWB)

kopel stF.

kopel stF. auch MN. Kreuzf , Reinfr ; aus mlat. cop(p)ula vgl. EWA 5,913ff. s.v. kuppil und kuppula sowie DWB 5,1785 s.v. koppel. 1 ‘Band, Fessel’
1.1 ursprgl. ‘Doppelhalsband’ zur Fesselung und Führung von Tieren
1.2 weitere Arten von Bändern
2 übertr. auf die Bezeichnung für die verbundene oder zusammengedrängte Schar selbst (Tiere oder Menschen) ‘Menge, Gruppe’
3 übertr. auf das Recht auf Verpflegung von Pferden oder Jagdhunden (s. DRW 7,1295f.)
   1 ‘Band, Fessel’    1.1 ursprgl. ‘Doppelhalsband’ zur Fesselung und Führung von Tieren: gebunden wâren alle [Hunde] samt / an eine koppel rîch erkant KvWPart 2633. übertr. auf die Fesselung von Menschen: die hæiligen habent sich vf gezogen, / von der chuppel sint si geflogen / vf zu ir schephære: / hie waren si vmmære Warnung 1768    1.2 weitere Arten von Bändern: copula: chuppula Gl 4:49,8; tuo mir fröide bendic, trûterinne; / dar zuo hôrt niht kupel wan dîn ermel blanc KLD: Schulm 6:3,4; got sprach ‘wir machen den menschen nâch unserm bilde.’ [...] sant Augustînus sprichet: dô er daz bilde suochen wolte in der sêle, dô suochte er ez in dem ûzern menschen; dô vant er vier gelîchnüsse unde drû kuppel unde zwei gesihte Eckh (Pf) 250,33    2 übertr. auf die Bezeichnung für die verbundene oder zusammengedrängte Schar selbst (Tiere oder Menschen) ‘Menge, Gruppe’ die alten und die iungen [Hunde] / durch wunder kament hie und dort / in kluppeln [La. kuppeln ] zu gedrungen HeinzelJoh 66,6; unt werdent du cupel der schaf zersprenget [ et dispertur oues gregis Mt 26,31] EvPerikZürich 63; [Schilderung einer Schlacht:] sich flâhten ‘sunder stricke’ / die rotten in ein kuppel Reinfr 1759; der heiden diet ein michel tropel [Truppe] / sich hêten zu hûfe in ein kopel / gedruct Kreuzf 5748. 1951    3 übertr. auf das Recht auf Verpflegung von Pferden oder Jagdhunden (s. DRW 7,1295f.): que potestates vulgariter appelantur. pėllince. grȧscaf. viltban. cu̇ppelle UrkMittelrhein 1,154 (a. 1222); uel quod ius illud quod in wlgari chuppel et forstreht sonat UrkFreisÖst 1,219 (a. 1262); jus nostrum dictum coppele UrkNiederrh 3,20 (a. 1303)

MWB 3,2 763,11; Bearbeiterin: Herbers

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    kopel

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +2 Parallelbelege

    kopel , kopelen s. kuppel, kuppeln.

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    kōpel

    Mittelniederdeutsches Wb. · +1 Parallelbeleg

    kōpel s. koppel 3.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit kopel

7 Bildungen · 6 Erstglied · 1 Zweitglied · 0 Ableitungen

kopel‑ als Erstglied (6 von 6)

Kopelatsiōn

WWB

Kopelatsiōn f. Trauung, Heirat ( Kr. Detmold Det Is).

kopelēren

WWB

kopel·eren

kopelēren V. [ Kr. Beckum Bek Kr. Wiedenbrück Wie SWestf Bür, sonst verstr.] trauen, (in einer kirchlichen Zeremonie) ehelich verbinden. Bek…

Kopelērgeld

WWB

kopel·er·geld

Kopelēr-geld n. [verstr. Kr. Beckum Bek die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen Dor Kr. Lippstadt Lst Wal] Gebühr für die Trauung…

kopel als Zweitglied (1 von 1)

turkopel

DWB

turko·pel

turkopel , m. , von afrz. turcople, mittellat. turcopulus, ( eigentl. ' türkensohn ', mischling von türkischem vater und griechischer mutter…