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Knauf

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Meyers
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Knauf

Bd. 11, Sp. 168
Knauf (althochd. chnouf, Nebenform von Knopf), mittelalterliche Bezeichnung der romanischen Säulenkapitelle, insbes. der sogen. Würfelkapitelle (s. Abbildung), seltener der kapitellförmigen Tragsteine unter abgesetzten romanischen Wandsäulen. Die Grundform des Knaufs bildet die Vermittelung des parallelepipedischen Gewölbanfanges mit dem zylindrischen Säulenschaft und besteht aus dem Vermittelungskörper b nebst den beiden Trennungsgliedern a und c des letztern, bez. von dem Gewölbanfang und dem Säulenschaft. Der Vermittelungskörper b entsteht aus der Durchdringung von Würfel und Halbkugel, wobei der erstere sich an die quadratische Trennungsplatte a, die letztere nach Wegfall eines dem Schaftdurchmesser entsprechenden Kugelabschnittes sich an den kreisförmigen Halsring c der Säule geometrisch genau anschließt. Hiernach sind d d die von den Seitenflächen jenes Würfels herrührenden senkrechten, unten durch Kreisbogen begrenzten Teile der Oberfläche des Vermittelungskörpers, während e den von der Halbkugel herrührenden, oben durch jene Kreisbogen, unten durch einen Kreis begrenzten Teil darstellt. Die Oberflächenteile a sind später häufig als etwas hervortretende Platten ausgebildet und diese sowie die Oberflächenteile e mit mehr oder minder reichen geometrischen, vegetabilischen und animalischen Ornamenten ausgestattet worden.
1347 Zeichen · 10 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Knauf

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Der Knauf , des -es, plur. die Knäufe, ein Oberdeutsches, im Hochdeutschen größten Theils veraltetes Wort, welches einen…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Knauf

    Goethe-Wörterbuch

    Knauf für Säulenende, Kapitell; einmal mBez auf den Salomonischen Tempel (nach 1.Kö 7,21) [ Phorkyas über die Faust-Burg…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Knauf

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Knauf , dasselbe was Capitäl.

  4. modern
    Dialekt
    Knauf

    Südhessisches Wörterbuch

    Knauf Band 3, Spalte 1477-1478

  5. Sprichwörter
    Knauf

    Wander (Sprichwörter)

    Knauf Knauf , s. Knopf. 1. 'Ne Knauf, dä sich 'ne Mann sülvs ân de Botz (Hosen) niht, dâ geit esu lêch nit mî av. ( Köln…

  6. Spezial
    Knauf

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Knauf m. (-[e]s, Knäufe) 1 (Kugelgriff, Knopf) pom (poms) m. 2 (Knopfgriff) p om (poms) m. , mantia a pom f. ▬ der Knauf…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit knauf

38 Bildungen · 37 Erstglied · 1 Zweitglied · 0 Ableitungen

knauf‑ als Erstglied (30 von 37)

Knaufband

RhWB

knauf·band

Knauf-band -pbaŋk Erk-Keyenbg n.: Strohseil, das in der Mitte aus zwei Teilen zusammengeknüpft ist.

Knaufbohnen

RhWB

knauf·bohnen

Knauf-bohnen -øpkəsbū·ə.nə Kemp-Amern SAnton Pl. t.: grüne B., in 2 cm lange Stücke gebrochen für die K.buəhnezupp.

Knaufbuckse

RhWB

knauf·buckse

Knauf-buckse -ōpənboks Rees-Milling ; -pb. Kref f.: Klapphose der Jungen.

knaufeln

DWB

knauf·eln

knaufeln , nagen u. ä.: der hund knaufelt an dem beine ( knochen ). Schmotther canzleimäsz. schreiber. Dresd. 1726. 2, 387 ; thüring. knaufe…

knaufen

DWB

knaufen , knäufen , verb. zu knauf, knopf. die vocc. des 15. jh. erklären nodare mit knaufen, kneufen (kneifen), nrh. kneupen, knôpen ( s. u…

Knaufgat

RhWB

knauf·gat

Knauf-gat -ōps- Kemp , Geld , Mörs , Klevld n.: -loch. RA.: Enen op de K.gater kike ihn ordentlich bemustern Kemp-UWeiden . De liətt (lässt)…

Knaufgras

RhWB

knauf·gras

Knauf-gras Heinsb-Dremmen Höngen Lümb n.: Quecke, triticum repens.

Knaufholz

RhWB

knauf·holz

Knauf-holz Daun-Tettschd n.: Querbalken über der Tenne, über dem die Balken u. Bretter des Tennenaufbaues liegen.

Knaufhose

RhWB

knauf·hose

Knauf-hose -ph·ə.s Neuss , Kref-Osterath , Geld-Hinsbeck , Mettm-OElsiepen; -øyp- Sol , Ess-Werden f.: Gamasche.

knaufig

PfWB

 knaufig Adj. : ' quälend ', knaufich [ Don-Werb ].

Knauf II

RhWB

Knauf II das Wort fehlt Rhfrk u. Mosfrk bis auf das WMosfrk in Saarbg , Trier , Wittl , Bernk , Bitb , Daun , Prüm -ā-, –ō-, Pl. -E-, –ē- [ …

Knaufjunge

RhWB

knauf·junge

Knauf-junge (s. S.) m.: 1. -ōp- –fabrikarbeiter Elbf . — 2. -ēf- Pl. Neckn. derer von Bitb-Speicher .

Knaufküppeler

RhWB

Knauf-küppeler -fkøpələr Prüm-Schlausenb m.: einer, der Händel macht wie ein kleiner Junge.

knaufloch

DWB

knauf·loch

knaufloch , n. internodium. Dief. 304 c , kneufloch lacuna 315 c , kneifloch lacinia 315 a . s. knäufelloch , knäufen .

knaufmacher

DWB

knauf·macher

knaufmacher , m. knopfmacher, als oberd. bei Campe, als verfertiger zinnerner knöpfe bei Brosenius technologie Lpz. 1806 2, 466 . vgl. knauf…

Knaufmächer

RhWB

Knauf-mächer -ōpəmEəkər MGladb ; -ōp- Gummb ; -øpkəsmEkər Barm m.: Knopfarbeiter, ein ausgestorbener Beruf; es wurden glatte Scheibchen aus …

knaufnadel

DWB

knauf·nadel

knaufnadel , f. gleich knäufelnadel, knopfnadel, stecknadel, musz man annehmen; ihm entspricht nnd. knœpnatel Dähnert 244 a , nl. knoopnadel…

Knaufpeter

RhWB

knauf·peter

Knauf-peter -pitər Aach-Merkst m.: scherzh. verächtl. Arbeiter der Knopffabrik.

Knaufschuhe

RhWB

knauf·schuhe

Knauf-schuhe (s. S.) Allg. [ -pər- Barm ] Pl.: Sch., die zugeknöpft werden.

knauf als Zweitglied (1 von 1)

stecknadelknauf

DWB

stecknadel·knauf

stecknadelknauf , m. , selten an stelle des folgenden: es ist keinen stecknadelknauf werth Wander 4, 791 . —