Eintrag · Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)
klapfe swv.
1. stoße zusammen und verursache dadurch ein geräusch, klappe, klappere. dar an hôrt man klaffen guldîne schellen Servat. 506. der dôn durch die hiute, seht, der machet klaffende helzen MS. 2,58. a. sîn houbt eʒ (das hündchen) schutte weckerlîch, sîn ôren klaften im dar an H. Trist. 4571. die zene klaffent Mart. 275. etelîche boume habent bleter die klaffent alle zît Bert. 164. — von manegem swanc in klaffent ûf schlagen aus einander, klaffen die næte Helbl. 2,1367.
2. rede viel, schwatze. der klaffende man der sprechens die mâʒe niht enkan warn. 2832. der vil klaffende man, der manic bœse mære kan, der swert unde liuget vil das. 425. si murmelt unde klaffet Mart. leseb. 767,17. sô si von den claphont alder dâ von ander liute hœrent claphon Griesh. pr. 2,69. ûf die sol niemen niht unnützes klaffen Frl. 343,4. iur leideʒ kallen muoʒ ich klaffen das. 336,4. die atzel klaffete sagte, hinterbrachte dem herren alles das was die weil geschehen was s. meister 85,12. wie tarstu sô ane klaffen unehrerbietig anreden den richter myst. 86,4. — in gutem sinne: dâ bî sô kan si gemelîchen klaffen MS. 2,66.
3. singe. ich hôrte gerne singen dich in dîns vaters wîse: der klafte wol ze prîse Reinh. 238.