Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
kerlin
kerlin , oberdeutsche nebenform von kerl im 16. 17. jh., aber masc. wie dieses, nicht n.: ob dir darzwischen rft ein gast, villeicht so dürst den kerlin vast. Scheit grob. J 1 b ; ein schöner kerlin auf ein zeit geladen ward zu einer breut ( hochzeit ), da hatten schöner bilder zwei ir hochzeit in dem grönen mei. ein Türing war gedachter gsell. N 3 b ; der kerlin ( derselbe ) wolt sich nider bücken. O 1 a ; vor ängsten ward dem kerlin heisz. das., diesen Thüringer ' kerl ' führt der verf. bei tische als tolpatsch vor, er spielt wol bei den Oberdeutschen die rolle des Sachsenkerls sp. 573; dam…