Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)
- Anchors
- 2 in 2 Wb.
- Sprachstufen
- 2 von 16
- Verweise rein
- 5
- Verweise raus
- 4
kabliau, auch kabeljau,kabelau (brem. wb.), bei Schottel 1296 cabelliau, bei Steinbach kappelau, m. seefisch vom geschlecht der dörsche, gadus morhua. in vocabb. des 15. jh. meruta, cabeliau vel bulche (vgl. u. kablen), cabbelyau, kabylygauwe Dief. gl. 317b. 358c, im Teuthon. cabliauwe. er kommt in mehrfacher zubereitung als stockfisch, laberdan, klippfisch, hängefisch, flachfisch, langfisch, breitfisch in den handel. aber frisch, ungetrocknet heiszt er nl. kibbeling, und das klingt mit kabbeljau nah verwandt. s. auch bolch. Der ursprung ist dunkel, der name ist bei den verschiedenen seefahrenden völkern in der hauptsache derselbe, nur die Engländer nennen ihn cod, codfish; wir haben ihn von den Holländern, nnl. kabeljaauw, früher kabbeljau f., bei Kilian kabeliau, kableau; vergl. nl. bakkeljauw m. eine art ungetrockneter stockfische (vgl. Diez 583), und kablen, das auf den ursprung leiten könnte. Wie bei andern waarennamen, wird auch hier der sing. als collectiv für die menge gesetzt, sechs tonnen kabliau. so z. b. bei hering schon im 15. jh.: von einer tonna herings ein hering (abgabe). Arnstädter stadtr. bei Michelsen, rechtsdenkm. aus Thür. 1, 56. 57; heringhes ene gude tunnen. Mone schausp. d. mitt. 2, 90.
Lautwandel-Kette
Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart
Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.
-
15.–20. Jh.
Neuhochdeutschkabliau
Grimm (DWB, 1854–1961)
kabliau , auch kabeljau , kabelau ( brem. wb. ), bei Schottel 1296 cabelliau, bei Steinbach kappelau, m. seefisch vom ge…
- 19./20. Jh.
Verweisungsnetz
10 Knoten, 8 Kanten
Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen
Filter:
Anchor 1
Kompositum 8
Sackgasse 1
Wortbildung
Komposita & Ableitungen mit kabliau
1 Bildungen · 1 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen
kabliau‑ als Erstglied (1 von 1)
kabliaufang
DWB
kabliaufang , und andere zusammensetzungen ergeben sich von selbst, wie kabliaufischer, kabliauladung, kabliaujäger u. s. w.
Zitieren als…
- APA
-
Cotta, M. (2026). „kabliau". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 18. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/kabliau/dwb?formid=K00057
- MLA
-
Cotta, Marcel. „kabliau". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/kabliau/dwb?formid=K00057. Abgerufen 18. May 2026.
- Chicago
-
Cotta, Marcel. „kabliau". lautwandel.de. Zugegriffen 18. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/kabliau/dwb?formid=K00057.
- BibTeX
-
@misc{lautwandel_kabliau_2026, author = {Cotta, Marcel}, title = {„kabliau"}, year = {2026}, howpublished = {lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern}, url = {https://lautwandel.de/lemma/kabliau/dwb?formid=K00057}, urldate = {2026-05-18}, }