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Jück

nhd. bis Dial. · 4 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

MeckWB
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6 in 4 Wb.
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Eintrag · Mecklenburgisches Wb.

Jück n.

Bd. 3, Sp. 1109
Wossidia Jück Jüch n. Joch: Umlaut vermutlich von einem s-Stamm germ. *juk-es- > *juk-iz-, der neben dem a-Stamm *juk-a- angesetzt werden kann; Reut. hat Jüch; jugum 'Jock' Chytr. 61; 'tehet nicht am frOemden Jocke mit den UngelOevigen' Gry. Paw. B 2b. 1. Zugvorrichtung, welche dem Ochsen um den Hals gelegt wird, wenn er vor dem Haken gehen soll; das Jück besteht aus einem oberen Querholz, Jückbom, einem unteren, Kählholt, welche Hölzer durch die Jochscheiden (Jückscheid', -stock, -bomstock) verbunden sind, und den Jücksticken, die ein Auseinandergleiten dieser Teile verhindern Schum. Hak. 37; N. Monschr. 4, 148b; 'die Methode, die Ochsen mit dem Kopfe durch ein hölzernes, oben hinter den Hörnern befestigtes Gestell oder Joch ziehen zu lassen' Land. Ann. 1818, S. 385; das bei Schum. Hak. Tab. VII abgebildete Joch ist für die Anspannung eines Ochsen bestimmt und in der Mitte etwas gekrümmt, damit es der Schuft des Tieres gut aufliegt; bei der Anspannung von zwei oder drei Ochsen ist der Jückbom stets gerade. Sprachliche Belege: W. spannt de Ossen int Jück im Nachbarreim Ro; in Rdaa. auch auf menschliche Verhältnisse übertr.: wi willen em dat Jück woll so nahleggen, dat he möt ihn zwingen RoRostock@KühlungsbornKühl; nu hett he 't Jück run von de Knaken von einem Toten, der ein schweres, mühevolles Leben hatte Gres; nu geiht 't wedder int Jück nach einem Fest gesagt Wa; WaWaren@MarihnMar; ick heff mi dat Jück upleggt die Last aufgeladen Schö Schönberg@WarnowWarn; ick heff dat Jück in de Jugend drägen lihrt RoRostock@KlockenhagenKlock; se sünd nich tofräden, ihr se nah dat Jück rin sünd in den Ehestand StaStargard@SerrahnSerrahn; se smiten sick all int Jück leisten Widerstand RoRostock@KühlungsbornKühl; s. Jückstock. 2. zwei durch Wäden oder Stricke verbundene Holzstangen, welche man den Kälbern um den Hals hängt, damit sie nicht durch den Koppeldraht kriechen Wa; dat Kalf mütt 'n Jück ümhebben HaHagenow@BelschBelsch; s. Kalwerjück. 3. ein Gespann Ochsen: 'auf jedes Joch Ochsen in den Städten 1 Rthlr.' Kontribution (Gü 1628) Spald. Land. 2, 193. 4. Verbindungsstück an Werkzeugen und Geräten, so am alten Scheidenhaken, der im Gegensatz zum Buckhaken (2, 57) ein verstellbares Jück im Vorgestell hatte Nd. Jb. 48, 36; am Langwagen ist das Jück ein dem Gledd'holt ähnliches Querholz nach hinten zu an der verlängerten Hinterachse zum Tragen einer langen und belasteten Unterlage 47, 71; bei der Feldbahn sind de Jücken die schwellenartigen Querstücke, welche die Schienen verbinden Ro Rostock@DoberanDob; Jück Holz zur Unterlage des langen Aalstakens (Bd. 1, 9), das beim Aalstechen vorne am Boot befestigt wurde, dormit de Aalstaken Hollung hett WiWismar@KirchdorfKirchd; in der Spr. des Zimmermanns ein horizontales Holz, das auf senkrechten Hölzern ruht: 'würde die Schüttenwand eine Breite über 16 bis 18 Fuß haben, so muß man eine Mittelwand oder ein Joch auf den Heerd stellen, wodurch die Schüttenwand abgesteifet ... wird' Behr. Mühl. 153; 'Juck' Joch einer Brücke (1708) Schw Arch. — Mnd. jück n., m. — Br. Wb. 2, 706; Kü. 2, 50; Me. 2, 1065.
2951 Zeichen · 51 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Jück

    Adelung (1793–1801)

    Das Jück , des -es, plur. die -e, ein Niedersächsisches Feldmaß, S. Adelung Joch und Adelung Jauchert .

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Jück

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Jück ( Juch, Juck ), früheres Feldmaß im Großherzogtum Oldenburg: das alte (Katasterjück) 1836 auf 640 Katasterruten = 5…

  3. modern
    Dialekt
    Jückn.

    Mecklenburgisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Jück Jüch n. Joch: Umlaut vermutlich von einem s- Stamm germ. * juk-es- > * juk-iz-, der neben dem a- Stamm * juk-a- ang…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit jueck

35 Bildungen · 34 Erstglied · 1 Zweitglied · 0 Ableitungen

jueck‑ als Erstglied (30 von 34)

Jückarsch

RhWB

jueck·arsch

Jück-arsch (s. S.) nach Wk. III 3 in Daun-Bernd Dohm Kerpen OEhe Lammersd Rockeskyll Walsd [ jęk- NEhe Auel ], Schleid-Nonnenb Ripsd m.: das…

Jückbeere

RhWB

jueck·beere

Jück-beere (s. S.) nach Wk. III 3 in Mettm-Dornap , Lennep-Burg , Barm f.: dass.

Jückbom

MeckWB

jueck·bom

Jückbom m. das obere Querholz am Joch N. Monschr. 4, 148 b ; Schum. Hak. 37; 39; 'ein birken Jückbaum 2 bis 3 ßl.' Holzed. von 1800.

Jückbrett

RhWB

jueck·brett

Jück-brett Gummb-Hombg n.: einer, der recht häufig reist, Besuche macht.

Jückbuckse

RhWB

jueck·buckse

Jück-buckse -boks MGladb-Rheind f.: de hät all wiər de J. an er reist gern.

Jückde

RhWB

Jückde jȳəkdə Heinsb-Breberen , jǫkdə Klev , Rees Sg. t. f.: das Jucken , der Juckreiz.

jückel

DWB

jückel , m. für Jockel ( sp. 2332)?: aber es wird einer kommen, der uns solchen mutwilligen kützel vertreiben und den lieben Jückel krauwen …

jückeln

RhWB

jueck·eln

jückeln -ø- Sieg-Honnef , MGladb-Rheind schw.: schnell fahren, laufen, reisen.

jücken

RhWB

jucken, jücken jugə(n) Rhfrk, Mosfrk bis Mos einschl. u. nach Bitb , Koch , May , Neuw , hinein (dafür mehr beissen ); mit Umlaut -eg- Saarl…

jücken I

RhWB

jücken I = Juckreiz haben s. juck.

jücken II

RhWB

jücken II -yk-, –ȳ-, –ȳ:- Bergh-Kirchherten , Dür , Jül , Aach , Erk-Körrenz , Geilk-Loverich ; jȳkələ Dür-Müddersh schw.: laut rufen, bes. …

jückern

MeckWB

jueck·ern

jückern zittern, beben; öft. im Tiermärchen: ick heff mi argert, dat mi de Kinn jückert Wo. V. 2, S. 6; s. jucken 1 ; dee jückert ümmer in '…

Jückhaken

MeckWB

jueck·haken

Jückhaken m. Haken ohne Vorwagen, der von Ochsen oder Pferden mit dem Jück gezogen wurde Schum. Hak. 49; s. Haken 2 (Bd. 3, 380); de ollen J…

Jückholt

MeckWBN

jueck·holt

Wossidia Jückholt n. am Scheidenhaken wie Jück (s. d. 4) Wi Wismar@Poel Poel .

jückig

RhWBN

jückig Adj.: 2. -øk- liebestoll, vom Mädchen Eusk-Lechenich .

Jückkater

RhWB

jueck·kater

Jück-kater -kā:dər Schleid-Dottel m.: ein Mädchen, das viel herumläuft.

Jückläuse

RhWB

Jück-läuse -lȳ:s nach Wk. III 3 in Sieg-Honr , MülhRh-Eulenth Forsb Hoffnungsth Rösr Pl.: dass.

Jückmehl

RhWB

jueck·mehl

Jück-mehl -mEl nach Wk. III 3 Sieg-Birk Breidt Pohlhsn n.: dass.

Jückpahl

MeckWBN

Wossidia Jückpahl m. Pfahl für ein Brückenjoch Wo. Sa.

Jückpeter

RhWB

jueck·peter

Jück-peter -pērə Simm m.: einer, der sich immer kratzen muss, weil er Flöhe, Läuse hat.

Jückplaug

MeckWB

Jückplaug m. Jochpflug, Pflug mit Anspannung mittels Jochkoppel wie beim Jückhaken, für die Klützer Gegend angeführt Land. Ann. 1819, S. 80.

Jückpulver

RhWB

jueck·pulver

Jück-pulver (s. S.) m.: 1. wie nhd. — 2. übertr. die Juckreiz bewirkenden Kerne der Hagebutte Verbr. nach Wk. III 3 in Bitb , Daun-Strotzbüs…

Jückscheid'

MeckWB

jueck·scheid

Jückscheid' f. das Holz, das Jückbom und Kählholt verbindet: 'Die beiden Jochscheiden halten das Kehlholz und den Jochbaum ... zusammen' Sch…

Jückstegg

MeckWB

Jückstegg Jüch- n. das aufrecht stehende Holz am Webstuhl, auf welches die Spule gesteckt wird: Leit ick de Spaul dörch 't Jüchsteg gliden G…

Jückstein

RhWB

jueck·stein

Jück-stein -štēn Bo m.: Kieselschiefer, mit dem sich die Kinder über den Rücken reiben.

jueck als Zweitglied (1 von 1)

Plaugjück

MeckWBN

Wossidia Plaugjück n. a. Spr. Radvorgestell des Pfluges (s. Plaug I 2 b): 'sechs Pflugjöke mit eisen Vorweden und Strefweden' ( Schö Schönbe…