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mhd. bis Dial. · 14 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

WWB
Anchors
21 in 14 Wb.
Sprachstufen
5 von 16
Verweise rein
20
Verweise raus
25

Eintrag · Westfälisches Wb.

Bd. 3, Sp. 463
Partikel [verstr.] ja. — 1.1. Gibt eine (uneingeschränkt) zustimmende Antwort auf eine Entscheidungsfrage. Is ’t auk gans wisse wr? — Jau (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@RheineRh). Jau un nei (Kr. BeckumBek Kr. Beckum@VorhelmVh). Jau seggen (Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck@DattelnDa) bejahen, zustimmen: He häf no nich jau d’r to seggt hat noch nicht zugesagt (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe). — Ra.: He segg to als Jau un Amen ist mit allem einverstanden (Kr. CoesfeldKos Kr. Coesfeld@OsterwickOw || verbr.). Jou, jou, siet hei; nei, nei, meint hei er ist nicht aufrichtig (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@LüdenscheidLü || ähnl. mehrf.). — 1.2. Verstärkt, bekräftigt eine Bejahung, eine Zustimmung: Jo, jau! (Kr. WarburgWbg Kr. Warburg@KühlsenKü). — 2. Eine Mahnung, ein Verbot verstärkend: unbedingt, auf jeden Fall bzw. (bei Verneinung) auf keinen Fall. Neäm di jau in Acht! (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Wl). Dau dat män jou nit wīe! (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@ElseyEl). Gao daor jau nich bi! (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe). ..., dat ’t jau koin annerer hort (Kr. HöxterHöx Kr. Höxter@SandebeckSb). — 3. In Vbdg. mit wol: eine Einschränkung, einen Zweifel oder eine Erwartung ausdrückend: ‘hoffentlich’. Wett wuäl jäo guet seïen (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@DeilinghofenDh). — 4. In Vbdg. mit sō: mindestens ebenso, gerade so. Jau sau geot (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh). Jau zau graut (Kr. IserlohnIsl Dp). ⟨Vokalismus: ›ō²‹ [verbr.], ›ō¹‹ [verstr. bes. OWestf]⟩ ¶ WWB-Source:238:RhWbRhWb 3,1174: jo I bzw. 3,1107: ja; WWB-Source:207:NdsWbNdsWb 6,971: jā. — Vgl.→ ja.
1173 Zeichen · 43 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    interj.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +5 Parallelbelege

    JÔ interj. jô heil alle! wâfen ummer ach â jô (: sô) Diut. 1,410. vgl. RA. 877.

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch

    Mittelniederdeutsches Wb. · +1 Parallelbeleg

    jô je — desto (Nd. Jb. 6, 78, ostfries.).

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    jo

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +1 Parallelbeleg

    jo , ausruf, vgl. io : von groszem durst, des ruoft er: wasser her, jo! wasser her! ring 43 a , 32 .

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Jo

    Goethe-Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    Jo s Io Horst Fleig H.F.

  5. modern
    Dialekt
    jo

    Elsässisches Wb. · +8 Parallelbelege

    jo , zwei Mol ironische Abweisung Str. ä

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit jo

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Cotta, M. (2026). „jo". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 11. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/jo/wwb
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Cotta, Marcel. „jo". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/jo/wwb. Abgerufen 11. May 2026.
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Cotta, Marcel. „jo". lautwandel.de. Zugegriffen 11. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/jo/wwb.
BibTeX
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