Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Instrumental
Instrumental
Instrument n. ‘Gerät, Werkzeug, (Arbeits)mittel, Musikgerät’ (16. Jh.), zuvor spätmhd. instrument ‘Schriftstück, Urkunde’ (in dieser Bedeutung noch im 18. Jh.), entlehnt aus lat. īnstrūmentum ‘Gerätschaft aller Art, Werkzeug, Ausstattung, Vorrat, Beweismittel, Urkunde’ und bald zu einem vielseitig und häufig gebrauchten Ausdruck entwickelt, vgl. besonders ‘Werkzeug jeder Art, Musikgerät’ (16. Jh.), ‘optisches, geometrisches, medizinisches, mathematisches Gerät’ (18. Jh.). – Instrumental m. in der Flexionslehre ‘Mittel und Werkzeug bezeichnender Fall’ (bei Grammatikern der slaw. Sprachen, z. B. Pohl 1773, Dobrovský 1792, dann von J. Grimm in die historische Grammatik aufgenommen), zuvor Instrumentalis (Dobracki 1669), Ablativus Instrumentalis (Roter 1616), nach mlat. (casus) instrumentalis. Vgl. die frühen dt. Übersetzungen Werckzeugsendung (1669), Werck-Zeiger, Werck-Steller (1682). instrumentieren Vb. ‘ein Musikstück für Orchester einrichten’ (19. Jh.). Instrumentar(ium) n. ‘Gesamtheit der für eine Arbeit notwendigen Unterlagen, Hilfsmittel, Geräte’ (19. Jh.), mlat. instrumentarium.