Eintrag · Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)
iedoch adv.
1. mit beziehung auf einen untergeordneten satz. doch — êdoch leseb. 302,40. alein sî mir ir haʒʒen leit, eʒ ist iedoch ir wîpheit Parz. 114,22. swie tump ich sî, mir wont iedoch diu witze bî a. Heinr. 594. vgl. 345. swie ich zuo mir selben habe getân, ir sult iedoch gewis hân Iw. 161. daʒ man iedoch bedenken sol, ir vervâhetz übel oder wol Iw. 75.
2. der untergeordnete satz auf den sich iedoch bezieht, liegt in einem hauptsatze oder ist aus dem allgemeinen sinne der rede zu entnehmen. der mære endurfet ir niht gern, iedoch enwelt irs niht enbern, sag ich Iw. 168. der gast begunde sich des schemn; iedoch kuster se an den munt Parz. 176,9. sus lônet iedoch diu riterschaft Parz. 177,25. mîn herze iedoch nâch hœhe strebet Parz. 9,23. sô daʒ er kûme iedoch genas Parz. 16,21. des hant iedoch gewaltes phlac Parz. 100, 25. guot was ie genæme, iedoch sô gie diu êre vor dem guote Walth. 31,7. joch sint iedoch gedanke frî das. 62,9. nu bin ich iedoch frô das. 98,6. eʒ zimet dem man ze lobene wol, des er iedoch bedurfen sol Trist. 14. unde wær iedoch verdorben das. 1183. êdoch bin ich ir eigen dienestman MS. 1,14. b. als iedoch vil maneger tuot MS. 1,66. a. iedoch wirt eines wîbes rât MS. 1, 182. b. êdoch woltich eʒ wâgen MS. 1,191. a. êdoch hât sie ein teil vernomen MS. 1,191. a. êdoch welt ir sîn niht enbern MS. 2,249. a.