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Hueppe

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Meyers
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6 in 5 Wb.
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Hueppe

Bd. 9, Sp. 664
Hueppe, Ferdinand, Hygieniker, geb. 24. Aug. 1852 zu Heddesdorf in der Rheinprovinz, studierte in Berlin im Friedrich Wilhelms-Institut Medizin, wurde Militärarzt, Hilfsarbeiter im Reichsgesundheitsamt, ging dann als Dozent nach Wiesbaden und 1890 als Professor der Hygiene nach Prag. H. arbeitete über Zersetzung der Milch, Wasserversorgung (Keimfreiheit des Grundwassers), Körperpflege, Turnen, Sport, Desinfektion, namentlich aber widmete er sich mit großem Erfolg der bakteriologischen Forschung. Er zeigte, daß gewisse pathogene Bakterienarten parasitäre Anpassungsformen vielgestaltiger Mikroben sind, und daß die Infektionskraft der Bakterien aus ihrem Saprophytismus herzuleiten ist. Als Schutzmittel gegen die Infektion durch pathogene Bakterien prüfte er die Impfung mit artverwandten harmlosen Bakterien; auch zeigte er, daß die Oxydation des Ammoniaks zu Salpetersäure den nitrifizierenden Bakterien die Energie liefert, die sie befähigt, Kohlensäure im Dunkeln zu assimilieren. Er schrieb: »Die Methoden der Bakterienforschung« (Wiesb. 1885, 5. Aufl. 1891; auch engl. u. franz.); »Die Formen der Bakterien« (das. 1886); »Über Beziehungen der Fäulnis zu den Infektionskrankheiten« (Berl. 1887); »Über den Kampf gegen die Infektionskrankheiten« (das. 1889); »Die Cholera-Epidemie in Hamburg 1892« (mit Else H., das. 1893); »Über die Ursachen der Gärungen und Infektionskrankheiten und deren Beziehungen zum Kausalproblem und zur Energetik« (das. 1893); »Ignaz Semmelweis« (das. 1894); »Naturheilkunde u. Schulmedizin« (Leipz. 1895); »Naturwissenschaftliche Einführung in die Bakteriologie« (Wiesbad. 1896); »Zur Rassen- und Sozialhygiene der Griechen« (das. 1897); »Handbuch der Hygiene« (Berl. 1899); »Volksgesundung durch Volksspiele« (Leipz. 1898); »Die hygienische Bedeutung der Knabenhandarbeit« (das. 1897); »Der moderne Vegetarianismus« (Berl. 1900); »Über Krankheitsursachen vom Standpunkt der naturwissenschaftlichen Medizin« (Wien 1901); »Über die modernen Kolonisationsbestrebungen und die Anpassungs möglichkeit der Europäer in den Tropen« (Berl. 1901); Vorträge über »Körperübungen und Alkoholismus« (das. 1903), »Alkoholmißbrauch und Abstinenz« (das. 1904), »Zur Sozialhygiene der Tuberkulose« (Wien 1904) u. a.
2238 Zeichen · 34 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    HÜPPE

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)

    HÜPPE s. ich HOPPE .

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    hüppe

    Mittelniederdeutsches Wb.

    ° hüppe „locusta” (Liljebäck Gl.).

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Hueppe

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Hueppe , Ferdinand , Hygieniker, geb. 24. Aug. 1852 zu Heddesdorf in der Rheinprovinz, studierte in Berlin im Friedrich …

  4. modern
    Dialekt
    Hüppe

    Rheinisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Hüppe hypə Lennep-Hückeswg Wermelsk Sg. t. f.: Füllung eines Masses bis über den Rand.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit hueppe

78 Bildungen · 76 Erstglied · 2 Zweitglied · 0 Ableitungen

hueppe‑ als Erstglied (30 von 76)

Hüppe II

RhWB

Hüppe II nach Wk. III 26 høp, Pl. -pə(n) in Prüm-Stadtkyll , Schleid , Eusk-Stdt Eschw Commern , Dür-Müddersh f.: Frosch [Grille Schleid-Urf…

Hüppekeren

WWB

hueppe·keren

Hüppekeren n. Hüpfspiel (mit einem flachen Steinchen in einem Feld mit acht kleineren Feldern) ( Bür At).

hüppeklinke

MNWB

hueppe·klinke

*° hüppeklinke ein Laufspiel, h. spēlen (Nic. Gryse Spegel M 4 b , vgl. Dähnert).

Hüppelbahn

RhWB

Hüppel-bahn Heinsb , Geilk f.: die Fläche, auf der das Hüpfsp. vor sich geht.

Hüppelball

RhWB

Hüppel-ball hibələ- Kreuzn , Meis m.: Gummiball; Spiel mit diesem B.

Hüppelbauer

RhWB

Hüppel-bauer -ələbūər Köln-Poulh m.: Hinkender.

Hüppelbein

RhWB

Hüppel-bein (s. S.) m.: 1. Hinkender Wittl-OKail , Bernk-Longkamp , Bitb-Dudeld Wiersd , Köln-Stommeln ; -ələ- Wittl-Reil . — 2. -ələ- Weber…

Hüppelbot

RhWB

Hüppel-bot Saarbr-Gersw m.: Kindersp., bei dem ein Stein mit dem Fuss innerhalb eines Rechteckes vorangestossen wird.

hüppel de püppel

MeckWB

hüppel de püppel lautmalend im Wiegenlied: hüppel de püppel den Barg hendal Wo. V. 3, 79 a; im Verwunderungslied: ... de Däl entlank 2, 1612…

Hüppelfoªrsk

WWB

Hüppel-foªrsk m. [ Arn Mes, verstr. Hag Isl Olp] 1. Frosch. — 1.1. Grasfrosch ( KkWb ). — 1.2. Wasserfrosch ( Mes Br ). — 2. Kröte (Frbg.) (…

Hüppelgans

RhWB

Hüppel-gans MGladb-Rheind f.: Hinkende.

Hüppelgeiss

RhWB

Hüppel-geiss -gEs Birkf-Herrst f.: 1. ein dreibeiniges Stück Holz, 50 cm hoch, bei einem Spiel mit Stecken getrieben. — 2. übertr. langes, m…

Hüppelhö

MeckWB

Hüppelhö wie Hüppehei Schw Pinn.

hüppelig

RhWB

hüppelig -e-, –ø-, –o- Verbr. wie Hüppel 1; -ub- Merz-Nunk Adj.: uneben, hügelig.

Hüppel II

RhWB

Hüppel II -ø- = Kopfkissen s. Hauptpüll;

Hüppelken

WWB

Hüppelken n. Spinnrad (Frbg.) ( Ahs Sl).

Hüppelknotsch

RhWB

Hüppel-knotsch nach Wk. III 26 høpəltsknətš Eusk-Zülp , Bergh-Blatzh ; -ōə-, –ūə- Dür-Stdt m.: Frosch.

Hüppelkrade

RhWB

Hüppel-krade nach Wk. III 26 -əltskrā:t Eusk-Friesh , Dür-Abenden Poll Sievernich OBolh Birkesd f.: dass.

Hüppelkrotsch

RhWB

Hüppel-krotsch -əltskrətš Dür-Stdt , Köln-Brühl ; -əl- Aach-Stdt f.: dass.

hueppe als Zweitglied (2 von 2)

schüppe

DWB

schu·eppe

schüppe , f. schaufel, spaten; dafür auch weniger gut schippe, s. daselbst ( sp. 206 f. ). ein niederd.-mitteldeutsches wort, zu schupfen, s…