Eintrag · Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)
heimelich adj.
1. zum hause gehörend, nicht fremd, vertraut, familiaris. ze frömde noch ze heimlîch büchl. 2,77. gar heimlich und gewonet wol Bon. 34,3. ir vremde was heinlîch genuoc Parz. 738,10. daʒ si im alsô heimlich wart daʒ er si sîn gemahel hiez a. Heinr. 340. si was ir vrouwen heimlich genuoc Iw. 74. si wâren aber heinlich als ê ir beider herren Marke Trist. 16413. daʒ getwerc was dem künige heimelich und ouch der kemenâten das. 14255. vgl. H. Trist. 3023. Wigal. 1607. 1855. 3674. Barl. 27,17. 37,37. sich einem heimlich machen sich ihm befreunden troj. 59. b. Leys. pred. 113,37. — den heimlîchen trûten unde den sunterfriunten Windb. ps. 553. er sagete eʒ sînen heimlîchen friunden tougenlîchen Ulr. 720. — er wære arm ode rîch, gast ode heimlîch Greg. 1744. bit in daʒ er die geste und die heinlîchen habe wert Parz. 345,9. der heimlîch und der gast W. Wh. 155,14, den heinlîchen mit dem gaste U. Trist. 2490. Tristan den heimelîchen gast Trist. 3459. unser heimlîchen fürsten die fürsten unsers landes Walth. 84. 21. ich vuor von lande über mer mit einem heimelîchen her Trist. 6400. der roc der was ir heimelîch, er tet sich nâhe zuo der lîch Trist. 10914. ze Âkers ist der tôt sô heimlich, unt stürben tûsent alle tage da enhôrte niemen lange klage Vrid. 155,24. got sêle engel unde wint, swie heimlich diu den liuten sint, so enseit mir niemen âne wân, wie diu vieriu sint getân das. 134,8.
2. fremden augen entzogen, geheim. ein heimlich kemenâte Iw. 208. er fuorte si in sîn heimlich gemach a. Heinr. 1181. er gie an eine heinlîche stat Wigal. 9643. si wîst in heinlîche wege Parz. 100,2. heimlîchen rât nemen ze einem Barl. 37,33. heimlichiu dinc beischlaf Nib. 615,3. heinlich blicken, sendez kôsen MS. 1,87. a.