Eintrag · Mittelhochdeutsches Wb. (MWB)
heckel stN.
1.1 allg.
1.2 als Strafwerkzeug (vgl. hâke 1.2 )
2 übertr. (vgl. hâke 1.4 )
1 ‘kleiner Haken’ 1.1 allg.: ein krumber steft an der geisel, der waz gestalt als ein heggli Seuse 43,19. – ein ~ in etw. slahen ‘etw. festhalten’ waiz er indert ain gewin, / so slecht er sein haekel drin Teichn 83,36 1.2 als Strafwerkzeug (vgl. hâke 1.2): swer got oder die hæiligen schildet oder vater vnd mvͦter, dem sol man div zvnge an daz hækel legen UrkCorp (WMU) 3452,21 2 übertr. (vgl. hâke 1.4): ich ahte, daz sie [die Frau] biderb sî / und doch niht arger liste frî, / dâ sî vil lîht ein hekel [verborgener Nachteil] bî Helbl 1,1092; valsch [Betrug] ist gemischet ze manigen dingen, / diu heil und sêlde uns sölten bringen: / predigen und messe sint niht frî / da ensî etswâ ein hêkelin [Fehlerhaftes] bî Renner 13646; so ist daz der hakkel [Nachteil, Schaden] dran / daz dw miet hintz hell trait Teichn 302,38
MWB 2 1105,30; Bearbeiter: Gärtner