Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
harpfa
O, in Gl.:
‚Saiteninstrument, das gezupft〈Var.: -er-; -ra-
oder auch geschlagen wird, Harfe, Leier,
Laute, Schaugerüst, Folterrost, Schnellgal-
gen, Schandpfahl, Röhrenkassie; catasta,
chelys, cithara, crota, fides, harpa, lyra,
plectrum, puteal, sambuca, sistrum, sympho-
nia, testudo, tympanum‘
(zum Sproßvokal zwischen r und Labial vgl.
Braune-Reiffenstein 2004: § 69b); -f(f)-, -p-,
-ph-〉. Die Graphien -ph- neben -f- werden
von Lühr 1988: 264 (ebenso verfährt Fr.
Kauffmann, PBB 12 [1887], 505 ff.) aus ei-
nem alten Nebeneinander von *-pp- und *-p-
erklärt. Da es jedoch zum einen in den ande-
ren germ. Sprachen keinen Hinweis auf die
Existenz eines ehemaligen *-pp- gibt (s. u.),
zum anderen der Übergang von -rph- zu -rf-
als Erleichterung der Konsonantengruppe
angesehen werden kann, scheint diese An-
nahme kaum nötig zu sein (vgl. zur Beurtei-
lung der Graphien Braune-Reiffenstein 2004:
§ 131 mit den Anm.). – Mhd. harpfe sw./st. f.
‚Harfe‘, nhd. Harfe f.
‚Musikinstrument,.
dessen Saiten mit den Fingern gezupft wer-
den‘