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Hanno

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Meyers
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Hanno

Bd. 8, Sp. 778
Hanno, 1) karthag. Suffet, unternahm in der Blütezeit des karthagischen Staates (wahrscheinlich um 460 v. Chr.) mit 60 Pentekonteren, auf denen sich angeblich 30,000 Liby-Phöniker als Kolonisten für zu gründende Niederlassungen befanden, eine große Seeexpedition von Karthago aus über die Säulen des Herakles hinaus an die Westküste Afrikas und weihte nach seiner Rückkehr damaliger Sitte gemäß in dem Tempel des Kronos eine Tafel, die in punischer Sprache einen Reisebericht (Periplus, »Umschiffung«) enthielt, von dem eine griechische Übersetzung auf uns gekommen ist, eins der ältesten authentischen Denkmäler der geographischen Kunde des Altertums, zuerst herausgegeben in Basel 1534 (hinter Arrian) von Gelenius, zuletzt von Müller in den »Geographi graeci minores«, Bd. 1. Vgl. Mer, Mémoire sur le Périple d'Hannon (Par. 1885); C. Fischer, De Hannonis Carthaginiensis periplo (Leipz. 1893). 2) Karthag. Feldherr in Sizilien im ersten Punischen Kriege, sowohl vor Agrigent (262) als am Berg Eknomos von den Römern geschlagen. 3) H., mit dem Beinamen »der Große«, wurde von den Karthagern beim Ausbruch des Söldnerkriegs (241–237 v. Chr.) mit der Führung des Krieges beauftragt und besiegte die mit den aufständischen Libyern vereinigten Söldner bei Utica, wurde aber dann von ihnen überfallen und geschlagen. Seine Vaterstadt stellte ihm daher Hamilkar Barkas als Feldherrn zur Seite, und das Heer übertrug diesem später allein den Oberbefehl; daher Hannos Feindschaft gegen Hamilkar und dessen ganzes Haus. Er verhinderte während des zweiten Punischen Krieges jede tatkräftige Unterstützung Hannibals, stand nach der Schlacht bei Zama an der Spitze der Gesandtschaft, die bei Scipio um Frieden bat, und wird noch späterhin als Haupt der römerfreundlichen Partei genannt. Er soll in hohem Alter gestorben sein. 4) Unterfeldherr Hannibals und nach Appian dessen Neffe, stand an der Spitze der nach der Schlacht bei Cannä nach Bruttium geschickten Heeresabteilung und eroberte daselbst 215 v. Chr. mehrere Städte, wurde aber bei den Versuchen, nach Lukanien und Kampanien vorzudringen, von den Römern wiederholt geschlagen.
2132 Zeichen · 22 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Hanno

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +3 Parallelbelege

    Hanno , Erzbischof, s. Anno .

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Wortbildung

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14 Bildungen · 14 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

hanno‑ als Erstglied (14 von 14)

hannöversch

MeckWB

hanno·versch

hannöversch hannoverisch; sprw.: man ümmer rin in 't Hannöversch! nur immer vorwärts! Gü Bütz ; Ha Red . Kü. 1, 682.

Hannover

Wander

hann·over

Hannover 1. Hannôwer is det hoge Fest, Hâmeln is det Rattennest, Eimbeck is det Râwennest, Norten is de Ântjepaus, Göttingen is de hôge Scha…

Hannoversche Legion

Meyers

Hannoversche Legion ( Welfenlegion ), s. Hannover , S. 785, und Welfenfonds.

Hannoverscher Entwurf

Meyers

Hannoverscher Entwurf , Entwurf der deutschen Zivilprozeßordnung, der auf Beschluß des Bundestages von einer 1862–66 in Hannover zusammenget…

Hannoverscher Kourier

Meyers

Hannoverscher Kourier , in Hannover wöchentlich zwölfmal erscheinende, in ihrer jetzigen Gestalt 1872 aus der Verschmelzung dreier Lokalblät…

Hannoversmann

MeckWB

hanno·versmann

Hannoversmann m. Hannoveraner in der Seemannsschnurre vom Bremer Kind, Hamborger Jung' und Hannoversmann Wo. Seem. 1, 129. Kü. 1, 683.