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Hagebuche

nhd. bis Dial. · 6 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Hagebuche

Hagebuche

Hain m. ‘kleiner Wald, Park’. Zu ahd. (8. Jh.), asächs. hagan ‘Dornstrauch’, mhd. hagen ‘Dornbusch, Einfriedung, Verhau, umfriedeter Ort’, mnd. hāgen ‘Hecke, Dornbusch, Gehölz, umfriedetes Gelände, Kolonistendorf’ (eng verwandt mit Hag, s. d.) entsteht im Spätmhd. die kontrahierte Form md. hain (14. Jh.), die bis heute als -hain (entsprechend -hag, -hagen) vor allem in omd. Ortsnamen fortlebt. Durch Luthers Sprachgebrauch (‘Wäldchen’, auch ‘einem heidnischen Gott geweihter Wald’) findet Hain im 16./17. Jh. eine gewisse Verbreitung, wird aber erst in der Mitte des 18. Jhs. (Klopstock) als dichterischer Ausdruck allgemein bekannt; vgl. Göttinger Hain (1772), Bezeichnung für einen Freundeskreis junger Dichter, später (1804) von Voß Hainbund genannt. – Hainbuche f. ‘Weißbuche’. Der seit alters häufig als Hecke angepflanzte, buchenähnliche, aber zu den Birkengewächsen gehörende Laubbaum heißt ahd. haganbuohha (9. Jh.), mhd. hagenbuoche, mnd. hāgebȫke, nl. haagbeuk. Aus mhd. hagenbuoche entwickelt sich im 15. Jh. durch Kontraktion die md. Form Hainbuche, die sich in der nhd. Literatursprache gegenüber Hagebuche f. durchsetzt. Auf dem zugehörigen Adjektiv mhd. hagenbüechīn beruht das noch in übertragener Verwendung geläufige nhd. hanebüchen (s. d.).
1262 Zeichen · 44 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Hāgebūche

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Die Hāgebūche , oder Hagebüche, plur. die -n, die kleinere Buche, welche gemeiniglich in Gestalt eines Strauches wächset…

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Hagebuche

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Hagebuche , s. Hainbuche .

  3. modern
    Dialekt
    Hagebuche

    Bayerisches Wörterbuch

    Hagebuche Band 3, Spalte 3,644f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit hagebuche

1 Bildungen · 1 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von hagebuche

hagebuchen + -e

hagebuche leitet sich vom Lemma hagebuchen ab mit Suffix -e, auf Verb-Stamm zurückgeführt.

Zerlegung von hagebuche 2 Komponenten

hage+buche

hagebuche setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

hagebuche‑ als Erstglied (1 von 1)

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „hagebuche". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 19. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/hagebuche/pfeifer_etym
MLA
Cotta, Marcel. „hagebuche". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/hagebuche/pfeifer_etym. Abgerufen 19. May 2026.
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Cotta, Marcel. „hagebuche". lautwandel.de. Zugegriffen 19. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/hagebuche/pfeifer_etym.
BibTeX
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