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haarsträubend

nhd. bis spez. · 4 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

haarsträubend

haarsträubend

sträuben Vb. ‘starr emporrichten’, reflexiv ‘sich aufrichten’, übertragen ‘sich widersetzen’, ahd. strūbēn ‘starren, rauh sein’ (10. Jh.), strūben ‘nach oben richten, rauh machen’ (10. Jh.), mhd. strūben ‘starren, rauh emporstehen (von Haaren und Federn), starr emporrichten, sich widersetzen’, asächs. strūƀian, mnd. strǖven, mnl. strūven, gebildet zum Adjektiv mhd. strūp, strūbe ‘starrend, rauh emporstehend (von Haaren, Federn), struppig, krauskopfig’, frühnhd. straub, asächs. mnd. strūf ‘rauh, uneben, holperig, struppig, wirr’, nl. stroef, verwandt mit den unter strubbelig und struppig (s. d.) aufgeführten Formen. Außergerm. sind vergeichbar griech. stryphnós (στρυφνός) ‘herb vom Geschmack, sauer, zusammenziehend, streng’, lit. strùbas ‘kurz, stumpf, abgestumpft’, vielleicht auch aslaw. strupъ ‘Wunde, Verwundung’, russ. strup (струп) ‘Schorf, Grind, Kruste einer Wunde’. Rückführung auf eine Labialerweiterung von ie. *streu-, *strū̌- (wozu auch Strauch, straucheln, s. d.), einer Form der unter starren (s. d.) angeführten Wurzel ie. *(s)ter(ə)-, *(s)trē- ‘starr, steif sein’, ist möglich. Das intransitive ēn-Verb und das transitive jan-Verb (s. oben die ahd. Formen) sind frühzeitig miteinander vermischt worden; im Nhd. herrscht aus dem jan-Verb entstandenes umgelautetes sträuben. Die Bedeutung ‘sich widersetzen, sich wehren’ (bereits mhd.) ergibt sich aus dem Emporrichten der Fellhaare, der Federn, des Kammes, der Mähne widerstrebender Tiere. – haarsträubend Adj. ‘entsetzlich, schrecklich’, eigentlich ‘die Haare sträuben machend’ (19. Jh.).
1564 Zeichen · 41 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    haarsträubendpart.

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +1 Parallelbeleg

    haarsträubend , part. ein neueres wort. 1) persönlich, der die haare sträubt, empor sträuben läszt: umringt von wilden, …

  2. Spezial
    haarsträubend

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    haar|sträu|bend adj. (grauenhaft) oribl (-i, -a), da temëi, spaventus (-sc, tosa), che fej sté sö i ciavëis.

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Cotta, M. (2026). „haarstraeubend". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 10. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/haarstraeubend/pfeifer_etym
MLA
Cotta, Marcel. „haarstraeubend". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/haarstraeubend/pfeifer_etym. Abgerufen 10. May 2026.
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Cotta, Marcel. „haarstraeubend". lautwandel.de. Zugegriffen 10. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/haarstraeubend/pfeifer_etym.
BibTeX
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