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gutedel

nhd. bis sprichw. · 9 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
10 in 9 Wb.
Sprachstufen
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12

Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

gutedel m.

Bd. 9, Sp. 1410
gutedel, m. , auch f. 11) name einer rebsorte (vitis vinifera aminea), wohl verkürzung und zusammenrückung von gut und edler wein; anscheinend zuerst für einen frühen weiszen wein, vgl. Pritzel-Jessen 445; seit dem 17. jh. zu belegen, jedoch älter (s. gutedelwein); vgl. gutedel ... species quaedam uvarum Apianarum Stieler 21; in älterer sprache noch als substantiviertes adj. behandelt, auf traube bezogen als fem.: die Glefener schwartzbraun und die gutedle weisz, die Muscateller gelb Weckherlin ged. 2, 382 Fischer; vgl. mundartlich gutedel, f. 'weisze traube' Follmann lothr. 221; gutedel sind allein die reben, die er setzt, er gleicht dem Bacchus so, wie Bacchus ihn ergötzt v. König ged. (1745) 483; verselbständigt als m.: die besten trauben ... sind die Muskateller, ... der gutedel ... Oken allg. naturgesch. 3, 3, 1869; und es hingen herein gutedel und Muscateller Göthe 30, 214 W.; ihr kirschen und ihr kästen sollt noch manches jahr gedeihn, auch du gutedel, flieszend gold, auch du markgrafenwein Schenkendorf ged. (1815) 135; ebenso mundartlich, vgl. Fischer schwäb. 3, 961, Martin-Lienhart els. 1, 15, Meisinger Rappen. 81; auch roter (gelber), schwarzer gutedel, s. Pritzel-Jessen 445, 449. 22) im alem. ironische bezeichnung für einen taugenichts, vgl. Fischer schwäb. 3, 961, Meisinger Rappen. 81, zs. f. hochdtsche maa. 2, 237: 'nach Amerika schick ich ihn, den gutedel!' schrie er zornig H. Hesse nachbarn6 (1909) 93; in jedem der beiden zimmer wohnten zwei solche gutedel mitsammen W. Chézy erinn. 1, 263; anders in positiver bedeutung verwendet: jetzt spielt der pfarrer den gutedel Auerbach schr. 2, 213. —
1655 Zeichen · 50 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Gutêdel

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Der Gutêdel , des -s, plur. inus. im Weinbaue, eine Art Weinstöcke, welche eine schöne große Traube mit runden, grünen, …

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Gutedel

    Goethe-Wörterbuch

    Gutedel Name vorzüglicher Rebsorte(n), hier als Tafeltraube es hingen herein [ in den Laubgang des Weinbergs ] G. und Mu…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Gutedel

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Gutedel , s. Weinstock .

  4. modern
    Dialekt
    Gutedelf.

    Lothringisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Gut-edel [-èdəl Fi. ] f. Gutedel, weiße Traube.

  5. Sprichwörter
    Gutedel

    Wander (Sprichwörter)

    Gutedel 1. Guteddel, blutarm. – Agricola I, 276; Petri, II, 363; Körte, 2480. 2. Es ist ein Gutedel. ( Nürtingen. ) Eige…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gutedel

2 Bildungen · 2 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von gutedel 2 Komponenten

gute+del

gutedel setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

gutedel‑ als Erstglied (2 von 2)

gutedeltraube

DWB

gutedel·traube

gutedeltraube , f. , was gutedel, m.: den allbeliebten badischen weiszen markgräfler, ... einen milden und frischen lieblichen tafelwein, me…

gutedelwein

DWB

gutedel·wein

gutedelwein , m. , was gutedel, m.; bereits für das frühe 15. jh bezeugt, vgl. gutedilwein falernum ( lat.-dtsch. gloss. v. 1410) Germania 3…