Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
graulen vb.
graulen , vb. , ängstlich erschaudern, sich fürchten oder scheuen; in unpersönlicher oder reflexiver fügung. seit dem 18. jh., besonders bei schriftstellern nd. und md. herkunft, mit hd. diphthongierung im anschlusz an nd. md. mundartformen (gruweln, grulen u. ä. ) von greueln, vb. ( s. d.; vgl. 2 graueln) in dessen im nd. md. herrschenden bedeutung ' grausen, furcht empfinden '. literarische tradition von greueln bzw. dessen nebenform 2 graueln her scheint nicht zu bestehen. die gelegentliche schreibung graueln ( Krünitz öcon. encycl. 19 [1780] 796 ; L. v. François an C. F. Meyer in: briefw. …