lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

Gönnermiene

nhd. bis GWB · 3 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
3 in 3 Wb.
Sprachstufen
2 von 16
Verweise rein
2
Verweise raus
2

Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Gönnermiene

Gönnermiene

gönnen Vb. ‘wohlwollend, neidlos zugestehen, zukommen lassen’. Das seit dem 16. Jh., vereinzelt schon im 14. Jh. auch im Präsens schwach flektierte Verb gehört ursprünglich zu den Präteritopräsentia; ahd. giunnan (9. Jh.), asächs. aengl. giunnan, mhd. gunnen, günnen (auch ‘gewähren, gestatten’, jetzt durch vergönnen repräsentiert), mnd. günnen, mnl. nl. gunnen ‘gönnen’ sind verstärkende Präfixbildungen (ahd. gi-, s. ge-) zu gleichbed. ahd. (9. Jh.), asächs. aengl. unnan, mnl. onnen, anord. unna ‘lieben, gönnen’, schwed. unna ‘gönnen’. Die Herkunft ist nicht sicher geklärt. Wenn tiefstufiges germ. *unn- als Assimilation aus germ. *unz- anzusehen ist und sich mit griech. prosēnḗs (προσηνής) ‘freundlich, gütig’, apēnḗs (ἀπηνής) ‘hart, unfreundlich’ vergleichen läßt (sofern der zweite Wortteil aus *-ανσής), wäre eine Wurzel ie. *ans- ‘wohlgeneigt, günstig sein’ zu erschließen, wozu auch ahd. anst ‘Wohlwollen, Dank, Gnade, Gunst’ (8. Jh.), mhd. anst ‘Wohlwollen’, got. ansts, auch ‘Freude’ (germ. *ansti-). Verbalabstraktum zu gönnen ist Gunst (s. d.). – Gönner m. ‘wer jmdn. wohlwollend unterstützt, Wohltäter, Förderer’, mhd. gunner, günner ‘Freund, Anhänger’, Nomen agentis zum Verb. gönnerhaft Adj. ‘herablassend’ (2. Hälfte 18. Jh.), stets in abschätzigem Sinne. Gönnermiene f. ‘selbstgefälliger Gesichtsausdruck’ (Anfang 19. Jh.).
1345 Zeichen · 55 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    gönnermienef.

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +1 Parallelbeleg

    gönnermiene , f. , der vom selbstgefälligen bewusztsein eines groszmütig hilfe, rat, gunst gewährenden handelns gezeichn…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Gönnermiene

    Goethe-Wörterbuch

    Gönnermiene überlegener, leicht selbstgefälliger und herablassender Gesichtsausdruck dessen, der sich jdm (als kompetent…

Verweisungsnetz

5 Knoten, 3 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Kompositum 2 Sackgasse 3

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit goennermiene

0 Bildungen · 0 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von goennermiene 2 Komponenten

goenner+miene

goennermiene setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

Keine Komposita gefunden — goennermiene kommt in keinem anderen Lemma als Erst- oder Zweitglied vor.

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „goennermiene". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 19. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/goennermiene/pfeifer_etym
MLA
Cotta, Marcel. „goennermiene". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/goennermiene/pfeifer_etym. Abgerufen 19. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „goennermiene". lautwandel.de. Zugegriffen 19. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/goennermiene/pfeifer_etym.
BibTeX
@misc{lautwandel_goennermiene_2026,
  author       = {Cotta, Marcel},
  title        = {„goennermiene"},
  year         = {2026},
  howpublished = {lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern},
  url          = {https://lautwandel.de/lemma/goennermiene/pfeifer_etym},
  urldate      = {2026-05-19},
}