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gnacke

mhd. bis nhd. · 2 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
2 in 2 Wb.
Sprachstufen
2 von 16
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2
Verweise raus
3

Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

gnacke m.

Bd. 8, Sp. 504
gnacke, gnack, m., bezeichnung eines halbgroschens, deren sprachliche herkunft noch nicht ermittelt ist; sie findet sich seit dem 15. jh. vor allem in md. quellen (Hessen, Thüringen, Ostfranken). die münze wurde in Sachsen, Hessen, Stolberg und Braunschweig-Grubenhagen geprägt, s. u. die angaben in der Würzburger valvation. nach Schrötter wb. der münzkunde (1930) 227 führten auch die Innsbrucker groschen den namen. lexikalisch wird gnacke, das auch als knack, knacker, knäcklein und knocker begegnet (s. o. teil 5, 1331; 1332; 1463) seit beginn des 17. jh. verzeichnet: gnack ein müntz, grossus percussus a lantgravio Thuringiae et Hessiae Henisch teutsche sprach (1616) 1670; gewöhnlich mit sechs pfennigen gleichgesetzt: obolus ... meisnische pfennige, ein sechser, ein gnack Corvinus fons lat. (1646) 596; obolus valet sex nummos ein sechser, sechspfenniger, gnacke Reyher thes. (1668) 2, 4873; gnacke eine kleine münze, 6 pfennige an werth, die nur noch idealisch ist Reinwald Henneberg. id. (1793) 1, 51; Spiesz Henneberg. id. (1881) 80, s. auch oben knacker und knäcklein. die Würzburger valvation fremder münzen von 1496, die auch eine aufzählung der gängigen sorten gibt, setzte den wert auf 4 pfennige herab: hessisch gnacken zu 4 D ...; sechsisch gnacken ungestempt zu 4 pfennigen ...; gnacken mit vischen zu 4 D (Stolberg) ...; die gnacken gestempt mit dem h (Halberstadt) zu 4 pfen. ...; die gestempten gnacken mit dem halben rade zu 4 D (Erfurt) ...; die klein hirslinsgnacken zu 4 pfenn. (Stolberg) ...; ... die gestempten gnacken mit dem B (= Braunschweig) zu 4 D ...; die Grubenhener (Grubenhagener) gnacken zu 4 pfen. Wirczp. .... s. W. Jesse quellenbuch zur münzgesch. d. mittelalters (1924) 247 und 248. die überlieferung reicht bis ins 17. jh.: es hatt dasmals ein masz korns zu Fulda auff dem marckt achtzehen gnacken golten Val. Müntzer chronographie (1550) 178b; und ist damals ein loth und ein quentlein brod allhier vor ein gnacken oder sechs pfennig verkaufft worden, und sind zu der zeit die groschenweck allhier auffkommen S. Güthen beschreibung d. stadt Meiningen (1676) 157. mundartlich noch jünger belegbar: gnacke, m., 'eine kleine münze, welche ehedem in ganz Hessen üblich war, jetzt aber, und doch nur dem namen nach, allein noch im Fuldaischen sowie in der compos. dinggnacken im Schmalkaldischen (der werth eines gnacken betrug sechs heller)' Vilmar Kurhessen (1868) 131; im Hennebergischen früher in zusammensetzungen zur bezeichnung von bestimmten gebäckgröszen wie gnackenbrod, -semmel oder von etwas geringwertigem wie gnackengeige, ferner in gnackenschillinger 'ein halber schilling' Reinwald Henneberg. id. (1793) 1, 51 und 2, 53.
2708 Zeichen · 73 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    gnacke

    Nachträge (Lexer)

    gnacke s. knacke.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    gnackem.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    gnacke , gnack , m. , bezeichnung eines halbgroschens, deren sprachliche herkunft noch nicht ermittelt ist; sie findet s…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gnacke

1 Bildungen · 1 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

gnacke‑ als Erstglied (1 von 1)

gnackern

MeckWB

gnack·ern

gnackern knistern, prasseln in der Zs. upgnackern .

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „gnacke". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 9. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/gnacke/dwb?formid=G21168
MLA
Cotta, Marcel. „gnacke". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/gnacke/dwb?formid=G21168. Abgerufen 9. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „gnacke". lautwandel.de. Zugegriffen 9. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/gnacke/dwb?formid=G21168.
BibTeX
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