lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

gleie

ahd. bis nhd. · 6 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
7 in 6 Wb.
Sprachstufen
3 von 16
Verweise rein
6
Verweise raus
12

Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

gleie f.

Bd. 7, Sp. 8282
gleie, f., schwertlilie; iris gleie (um 1300) zs. f. dtsche wortforschung 5, 22; im compositum: iris, iacinctus bla gleienbluom, gladiolus gel gleienbluome (14. jh.) voc. optimus 52 Wackernagel; vgl. auch illirica glegekrut (14. jh.) ahd. gl. 3, 51, 51; das wort begegnet, in der form wechselnd, mehrfach in mhd. dichtung: der gloien blate Gottfried v. Straszburg Tristan 11126 Marold (var. gleigen, gleyen); Konrad v. Würzburg trojan. krieg 270; ôstergloie goldene schmiede 423; geleien (pl.) Hugo v. Langenstein Martina 27, 7; gleije minnesinger 2, 30b v. d. Hagen. gleie, ein lehnwort aus dem französischen (vgl. afr. glai(e) < gladius und frz. glaieul < gladiolus) lebt heute noch in den mundarten Schwabens (s. Fischer 3, 689) und vor allem der Schweiz, sowohl als bezeichnung der blauen gartenlilie wie des maiglöckchens (convallaria majalis). neben gleie, gleje stehen die deminutivformen gleiele, galei(e)li, galajele, s. Staub-Tobler 2, 585. das niederländische bewahrt das wort in der bedeutung 'dachrohr, dachstroh' (als glui, gloy, gleui, gluw), s. woordenboek 5, 162 (unter glui) und Verwijs-Verdam 2, 1998, in gleicher bedeutung auch das mittelenglische, s. Murray 4, 2, 236 (unter gloy). vgl. gloie teil 4, 1, 5, 191.
1255 Zeichen · 33 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    gleiemhd. (m.?)

    Althochdeutsches Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    ? gleie mhd. ( m.? ) , vgl. mfrz. glai, glaie aus lat. gladiolus ; s. Lexer, Hwb. 1,1038, DWb. IV,8282. Verschrieben: ge…

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    GLEIE

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +2 Parallelbelege

    GLEIE s. GLOIE.

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    gleief.

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +1 Parallelbeleg

    gleie , f. , lanze, s. 1 glefe.

Verweisungsnetz

15 Knoten, 11 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Anchor 2 Kompositum 8 Sackgasse 5

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gleie

6 Bildungen · 6 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von gleie

gl + -ei + -e

gleie leitet sich vom Lemma gl ab mit Suffixen -ei und -e.

gleie‑ als Erstglied (6 von 6)

gleie, gloie

MWB

gleie, gloie swF. vgl. mlat. glaiolia, afrz. glaïeul, ahd. gleiol (Etymol.Wb.d.Ahd. 4,486); s.a. lilje (mit den Schreibformen gilge, gilje)…

gleiekrût

AWB

gleie·krut

gleiekrût mhd. st. n. glege-krut: nom. sg. Gl 3,51,51 ( Frankf. Blatt, 14. Jh. ). Deutsche Schwertlilie, Iris germanica L. ( vgl. Marzell, W…

gleiekrût

MWB

gleiekrût stN. Bed. unklar, eine Schwertlilienart (vgl. Etymol.Wb.d.Ahd. 4,482): illirica: glegekrut Gl 3:51,51 (BStK160) MWB 2 822,25; Bear…

Gleieleⁿ

Idiotikon

Gleieleⁿ Band 2, Spalte 585 Gleieleⁿ 2,585

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „gleie". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 19. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/gleie/dwb?formid=G18871
MLA
Cotta, Marcel. „gleie". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/gleie/dwb?formid=G18871. Abgerufen 19. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „gleie". lautwandel.de. Zugegriffen 19. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/gleie/dwb?formid=G18871.
BibTeX
@misc{lautwandel_gleie_2026,
  author       = {Cotta, Marcel},
  title        = {„gleie"},
  year         = {2026},
  howpublished = {lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern},
  url          = {https://lautwandel.de/lemma/gleie/dwb?formid=G18871},
  urldate      = {2026-05-19},
}